Potente und mobile Lautsprecherlösungen sind gefragter denn je. Auch das HiFi-Urgestein Klipsch bietet mit dem Klipsch New York einen solchen an. Dabei handelt es sich um die größte Ausbaustufe, der in Summe rund 80 cm hoch ist und mit der von den HiFi-Modellen bekannten Horntechnik ausgestattet ist. Zudem bietet er eine effektvolle Beleuchtung. Wir haben den Lautsprecher auf den Prüfstand gestellt und ausführlich getestet.
Mit dem Klipsch New York hat der amerikanische Audiospezialist bereits seit längerer Zeit einen leistungsfähigen Party-Lautsprecher in seinem Produktangebot, der klassische Klipsch-Tugenden mit modernen Funktionen für den mobilen Einsatz verbindet. Das Modell gehört zur Music City Party-Serie und richtet sich an Anwender, die Musik nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch bei Gartenpartys, Veranstaltungen und geselligen Zusammenkünften mit entsprechendem Nachdruck genießen möchten.
Vordergründig setzt man auf eine Kombination aus markantem Design, integrierter RGB-Beleuchtung und der hauseigenen Horntechnologie. Letztere gehört seit Jahrzehnten zu den charakteristischen Merkmalen des Herstellers und findet sich logischer Weise dann beim „New York“ wieder. Anders als bei vielen kompakten Bluetooth-Lautsprechern stehen hier nicht allein die kabellose Musikwiedergabe und eine möglichst geringe Baugröße im Mittelpunkt. Vielmehr soll das Gerät eine vielseitige Lösung für größere Zusammenkünfte und den Einsatz als Party- beziehungsweise DJ-Lautsprecher darstellen.
Schon beim ersten Kontakt wird deutlich, dass der Klipsch New York nicht als gewöhnlicher Bluetooth-Speaker konzipiert wurde. Mit Abmessungen von rund 81 x 38,3 x 39,7 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 25,7 Kilogramm fällt das System entsprechend groß aus. Für den Transport sind deshalb integrierte Rollen vorgesehen, mit denen sich der Lautsprecher deutlich komfortabler bewegen lässt. Die Konstruktion kombiniert Kunststoffelemente mit einer Front aus perforiertem Metall und orientiert sich damit an einer robusten, funktionalen Gestaltung.
Bei der technischen Ausstattung setzt Klipsch auf zwei 8-Zoll-Tieftöner sowie einen 1-Zoll-Kompressionstreiber mit Hornvorsatz. Zwei speziell abgestimmte Bassreflexöffnungen auf der Vorderseite ergänzen das Lautsprechersystem. Laut Hersteller erreicht man damit einen maximalen akustischen Schalldruck von 110 dB (bei einem Messabstand von einem Meter). Der angegebene Frequenzbereich reicht von 35 Hz bis 20 kHz (-6 dB). Grundlegend schon mal keine schlechten Zutaten, um hier den gewünschten Bereich adäquat zu beschallen.
Preislich bewegt sich der Lautsprecher bei etwa knapp unter 600 Euro, was für die nominell gebotene Leistung und Ausstattung als sehr fair bewertet werden kann. Ob die guten Vorsätze auch halten, was sie versprechen, galt es natürlich herauszufinden.
Auch bei der Ausstattung für Partys hat Klipsch an zahlreiche Details gedacht. Eine integrierte RGB-Lichtshow sorgt für zusätzliche visuelle Effekte, während sich über die Ultra-Bass-Funktion die Bassbetonung auf Knopfdruck verstärken lässt. Ergänzend stehen DJ-Soundeffekte wie Airhorn, Vinyl-Scratch und Applaus zur Verfügung. Damit soll sich das Gerät nicht nur zur Musikwiedergabe eignen, sondern auch für Karaoke, kleinere DJ-Sessions und spontane musikalische Einlagen. Also eben das, was ein portabler Lautsprecher in dieser Klasse heutzutage können muss, um den geneigten Käufer zu überzeugen.
