Da die XTZ Tune 4 optisch sich schon sehr von der Masse absetzen, machen sie sich zugleich auch noch als sehr schicke optische Aufwertung auf dem Schreibtisch bemerkbar. Das unsere Abbildung mehr als nur eine Designstudie ist sollte den meisten klar sein, günstig aber auf keinen Fall. Wichtig hierbei ist jetzt, ob all die im Vorfeld angesprochenen Faktoren und Features in der Praxis ihren Nutzen finden. Für etwas mehr als der Ersatz interner Lautsprecher sollten die Tune 4 auf jeden Fall angedacht sein. Das sie das können wurde uns auch schon schnell deutlich gemacht (...)
Bei der Musikwiedergabe, die im Übrigen mittels installierten TIDAL-Players (Master-Spur) erfolgte, präsentierten die Schweden eine beachtliche Performance. Je nach Track wird eine super Bühne aufgebaut, Tiefgang gewährleistet der nicht künstlich und erzwungen rüberkommt und eine sehr detaillierte Stimmwiedergabe abgebildet. Jedoch muss man ein wenig an der optimalen Hörposition feilen, dann klappt es auch mit dem perfekten Stereodreieck. Zum Bass nochmal kurz: Wir hatten nicht unbedingt das Gefühlt, dass die Stopfen zur Tiefgangregulierung notwendig sind, da die Abstimmung sehr passend herüberkommt. Hier kann aber auch schnell der Effekt zum Tragen kommen, dass tiefe Frequenzen an der Quelle weniger stark wahrgenommen werden als im Raum. Ein typisches "Übel" von potenten Lautsprechern am PC. Aber wie so oft ist es auch Geschmackssache.
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Sehr hochwertige Fernbedienung im Größenvergleich mit einem Samsung Note 4
In der Praxis wird für den ersten Moment ein physischer Lautstärkeregler vermisst, auch das scheint aber eher Gewöhnungssache zu sein, da die meisten neuen Tastaturen bereits separate Volume-Regler mitbringen. Wer sich solche Lautsprecher auf den Tisch stellt wird wohl auch eine Filmwiedergabe ins Auge fassen. Hier können wir im Grunde genommen das gleiche Fazit ziehen wie schon im Musikteil weiter oben, ohne dabei in die Tiefe zu gehen. Alles in Allem wissen die Tune 4 zu jeder Zeit zu gefallen und spielen größer auf als sie scheinen.
Die Aufstellung und der optische Eindruck mag zwar etwas unpassend wirken, wird spätestens dann irrelevant wenn man die Musik ertönt. Der Hersteller offerierte uns im Vorfeld, dass die Tune 4 eine echte musikalische Stereoalternative sein soll. Im Umkehrschluss sollte das natürlich auch geprüft werden. Als Zuspielung griffen wir die Bluetooth-Verbindung bzw. TIDAL-Master / Hi-Res-Content zurück. Die Aufstellung wurde mit den Standardfüßen belassen und nicht „hochgeschraubt“, so dass sich das Abstrahlverhalten der Membranen verändert.
Bevor es zur klanglichen Detailbeschreibung geht noch etwas allgemeines. Der Mehrheit sollte ja bekannt sein, wie ein Bassreflexsystem agiert und welches „Dröhnverhalten“ auftreten kann. Im Betrieb mit offenen Bassreflexöffnungen spielten die Boxen soweit runter, wie es ihnen physikalisch möglich ist. Das Bass ist knackig und wirkte nicht künstlich aufgedickt. Man kann sagen, dass wesentlich mehr Tiefgang herausgeholt wurde, als man beiden Gehäuse auf Grund des Volumens zumuten würde. Im verschlossenen Zustand wird dem ganzen entgegenwirkt und die Bässe kommen etwas „weicher“ und wesentlich weniger prägnant herüber. Schlussendlich kommt es auch immer auf den eigenen Raum drauf an. Unter diesem Gesichtspunkt kann man das Klangverhalten wunderbar selbst abstimmen.
Für die Wiedergabe am TV sind die Lautsprecher auch gut vorbereitet. Per S/PDIF (optischer Digitalausgang) kann man sich das Tonsignal von der entsprechenden Wiedergabequelle holen. Sinn macht es eigentlich nur, wenn man es direkt aus dem TV „zieht“. Alle anderen Konstrukte sind wohl eher mit einem AVR gekoppelt, wo dran dann aller Wahrscheinlichkeit nach auch „bessere“ Lautsprecher hängen. Für noch mehr Tiefgang steht auch ein Subwoofer Out-Anschluss zur Verfügung. In der Praxis zog diese Kombinationen einen echten Mehrwehrt gegen über den dedizierten Lautsprechern des TVs nach sich – was auch logisch ist.
Den Anfang machte London Grammar mit Stay Awake aus dem Album If You Wait. Die Tonalität welche hier dem Hörer präsentiert wird ist überaus beachtlich. Die erzeugte Bühne und Stimme wirken sehr groß und sind perfekt im Stereo-Dreieck ortbar, was aber auch zum Teil an der sehr guten Abmischung des Titels liegt. Klang schmeckt den Lautsprechern der Titel richtig gut und er macht verdammt viel Spaß. Die wenigen Tiefgänge werden sehr gut und punktuell in Szene gesetzt.
Um es zusammenzufassen, man könnte meine hier spielen wesentlich größere und vor allem teurere Lautsprecher vor.
Mit Gregory Porters Liquid Spirit vom gleichnamigen Album zauben einem die XTZ Tune 4 positiv überraschte Blickte ins Gesicht. Eine sehr gute Dynamik welche die ebenfalls groß wirkende Bühne umgibt, hätten wir an der Stelle SO nicht erwartet. Der Track geht bekannter Maßen an sich schon sehr locker flockig zu Werke und die Tune 4 stehen dem auch nicht im Weg.
Die sprichwörtlichen „claps“ werden sehr detailliert abgebildet und auch hier kommt wieder die Frage auf: Sind es wirklich diese kleinen Lautsprecher die spielen? In Summe wieder ein außerordentlich erfreuliches, überraschendes und zugleich auch überzeugendes Wiedergabeergebnis.
Zum Abschluss musste es nochmal lauter werden um herauszufinden, wie pegelfest die Tune 4 zu Werke gehen können. Mit Turn The Page von Metallica war ein passender Song dazu gefunden worden. Bekannter Maßen beginnt dieser eher ruhiger und steigert sich „wundervoll“ hinein. Die Stimme von James Hettfield kommt groß und sehr genau aus den Membranen.
Auch hier wird wieder größer aufgespielt, als man es den Lautsprechern auf den ersten Blicken zutrauen würde. Als dann bei 0:39 Lars Ulrichs Schlagzeug-Arbeit einsetzte machte sich ein großes Grinsen auf unserem Gesicht breit. Die Wucht mit der die Töne im Wechselspiel in den Membranen erzeugt werden ist einfach klasse – natürlich immer in Anbetracht der Lautsprechergröße. Der komplette Track rockt die Tune 4 nur so herunter und zeigt auf, wie performant diese zu Werke gehen können. Wir sind begeistert von deren Genre-übergreifenden Leistung.
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