Fangen wir zunächst mit der Aufbewahrungsbox an. Wie bereits angesprochen, fungiert diese ebenfalls als Ladestation und das nicht nur stationär, sondern auch unterwegs. Zur Kontrolle des Ladestands sorgen die fünf kleinen Dioden in der Front. Diese leuchten immer dann auf, wenn man den Deckel öffnet, welcher übrigens mittels Magnet recht sicher verschlossen bleibt. Magnete werden zudem auch eingesetzt um die beiden Stöpsel sicher zu verwahren. Sie werden regelrecht angesaugt, führt man sie in die Mulden ein. Das Verstauen der In-Ears schaltet diese auch gleichzeitig ab. Eine andere Weise des Ausschaltens ist nicht vorhanden.
Das soll aber auch nicht weiter stören, da man die kleinen Teile auch zu schnell verlieren könnte, würde man sie nicht sicher in der Box verwahren. Das Einrichten der Kopfhörer bei der erstmaligen Nutzung braucht eigentlich nicht einmal die Anleitung. Insofern Energie in den Akkus der Stöpsel steckt, schaltet man diese durch einen kurzen Klick ein. Das Paring leitet man dann ein, indem man auf einem der beiden lange die Taste gedrückt hält, woraufhin der Ring blau leuchtet, statt Weiß zu blinken. Nun braucht man am Zuspieler nur mit dem einen Orhhörer koppeln, woraufhin beide verbunden sind. Da das Aufzählen der verschiedenen Eingabemöglichkeiten über die Schalter zu mühselig wäre, kann man diese einfach der beiligenden Karte entnehmen.
Wie man sieht sind eigentlich alle üblichen Funktionen vorhanden und die Eingabe an sich auch nicht sonderlich kompliziert. Hat man sich mit der Bedienung an sich eingegroovt, kann man sich über den Sitz der Stöpsel her machen. Eventuell hat man mit der mittleren Größe aber auch schon das passende Paar montiert. Sollte dies der Fall sein, sollte man auf jeden Fall auch mal die Memroy Foam Tips ausprobieren. Diese funktionieren an sich ähnlich wie normale Ohrstöpsel. Man muss sie also etwas zusammenkneten, bevor man sie ins Ohr einführt. Der Unterschied zu den Silikon-Modellen ist eine höhere Abschirmung nach Außen, was sich etwas auf den Klang auswirkt, einen aber vor allem noch weniger von der Umwelt mitbekommen lassen. Der Halt ist bei beiden Versionen gut, was so zunächst nicht angenommen wurde. Immer mit der Angst konfrontiert, dass man einene der Stöpsel verliert, konnte dies weder beim Fahrradfahren, noch beim Joggen festgestellt werden.
Die Ausdauer der Söpsel zu messen, stellte sich im Alltag als Problem dar. Denn aufgrund ihrer geringen Größe neigt man immer sofort dazu, sie wieder sicher in der Box zu verstauen. Daher mussten sie auf dem Schreibtisch außerhalb des Gehörgangs vor sich hin dudeln. Die Lautstärke wurde dabei relativ hoch gewählt, da die Grundlautstärke der Melomanie 1 nicht sehr hoch ausfällt. Die angepriesene Laufzeit von neun Stunden konnten wir somit nicht erreichen. Nach etwas über acht Stunden war schluss, was aber immer noch eine beeindruckende Leistung ist. Nachdem die Stöpsel komplett leer genudelt waren, erschöpfte es den Akku der Box um einen Punkt, also mehr als 20%. Das viermalige Nachladen erscheint also auch hier im Rahmen des Möglichen zu liegen.
Kommen wir zum wichtigsten Teil, dem Klang. Hier hat der Hersteller eine ähnliche Richtung wie beim Yoyo S und Yoyo L eingeschlagen. Soll heißen - der Klang ist insgesamt sehr neutral. Hinzu kommt bei den Melomania 1 aber auch ein großer Hang zur Detailtreue. Die Graphit-Treiber nehmen sich sozusagen beinahe allen Frequenzen mit hoher Hingabe an. Beinahe aus dem Grund, weil wie auch bei den genannten Lautsprechern auf die tieferen Frequenzen mehr oder weniger verzichtet wird. Dabei ist es egal, in welchem Musik-Genre man sich bewegt. Bass kann man den In-Ears einfach nicht entlocken. Dabei hilft auch ein Equalizer des Zuspieler nicht weiter. Der etwas jüngere Hörer könnte mit dieser Auslegung vielleicht nicht ganz so zufrieden sein, sind meist die günstigeren In-Ear eher mit einem Hang zum Bass ausgelegt.
Das Fehlen der tieferen Frequenzen hat aber auch einen Vorteil, die Melomania 1 werden auch bei einer längeren Nutzung nicht unangenehm oder störend. Ton und tatsächliches Gewicht vermitteln somit sozusagen Leichtigkeit. Der Einsatz der Memory Foam Tips ändert zwar den Frequenzgang bzw. lässt die Kopfhörer dumpfer erscheinen, können das Defizit aber nicht ausmerzen.
Neben der reinen Musik-Wiedergabe funktioniert übrigens auch die Freisprechfunktion ausgesprochen gut. Bei keinem Telefonat wurde die Sprachqualität auf der anderen Seite bemängelt, auch dann nicht, wenn man sich im Zug oder Bus fortbewegte. Durch die kleine Bauweise der Kopfhörer erntet man sich dabei allerdings schon ein paar verwunderte Blicke der Mitmenschen.
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