Kopfhörer

Test: beyerdynamic DT 240 Pro

Klangcheck

Damit der Kopfhörer sich auch klanglich wohlfühlt, spielten wir ihm Hi-Res-Material über einen stationären Cambridge Audio DacMagic Plus zu. Unterwegs wurde einmal mehr der Sony NW-ZX2 als Quellmedium herangezogen. Nach einer einwöchigen Hörtour querbeet durch alle Genres, möchten wir auf drei gehörte Titel etwas genauer eingehen.

beyerdynamic DT 240 pro 01k

Anfangen möchten wir mit einem Klassiker von Phil Collins. In the air tonight ist nicht nur im Original fest mit der Serie Miami Vice verbunden, sondern auch die Verfilmung aus dem Jahr 2006 greift diesen Song wieder auf, auch wenn der Titel auf dem Soundtrack deutlich kräftiger von der US-amerikanische Nu-Metal-Band Nonpoint interpretiert wird. Das begrüßt auch der Kopfhörer und fühlt sich, es hört sich jedenfalls so an, sauwohl mit dieser Songauswahl. Der DT 240 Pro packt eine gute Portion Kraft und Dynamik in den Song, liefert ein sattes Statement beim Hörer ab welches kaum Wünsche offen lässt. Einzelne Instrumente wie die Gitarren oder das Schlagzeug werden gut im Geschehen platziert und die Stimme des Sängers bekommt nicht nur die passende Aufmerksamkeit in der Darstellung, auch wird sie klar und sehr verständlich in der kräftigen Stimmfarbe präsentiert.

beyerdynamic DT 240 pro 03k

Ja irgendwie bleiben wir heute bei Filmhymnen. Mit seinem Auftritt in Rocky IV hat James Brown nicht nur optisch die damaligen etwas kühlen Verhältnisse zwischen den Amis und Russen dargestellt, auch der Songtitel Living in America hätte es nicht besser ausdrücken können. Ivan Drago hätte die Wiedergabe auf den beyerdynamic sicherlich gefallen, uns jedenfalls holt der DT 240 Pro mit seiner akustischen Darbietung ab und wirkt richtig leichtfüßig in seinem Auftreten. Rhythmus und Funk liegen dem Kopfhörer, er agiert klar und bildet die Nuancen hörbar ab und versorgt den Song mit der nötigen Dynamik, die den Titel so bekannt gemacht hat. Spaßige Angelegenheit und kleine Zeitreise für den Redakteur…

beyerdynamic DT 240 pro 02k

Langsam kommen wir dem Feierabend näher und möchten das ganze etwas ruhig ausklingen lassen. Damit wir aber unser Filmhymnen Thematik heute bis zum Ende treu bleiben, legten wir eine der besten Sängerinnen in die imaginäre CD-Schublade des mobilen Players. Welche Frau erinnert sich nicht an die Szene mit dem Schwert und dem Seidentuch aus dem Jahre 1993? Welcher Mann hätte damals nicht gerne auch den Job von Kevin Costner gehabt (…) Ich denke die meisten wissen von wem wir reden. Mit I will always love you hat sich die viel zu früh verstorbene Whitney Houston einen Meilenstein der Musikgeschichte erschaffen. Denn der Film Bodyguard gilt auch unter Männern als die perfekte Grundlage für das erste Date.

Auch der beyerdynamic Kopfhörer möchte da stimmungsvoll mitmachen und präsentiert dieses Meisterwerk mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Emotionalität. Die sensible Stimme verursacht regelrecht Gänsehaut und jede Kleinigkeit in der Stimme wird fein herausgearbeitet bzw. detailliert wiedergegeben. Der Beat sitzt stimmig im Bühnenbild, umrahmt das akustische Geschehen passend und wird erstklassig vom einsetzenden Saxophon unterstützt. In die ganzen hohen Tonlagen möchte der Kopfhörer aber nicht vorstoßen, da bleibt er etwas bodenständig und minimal zurückhaltend. Damit agiert er aber auch nicht anstrengend im Hochtonbereich. Daran könnten sich Freunde von klassischer Musik etwas stören und machen ihn eventuell nicht unbedingt zum idealen Begleiter in diesem Genre. Uns hat die durchgängig gute Performance als auch klangliche Leistung überzeugt.


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