Wie schon eine Seite zuvor geschildert, sind die Clarity 4.2 wirklich kompakt dimensioniert. Die edlen Stative werten das Antlitz nochmal um ein deutliches Maß auf. Mit der weißen Ausführung lässt sich ein super Kontrast schaffen, die komplett schwarzen Modellen setzen dann komplett auf Understatement. Angeschlossen wurden die Lautsprecher im Übrigen an eine hervorragend aufspielende Cambridge Audio Kette, bestehen aus dem EXN100 Netzwerkplayer und den Cambridge Audio EXA100 Vollverstärker. Der Verstärker bietet zudem die notwendige Leistung von 100 Watt bei 8 Ohm, was die kleinen Schallwandler durchaus beflügeln sollte.
Zugespielt wurde digital und wahlweise über TIDAL Connect bzw. auch als native Integration des Streaming-Dienstes, sowie auch etliche lokal im Netz abgespeicherte FLAC-Titel. Fairerweise gesprochen ist es schon fast unfair, mit dem Wissen über das Leistungsvermögen der größeren Clarity 6.2 in den Praxistest der kleineren Modelle zu gehen (…) da sie vermutlich dem Vergleich nicht gerecht werden können. Ist man dahingehend nicht vorbelastet, wird dem Hörer in den ersten Minuten seiner bekannten Lieblingsstücke beeindruckend aufgezeigt, was für Kraftprotze man erworben hat.
Als Aufstellung wurde ein Wandabstand von circa 40 cm von der hinten Gehäuse- hin zur Rückwand gewählt. Es hatte sich herausgestellt, dass man wirklich nur marginal einwinkeln muss. Hier kommt dann der eigene Geschmack ins Spiel, denn eine gerade und symmetrische Aufstellung oder Sweetspot-Forcierung ist absolut machbar und stellt keine Probleme dar. Die Stimmenstaffelung vor dem Hörplatz entpuppte sich in diesem Fall sogar besser und noch präsenter im Zentrum, als wenn man die Lautsprecher eindrehen würde. Ein schneller Beweis dafür, wie gut das Abstrahlverhalten des Air Motion Transformers zu Werke geht.
Gewählt wurden Songs durch alle Genres hinweg – dabei beeindruckte der kräftig und eindrucksvoll und punktgenau zupackende Tiefton auf höchstem Maße. Man hat stets das Gefühl, dass hier kein Frequenzbereich einem anderen den Rang ablaufen will, das Klangbild agiert sehr ausgewogen, plastisch und perfekt aufeinander abgestimmt. Bei Billie Eilish mit dem Song &burn lässt sich das sehr gut nachverfolgen. Aber auch Rocktracks werden mit der gewünschten Impulstreue wiedergegeben, allerdings merkt man den Lautsprechern in einigen Fällen an, dass sie keine „Raumbeschaller“ sein wollen bzw. können. Sehr transparent geht da im Übrigen auch der Hersteller mit um, kommuniziert das auch ganz klar, dass die Clarity 4.2 in gewisser Weise limitiert sind.
Elektronische Beats, harmonische Balladen oder eben die besagte Rock-Tracks werden performant und weich gezeichnet dargeboten. Eine analytische Kühle, wie man es manchen Digital-Ketten vorwirft, konnte ich nicht erörtern. Wer seinen Pegelbereich weit nach rechts drehen mag, der wird keinesfalls enttäuscht werden, allerdings kommt dann hier doch der Leistungsunterschied zu einer Clarity 6.2 zum Tragen.
Zieht man jetzt den Vergleich zu einer, rein von der Größe her betrachteten Vergleichsbox von anderen Herstellern heran, überragt die 4.2 die Konkurrenz in vielen Bereichen. Das Leistungsvermögen im kompletten Frequenzspektrum ist sehr beeindruckend und läuft, wie auch schon das größere Geschwistermodell, so etliche Standlautsprecher klar den Rang ab!
Mehr gibt es fast gar nicht mehr zu sagen, alles Weitere würde nur in weiteren Superlativen münden. Ich empfehle daher einen Klangcheck, sofern die Möglichkeit besteht, um sich dann selbst davon zu überzeugen. Kommen wir auf der nächsten Seite zum finalen Fazit.
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