Riesiger Umkarton – verrät bereits viel über den vorgesehenen Einsatzort
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die mobile Nutzung. Der integrierte Akku ermöglicht laut Hersteller eine Wiedergabe von bis zu zwölf Stunden ohne Beleuchtung beziehungsweise bis zu acht Stunden mit eingeschalteter Lichtshow. Die tatsächliche Laufzeit hängt natürlich von der gewählten Lautstärke und der Nutzung der Zusatzfunktionen ab, das sollte jedem klar sein. Dank IPX4-Spritzwasserschutz ist der Lautsprecher auch gegen leichte (oder „plötzliche“ Feuchtigkeit) geschützt. Ein vollständig wetterfester Betrieb ist damit allerdings nicht gleichzusetzen. In der Regel hat das kein Lautsprecher dieser Größenordnung vorzuweisen.
kann auch seitlich hingelegt werden – entsprechend Gummipuffer sind vorhanden
Die Konnektivität fällt ebenfalls vielseitig aus. Neben Bluetooth 5.2 stehen ein AUX-Eingang, ein USB-Anschluss, zwei 6,35-mm-Klinkeneingänge für Mikrofon- beziehungsweise Instrumentenanwendungen (Gitarre, Mikrofon) und ein AUX-Ausgang zur Verfügung. Über die Klipsch Connect Plus App lassen sich darüber hinaus der Equalizer, die Lichteffekte und weitere Funktionen konfigurieren. Auch die Kopplung kompatibler Lautsprecher über Party Link ist vorgesehen. Aber dazu gleich mehr.x
Zusatzanschlüsse werden gut verdeckt und können freigelegt werden
Ein wichtiger Bestandteil eines Party-Lautsprechers ist die Bedienung direkt am Gerät. Schließlich soll sich die Musikwiedergabe auch dann komfortabel kontrollieren lassen, wenn das Smartphone gerade nicht zur Hand ist oder mehrere Personen während einer Veranstaltung auf unterschiedliche Funktionen zugreifen möchten. Beim Klipsch New York treffen klassische Bedienelemente auf zusätzliche Funktionen für Lichtshow, Bassbetonung und DJ-Effekte.
Zu den Besonderheiten zählen die separat abrufbaren Soundeffekte. Airhorn, Vinyl-Scratch und Applaus können gezielt eingesetzt werden, um Übergänge zu gestalten oder bei einer Moderation zusätzliche Akzente zu setzen. Gerade bei kleineren Veranstaltungen und privaten Partys erweitert dies den Funktionsumfang über die reine Musikwiedergabe hinaus. Auch die Beleuchtung lässt sich an die jeweilige Stimmung anpassen. Klipsch bewirbt mehrere Lichtmodi, bei denen unterschiedliche Farben und Effekte zum Einsatz kommen. Die RGB-Beleuchtung erstreckt sich dabei nicht nur auf die Front, sondern bezieht auch seitliche Bereiche und Elemente der Lautsprecherbestückung ein. Über die App können die verfügbaren Lichteffekte und Voreinstellungen ausgewählt werden.
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Für die Anpassung der Wiedergabe stehen zudem Bass- und Höheneinstellungen sowie eine Equalizer-Funktion zur Verfügung. Die Ultra-Bass-Funktion kann direkt aktiviert werden, während weitergehende Anpassungen über die Klipsch Connect Plus App erfolgen. Damit lassen sich die Einstellungen an unterschiedliche Musikrichtungen und persönliche Vorlieben anpassen.
Für den Transport ausgelegt: fest montierte Rollen am Lautsprecher
Für einen Party-Lautsprecher dieser Größe spielt die Energieversorgung eine zentrale Rolle. Der Klipsch New York besitzt einen integrierten, wiederaufladbaren Lithium-Akku mit einer Nennspannung von 14,8 Volt und einer Kapazität von 5.000 mAh. Damit lässt sich das System auch unabhängig von einer permanenten Stromversorgung betreiben. Laut Hersteller sind bis zu zwölf Stunden Wiedergabe ohne eingeschaltete Beleuchtung möglich. Bei aktivierter Lichtshow gibt der Hersteller eine Laufzeit von bis zu acht Stunden an. Dabei handelt es sich um Herstellerangaben, die je nach Lautstärke, Musikwiedergabe und Nutzung zusätzlicher Funktionen variieren können.
Eine weitere Besonderheit des Klipsch New York ist die Möglichkeit, mehrere kompatible Lautsprecher miteinander zu verbinden. Über Party Link und der Klipsch Connect Plus App können unterstützte Modelle zu einem größeren Beschallungssystem zusammengeführt werden. Damit lässt sich die Wiedergabe bei Bedarf auf mehrere Lautsprecher verteilen, etwa wenn ein größerer Bereich beschallt werden soll.
