Lautsprecher (portabel)

Test: Dockin D Fine+

 

Praxistest

Bevor es an den Klangcheck ging, sollte zunächst die Akkuleistung überprüft werden. Da der D Fine+ bereits etwas vorgeladen geliefert wurde, muss der Rest Kapazität erst einmal leer gedudelt werden. Danach wurde der Akku wieder aufgefüllt. Es dauerte schon etwas bis die 9.000 mAh wieder komplett abrufbereit waren. Danach wurde bei mittlerer Lautstärke die Ausdauer gemssen. Die verspochenen 14 Stunden kamen zwar nicht raus, aber mit ~13 Stunden hat man das Ziel nicht weit verfehlt. Bei geringerer Lautsträke ist die Herstellerangabe aber sicherlich erreichbar. Weniger wird es allerdings, wenn man den Lautsprecher frei heraus ballern lässt. Gleiches gilt bei der Powerbank-Funktion. Da allerdings nur mit 1A bzw. 5W geladen wird, sollte der Schwund nicht allzugroß ins Gewicht fallen.

Dockin D Fine 20k

Die Bluetooth-Verbindung des D Fine+ ist als gut einzuordnen. Im Freien sind bis zu 10m wirklich kein Problem und auch Indoor mit leichten Hindernissen wurden keine Probleme festgestellt. Bei den Teufel Real Blue NC sieht das bei gleicher Voraussetzung zum Beispiel nicht so rosig aus. Das Piepen, welches der D Fine am PC (egal welcher) von sich gab, konnte am D Fine+ nicht reproduziert werden. Ein kleiner Erfolg schon einmal, denn damit lässt sich der Lautsprecher in der Tat theoretisch auch als Soundbar für den PC nutzen. Wäre da nicht das generelle, leichte Grundrauschen, welches beim Betrieb per Klinke und Netzteil auffälliger wird. Wirklich schade, dass das Lösen des einen Problems scheinbar ein anderes mit sich gezogen hat. Was ebenfalls für den betrieb als Soundbar suboptimal ist, ist die Positionierung der Anschlüsse. Diese sind nicht nur liegend immer sichtbar, sondern hochkant noch störender. Das löst der Cambride Audio Yoyo (S) bspw. besser und die Dockin D Mate Direct wären evtl. die bessere Wahl für dieses Szenario.

 Dockin D Fine 18k

Was den mobilen Einsatz betrifft, ist der Dockin D Fine+ nach wie vor super gerüstet. Dank IP55 ist der Speaker vor Staub und Wasserunfällen geschützt. Auch der Stand im Gelände ist unbedenklich, da er durch die Bauweise und das Gewicht eigentlich fast nicht umkippen kann. Das Gewicht hat aber auch seinen Nachteil. Mit beinahe 2 kg wirft man den D Fine+ nicht mal ebenso mit in die Tasche. Aber auch hier ist geholfen.

Dockin D Fine 16k Dockin D Fine 16k

Passend zu den beiden Modellen hat der Hersteller ein Transport-Case entworfen, welchen den Lautsprecher sowie weiteres Zubehör sicher transportiert. Geschultert fällt das Gewicht dann nicht mehr so ins Gewicht. Bei der Nutzung sollte man unbedingt drauf achten, dass die Bedientasten sozusagen in der Aussparung liegen. Ansonsten kann es leicht passieren, dass der Lautsprecher plötzlich durch eine ungewollte Aktivierung Töne von sich gibt.

 

 

Bedienung

An der Bedienung hat sich grundsätzlich nichts geändert. Über die vier Tasten auf der Oberseite können Lieder pausiert, abgespielt oder durchgeschaltet werden. Natürlich lässt sich auch die Lautstärke einstellen. Hierbei lässt sich anmerken, dass die ersten Stufen zunächst kaum eine Änderung bewirken, kurz vor der Mitte dann aber die Lautstärke plötzlich drastisch ansteigt. Es liegt scheinbar eine exponentielle Kurve, statt einer linearen Reglung vor. Des Weiteren werden viele Eingabgen weiterhin von lauten Hinweistönen begleitet. Diese hätte man sich gerne sparen können.

 Dockin D Fine 14k

 

Musikwiedergabe

Man könnte denken, dass durch die Einpflegung des aptX Codecs auch Änderungen an der Klangcharakteristik nach sich gezogen hat. Hat es aber nicht. Rein subjektiv betrachtet spielt der Dockin D Fine+ beinahe identisch zum non-Plus. Gekeinnzeichnet ist die Wiedergabe also auch hier von einem druckvollen Bass und prägnanten Höhen. Im gleichen Zug misst man aber auch hier den mittleren Tonbereich etwas. Dies hat zur Folge, dass gerade dynamische TItel, welche das volle Frequenzband ausreizen verfälscht klingen. Stimmen fliegen dann über einem Meer aus Tieftönen. Ganz allgemein ist die Klangqualität schlecht zu beurteilen, da diese Chrarakteristik bei manchen Genres passt, bei manchen aber auch einfach nicht. Mit einem guten Zuspieler kann man der Problematik etwas entgegenwirken. Mit etwas Anpassungen konnte insgesamt ein zufriedenstellender Betrieb gewährleistet werden.

Dockin D Fine 19k 

Warum gerade beim Dockin D Fine+ Kritik geäußert werden darf, liegt darin, dass der Hersteller den Lautsprecher als Soundbar bewirbt. Hier kann der einzelne D Fine+ zwar wieder durch sein Bassfundament punkten, welches sich deutlich von den meisten TVs absetzen sollte, aber als einzelner Lautsprecher geht dann doch Räumlichkeit flöten.

Dockin D Fine 21k

Mit einem zweiten Dockin D Fine+ sieht das aber schon ganz anders aus. Es wird nicht nur mehr Räumlichkeit geschaffen, interessanterweise klingt das Duo insgesamt auch dynamischer und ausgewachsener. Aufgefallen ist im Test die Notwendigkeit einer Bluetooth LL (Low Latency) Unterstüzung des TVs, da das gucken sonst keine Spaß macht, weil der Ton dem Bild hinterherhinkt. Untereinander konnte keine Verzögerung ausgemacht werden. Am PC konnte das Gespann einiges der Kritik abarbeiten. Jedoch ist hier noch immer die Kabelfürhung ein Problem.


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