Die passenden Rear-Lautsprecher sind keine Direktstrahler wie man es von gewohnter Weise her kennt. Um mal mit der technischen Betrachtung weiterzumachen: selbstredend wurde auch hier der 25mm C-CAM-Hochtöner mit UD-Waveguide wieder verbaut, sogar gleich zwei Mal in der Anzahl, bei denen auch wieder das hexagonale Dispersionsgitter eingearbeitet wurde. Die Form des gesamten Lautsprechers entspricht nicht die eines klassischen. Er ist primär dafür gedacht, an der Wand montiert zu werden und soll auf den Hörer diffus sowie auch noch ortbar klingen.
Wer genau dies möchte, der wählt einen der beiden Modi die man bequem per Kippschalter aktivieren kann. Denn für die genannte Klangcharakteristik darf man als Anwender auf das Bi-Pol-Setting des Lautsprechers zurückgreifen. Hierbei arbeiten die beiden Hochtöner parallel zum Tief-Mitteltöner. Wer es hingegen maximal Diffus haben möchte und den Schallwandler nicht mehr orten möchte, der wechselt in den Dipol-Modus. Dabei arbeitet einer der beiden Hochtöner mit 180° gedrehter Phase, also gegenläufig zum zweiten Hochtöner und reduziert dabei die Ortbarkeit des Schallwandlers so deutlich. Aber auch wenn man zum Beispiel hinter sich zu wenig Platz für die Aufstellung eines Direktstrahlers zur Verfügung hat, bietet sich die Verwendung eben jenes Dipol-Gerätes an. Das Anschlusspanel selbst ist ebenso hochwertig ausgeführt und auch bei diesem Konstrukt sind wieder Abdeckungen angebracht, die aber an Haltestiften am Gehäuse befestigt sind. Die Unterteilung erfolgt dabei in drei verschiedene Segmente.
Den W10 hatten wir ja bereits schon an anderer Stelle vorgestellt und waren von seinen Fähigkeiten angetan. Er ist voll und ganz der Bronze Serie zugeordnet und fügt sich auch optisch nahtlos in dieser ein. Wie schon beim Center C150, ist dieser mit Walnuss-Furnier vorstellig. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, dafür aber verarbeitungstechnisch wieder tadellos realisiert. Hier wird das Frontgitter aber gesteckt und hält nicht wie bei den Regallautsprecher magnetisch. Da der Subwoofer meist einen eher unauffälligen Platz im Wohnzimmer bzw. Heimkino einnimmt, ist dieser optische Unterschied leicht zu verschmerzen. Die knapp 13 Kilogramm Lebendgewicht agieren mit einem 25 Zentimeter großen und langhubigen Treiber, der wie bei den Mittel-Tieftöner der Bronze 50 über eine konkav gewölbte Konusmembran verfügt.
Anstatt eines üblichen Bassreflex-Ports, nutzt Monitor Audio beim W10 einen zusätzlich passiven Treiber mit den gleichen Abmessungen, um die Wiedergabe der tieferen Frequenzen zu verbessern und die Belastbarkeit zu erhöhen. Angetrieben wird das Ganze von einer 220 Watt starken Class D Endstufe in der auch ein DSP integriert wurde, welcher drei vordefinierte Presets: Musik, Film und Effekt, dem Nutzer zur Verfügung stellt. Der „Film“-Modus bietet eine relativ flache Resonanz von bis zu 35 Hz. Der „Musik“-Modus liegt -2 dB unterhalb des „Film“-Modus, reicht jedoch hinunter bis auf 30 Hz. Der „Effekt“-Modus ist +3 dB über dem „Film“-Modus und geht bis auf 40 Hz.
Zur Kommunikation stehen ein RCA-Eingang und ein LFE-Eingang bereit, jeweils mit einem Cinch-Anschluss umgesetzt und unterschieden sich nur leicht in ihrer Funktionsweise. So ist der Stereo-RCA-Eingang bspw. für den Betrieb an einem Stereoverstärker vorgesehen, muss dann die Trennfrequenz des Subwoofers auch manuell an der Rückseite vornehmen bzw. die Lautstärke mit Hilfe des Reglers anpassen. Wer den Subwoofer an einem AV-Receiver nutzt, sollte den LFE-Kanal nutzen und die Einstellungen am AVR direkt vornehmen bzw. korrekt einmessen lassen.
Praktisch ist die automatische Einschaltfunkton des W10 Subwoofers, die auch von der „Feinfühligkeit“ gut eingepegelt ist und auch leise Signale erkennt, um den Subwoofer dann selbständig einzuschalten. Für eine "Entkopplung" vom Untergrund hat der Tieftöner nun auch Gummifüße erhalten. Das schont nicht nur Hartböden, sondern regt den Untergrund auch weniger an.
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