Auskerbung am Lautsprecher – perfekt für Smartphone oder Tablet
Ergänzend zur Bedienung am Gerät steht die Klipsch Connect Plus App zur Verfügung. Sie ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Einstellungen und erweitert damit den Funktionsumfang des Lautsprechers. Gerade bei der Lichtshow und bei der Klanganpassung ist die App eine praktische Ergänzung.

Über die Anwendung lassen sich die Equalizer-Einstellungen verändern, unterschiedliche Lichtmuster auswählen und die vorgesehenen DJ-Funktionen konfigurieren. Dadurch kann der Lautsprecher an die jeweilige Veranstaltung angepasst werden, ohne dass sämtliche Einstellungen ausschließlich über das Bedienfeld am Gerät vorgenommen werden müssen. Besonders erfreulich hierbei – inzwischen schon fast traurig, dass man das so erwähnen muss – es ist keinerlei Account nötigt. App installieren, Lautsprecher hinzufügen und die Zusatzfunktionen nutzen. Leichter geht es nicht.

Die Hochtöner sorgen für eine klare Abbildung in den Höhen, wobei sie bei höheren Lautstärken gelegentlich etwas harsch wirken – insbesondere bei Stimmen oder Instrumenten mit vielen Obertönen. Die Mitten sind präsent, aber nicht überzogen; wer einen besonders „analytischen“ Klang erwartet, wird allerdings Kompromisse bei Details und Klarheit eingehen müssen.
Im Vergleich: JBL Stage 320 - Klipsch New York - Teufel Rockster 2
Im praktischen Einsatz wirkt der Lautsprecher in mittleren bis gehobenen Pegeln sauber. Bei maximaler Lautstärke erkennt man leichte Verzerrungen, besonders wenn Bass und Lichtshow gleichzeitig beansprucht werden. Dennoch langt die Leistung in vielen Szenarien, um auch größere Räume mit Musik zu füllen. Zieht man bspw. einen Vergleich zu einer JBL Stage 320 heran, wirkt der Panasonic Speaker ein wenig „Blass“ und – auf hohem Niveau betrachtet, nicht ganz Frequenzfest. Das macht das Produkt von JBL etwas besser.
Im Vergleich zu anderen Modellen sind die sehr markanten Steuerelemente für Musiktitel lobend zu erwähnen, was natürlich die Navigation und Steuerung der Wiedergabe vereinfacht. Darüber hinaus bietet der Lautsprecher auch noch weitere Möglichkeiten, hier direkt "Party-Sounds" mit einzuspielen, die man eher von einem Jahrmarkt etc. kennt – in diesem Umfeld auf jeden Fall ein nettes Gimmick. Der Akku ist ebenfalls wechselbar, sodass das Gerät nicht schon nach zwei Jahren wertlos wird (...)
Wer Klipsch-Produkte aus dem klassischen HiFi-Segment kennt, der weiß auch, welche akustische DNA hier verfolgt wird. Das verbaute „Horn“ ist nahezu prädestiniert für einen Lautsprecher dieses Genres – das Wort „laut“ trifft es nämlich sehr gut. Was der New York nämlich ausgezeichnet kann, das ist, ein extrem hohes Pegelniveau zu erreichen.
In der Grundabstimmung verhält er sich dabei relativ „flach“ und wenig omnipräsent im Bassbereich, was im ersten Moment ein wenig ungewöhnlich erscheint, da für gewöhnlich solche Lautsprecher in allen Bereichen sehr intensiv abgestimmt sind. Wie weiter oben geschrieben können wir mittels App, oder ganz klassisch, per Regler am Lautsprecher das Treble- und Bass-Level variieren. In der App selbst lassen sich auch diverse Klang-Presets auswählen. Nach den eigenen Klangansprüchen lässt sich der Speaker also auch.
Aber was bedeutet das jetzt genau? Als größte Ausbaustufe innerhalb des Klipsch-Portfolios kann man hier von einem echten Powerhouse sprechen. Das ist keinesfalls übertrieben oder beschönigt. Nach einer kurzen Einspielphase lief sich das Gerät buchstäblich warm und überzeugte in zahlreichen Genres. Nimmt man beispielsweise einen Teufel Rockster (1 oder 2) zum Vergleich heran, der bekanntlich überaus potent ist, könnte man salopp attestieren, dass der Klipsch beiden genannten extrem dicht auf den Fersen ist und sogar noch ein Ticken audiophiler agiert – was ausdrücklich positiv gemeint ist.
