Ganz neu ist uns die Kombination von Lautsprecher und Lichtorgel nicht, hatten wir bereits den JBL Pulse 3, die "Lavalampe" im Test. Das Beleuchtungskonzept ist hier allerdings anders angelegt. Alleine wegen der Größe müsste man diesen aber auch eher zumindest mit dem Flare vergleichen. Der Soundcore Flare Mini ist, wie es die Bezeichnung auch direkt offenbart, eine kompaktere Variante. Als Konkurrenz könnte man zum Beispiel den UE Woderboom 2 ausmachen. Mit diesem hat der Flare Mini auch mehrere Gemeinsamkeiten. Eine liegt beim Design. Als Abschluss setzen beide auf einen Mantel aus Stoff. Im Gegensatz zum Wonderboom 2 ist der Flare Mini allerdings nur in der Farbe Grau bzw. Anthrazit erhältlich.
Eine weitere Gemeinsamkeit besteht beim Schutz des Lautsprechers. Der Soundcore ist ist nach IPX7 zertifiziert, hält also auch einem dreißigminütigen Tauchbad mit einem Meter Tiefe stand. Sollte man bei der vorliegenden Oberfläche gar nicht meinen. Gerade diese ist aber dankbar über die Schutzklasse, denn Dreck kann einfach abgewaschen werden. Generell ein Pluspunkt, denn ein umgekipptes Glas oder aber auch ein Regenschauer ist bei einer (Garten-)Party keine Seltenheit. Ein Umfallen des Lautsprechers selbst dürfte aber eher selten vorkommen. Auf der gummierten Unterseite steht er seinen ~500g recht satt. Wo man ihn dabei aufstellt, ist beinahe egal. Denn der Flare Mini verfügt über einen 360 Grad Sound. Dazu strahlen zwei Treiber entgegengesetzt.
360 Grad trifft auch auf die Beleuchtung zu. Sie sitzt hinter einer Streuscheibe im unteren Rand und verfügt über fünf Modi. Über den Taster auf der Oberseite kann man zwischen Farbübergang, Farbpuls und rotierendem Farbübergang wählen. Hinzu kommen zwei Modi mit Soundaktiver Ansteuerung. Auch wenn man einen Beleuchteten Lautsprecher bestimmt noch nicht wirklich vermisst hat, macht sie schon irgendwie was her. Angesprochen fühlen dürfte sich insgesamt aber eher die jüngere Kundschaft. Vorstellen können wir uns den Flare Mini sehr gut beim Einstimmen in den Abend oder auch im Garten bei einem geselligen Beisammensein. Ein Ersatz für eine ausgewachsene Musikanlage ist er zwar nicht, aber das Farbspiel könnte schon einstimmen auf das was folgt.
Damit dem Bluetooth-Lautsprecher nicht für ein jähes Ende sorgt, hat man den Akku so ausgelegt, dass dieser 12 Stunden überdauern kann. Natürlich ist dies wie immer vom individuellen Betrieb abhängig. Der Hersteller erwähnt bei diesem Wert weder Lautstärke noch Lichtbetrieb. Geladen wird der Akku mittels Micro-USB-Kabel. Das erforderliche Netzteil muss einen Ladestrom von 1A leisten. Dennoch wird die Ladezeit mit 3,5h angegeben, was recht lang erscheint. An Steuerungselementen sind in der Oberseite mehrere Taster eingearbeitet. Die Bluetooth-, Power- und Beleuchtungs-Taste sind dabei beleuchtet, während die Lautstärke- und Funktions-Taste unbeleuchtet sind. Die unbeleuchteten Tasten kann man jedoch haptisch wahrnehmen. Über dreisekündiges Drücken des Bluetooth-Bedienfeldes kann die Kopplung mit einem weiteren Flare Mini oder Flare eingeleitet werden. Auch die Funktionstaste in Form des Marken-Logos erfüllt mehrere Funktion. Einmal Drücken kommt der Play/Pause-, zweimal Vorwärts- und und dreimal Rückwärts-Funktion gleich. Insgesamt also recht intuitiv. Der Druckpunkt ist bei allen etwas "matschig", was aber sicherlich auch mit der Schutzklasse zusammenhängt.
Auch wenn der Soundcore Flare Mini auf dem folgenden Bild etwas wie ein begossener Pudel neben dem Tribit MaxSound Plus steht, braucht er sich nicht vor diesem verstecken. Und das ist in gewisser Weise schon erstaunlich. Denn dieser ist neben den Vollbereichstreibern auch mit passiven Radiatoren zu Verstärkung des Tieftonbereichs bestückt. In Anbetracht des Preises und der Funktionen ist es fast der Flare Mini, der hier den MaxSound Plus nass macht. Ja, er kann beim Tiefton tatsächlich nicht ganz mithalten. Die Radiatoren erfüllen beim Tribit Lautsprecher ihren Zweck sehr gut. Insgesamt weiß der kompakte Soundcore Lautsprecher ab auch zu gefallen. Im Tiefton bzw. Bass-Bereich ist er natürlich ziemlich beschnitten, kaschiert dies aber recht gut indem der technisch mögliche Frequenz-Bereich sehr homogen wiedergegeben wird. Leider ist keine Lautstärke-Anzeige vorhanden um den Pegel exakt einschätzen zu können. Ab einem bestimmten Punkt (~80%) fängt nämlich der Hochton etwas reißaus zu nehmen. Gesang geht dann fast schon in Gekreische über. Hier merkt man einfach, dass die Vollbereichstreiber an ihre Grenzen laufen. Auch dem Flare Mini hätte eine Beschneidung in der Lautstärke gut getan. Kommt Spotify als Wiedergabequelle zum Einsatz, liefert der Flare Mini in der Summe eine solide Leistung ab, natürlich immer in Anbetracht der Größe und auch des Preises. Besonders Playlisten wie "Party Hymnen", also Charthits, elektronische Titel und Pop-Musik wollten dem Lautsprecher gefallen.
Der beworbene 360 Grad Klang geht übrigens ebenfalls gut auf. Läuft man im Kreis um den Lautsprecher nimmt man zwar schon leicht die "toten Winkel" wahr, aber so gering, dass eine zentrale Aufstellung des Flare Mini trotzdem für eine gleichmäßige Beschallung sorgen sollte. Um nochmal den Pegel anzusprechen, für kleine Räume reicht die maximale Lautstärke ohne Verzerrung durchaus aus. Mit einem zweiten Modell für das Paring dürfte man noch besser aufgestellt sein, da der Lautsprecher trotz des 360° Sounds immer sehr ortbar bleibt. Vor allem könnte bei passender Umgebung dann aber auch das Zusammenspiel der Lichteffekte noch cooler rüber kommen.
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