Musiktitel werden sehr sauber, klar und unverfälscht ohne Eigeninterpretation wiedergegeben. Oftmals hat man das Gefühl, dass die Schallwandler eine Art „akustischen Vorhang“ übergezogen haben – das ist hier nicht so. Die Musik löst sich sehr luftig von der Schallwand und breitet sich, dank des großen Horns, hier wunderbar breitfächerig aus. Gerade für Anwendungen im Außenbereich ist das sehr wohlwollend und man kreiert ein deutlich breites, akustisches Bühnenbild. Dieses Verhalten, gepaart mit durchaus vorhandener Tieftonleistung, erzeugt ein sehr akustisch abgestimmtes „Party-Konstrukt“, welches in der musikalischen Abstimmung deutlich besser erscheint, als so mancher Kraftprotz in diesem Segment. Offen gesprochen, gefällt mir dieser sogar deutlich besser, als ein Teufel Rockster (2).
Man könnte jetzt noch eine Titel-Sezierung vornehmen, was aber über das Ziel hinausgeschossen erscheint. Der Lautsprecher klingt, für das Genre, ausgesprochen gut. Er ist sehr wohlwollend, homogen, klanglich fein und detailliert in der Hochtonpräsentation abgestimmt und kann bauartbedingt extrem groß klingen. Mal ums Eck gedacht: Zwei davon ergeben im Innenbereich ein extrem potentes Stereo-Setup zum vergleichsweise schmalen Preis und sind zugleich auch noch portabel nutzbar. Warum nicht, oder?
Klanglich extrem überzeugend – kein „Party-Rotzkopf“ und mit wiedererkennbarer Klipsch-DNA. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Auf der nächsten Seite kommen wir zum finalen Fazit.
Mit dem Klipsch New York bietet der amerikanische Hersteller einen Party-Lautsprecher, der seine klassischen Hornlautsprecher-Wurzeln mit einer modernen Ausstattung für Veranstaltungen verbindet. Zwei 8-Zoll-Tieftöner, ein hornbestückter Kompressionstreiber und die beiden frontseitigen Bassreflexöffnungen bilden die technische Grundlage. Ergänzt wird das Konzept durch eine RGB-Lichtshow, die Ultra-Bass-Funktion und integrierte DJ-Soundeffekte.
Auch bei den praktischen Funktionen zeigt sich das Gerät vielseitig. Bluetooth 5.2, analoge Eingänge, zwei Klinkenanschlüsse für Mikrofon- und Instrumentenanwendungen sowie ein AUX-Ausgang ermöglichen den Anschluss unterschiedlicher Signalquellen. Über die Klipsch Connect Plus App lassen sich zudem der Equalizer, die Beleuchtung und weitere Funktionen anpassen. Über Party Link besteht zudem die Möglichkeit, kompatible Lautsprecher miteinander zu verbinden und die Beschallung zu erweitern.
Die Mobilität wird durch integrierte Transportrollen erleichtert. Mit rund 25,7 Kilogramm bleibt der New York zwar ein stattliches Gerät, lässt sich auf ebenen Flächen aber komfortabler bewegen als ein Lautsprecher ohne Rollen. Der IPX4-Spritzwasserschutz ist ein weiterer Pluspunkt für den Einsatz bei Gartenpartys und anderen Veranstaltungen im Freien.
Und natürlich auch beim Klang, also mit dem wichtigsten Aspekt überhaupt, überzeugt der Lautsprecher voll und ganz. Ganz offen gesprochen bietet der Klipsch nicht die brachiale Bassgewalt wie andere Produkte in diesem (Preis)-Segment. Auf Grund der rundum gelungenen Klangabstimmung fällt das erstaunlicherweise gar nicht zu sehr ins Gewicht. Denn der Mix aus möglichem Maximalpegel und empfundener (Abstrahl)-Lauststärke, hat hier einen perfekten Sweetspot erreicht. Das Ganze ist mehr als ein plumper „Partyprügel“ der mit Bass-Einlagen überzeugen möchte – positiv überraschend!
Schlussendlich präsentiert sich der Klipsch New York als umfangreich ausgestatteter Party-Lautsprecher mit einer klaren Ausrichtung auf mobile Veranstaltungen, DJ-Anwendungen und gesellige Zusammenkünfte. Die Kombination aus Horntechnologie, integrierter Lichtshow, Akkuversorgung und vielseitigen Anschlüssen macht ihn zu einem interessanten Kandidaten für alle, die genau nach solch einem Lautsprecher suchen.
Kaufen kann man diesen unter anderem bei Amazon zum Preis von rund 699 Euro.
Klipsch New York