Soundbars

Test: Nubert AS-250

 

Detailansichten

Auch bei der AS-250 hatten wir ein kleines Déjà-vu, denn der weißmatte Schleiflack, die massive Gehäusekonstruktion und die Membrane mit den großen Hubmöglichkeiten sind dieselben Attribute die uns schon von den nuPro Modellen A-100, A-700 oder AS-450 positiv hängen geblieben sind. Das Gehäuse besitzt die charakteristische eckige Form der Aktiv-Serie und auch die leicht abgerundeten Kanten sind hier wiederzufinden. Das dient nicht nur der optischen Auflockerung, sondern bietet auch einen akustischen Vorteil, denn diese Designssprache soll auch Kantendispersionen verringern.

 Nubert nuPro AS 250 02k

Wie schon das große Modell AS-450, ist im Online-Shop jedes nuPro-Produkt in zwei Farbvariationen erhältlich. Neben der hier abgelichteten weißen Schleiflack-Optik, steht auch eine schwarze Variante zur Auswahl. Der Schleiflack verfügt über eine sehr gleichmäßige Qualität und dank der mattierten Oberfläche sind Fingerabdrücke auf dem wertigen Gehäuse aus mitteldichten Faserplatten kein Thema. Auch an den Kanten wurde der Lack perfekt aufgetragen und nirgends waren Unterschiede in der Lackdicke oder irgendwelche „Nasen“ am Lautsprecher zu erkennen. 

 Nubert nuPro AS 250 05k

Mit den 70 Zentimeter in der Breite ist das AS-250 Sounddeck deutlich kleiner ausgefallen als die AS-450 Variante. Braucht aber trotzdem mehr Stellfläche als übliche Soundbars, die meist vor dem Fernseher platziert werden. Nubert konzipiert auch das kleinere Modell als einen Sockel für das TV-Gerät und kann somit unter dem Fernseher platziert werden. Oder Besitzer eines HiFi-Lowboards, wie z. B. von Roterring, platzieren es in einem Fach hinter akustisch transparenten Stoff unterhalb der Stellfläche. Auch beim Gewicht hat das kompaktere Modell abgespeckt und wiegt mit seinen 17 Kilogramm fast halb so viel wie die große 450er Variante.

Nubert nuPro AS 250 03k

Wem der technische Charakter mit den sichtbar verschraubten Chassis in der Front nicht so zusagt, für den legt Nubert eine anthrazite Frontblende mit in das Paket. Bis auf einen kleinen Ausschnitt für das Display, bedeckt diese Blende die komplette Front und verleiht dem Sounddeck einen dezenten Auftritt. Technisch gesehen ist das Sounddeck ein aktives Stereolautsprechersystem. Denn der innere Aufbau beherbergt zwei Digitalverstärker, die jeweils für den rechten und linken Kanal bis zu 80 Watt Nennleistung bereitstellen können. Die AS-250 verzichtet auf einen zusätzlichen Subwoofer im Gehäuse und arbeitet somit als Zweieinhalb-Wege-Lautsprechersystem. Die beiden seitlich untergebrachten Tief/Mitteltöner stellen dabei den „halben“ Weg dar. 

Nubert nuPro AS 250 04k

Für die klangliche Untermalung stehen dem Sounddeck zwei Seidengewebekalotten mit einer Größe von 25mm zur Seite, die eine speziell bedampfte Rückkammer besitzen und dank dem Einsatz von dünnflüssigem Ferrofluid eine hohe Belastbarkeit gewährleisten. Die Frontplatte wurde auf ein gleichmäßiges Rundstrahlverhalten optimiert und dass akustisch unauffällige Schutzgitter schützt vor Beschädigungen. Für den Mittel- und Tieftonfrequenzgang stehen insgesamt vier 120mm Tieftöner mit Polypropylenmembran zur Verfügung. Diese weisen einen strömungsoptimierten Aluminiumkorb auf.

Nubert nuPro AS 250 06k

Mit Hilfe der großzügig hinterlüfteten Zentrierspinne sollen Verzerrungen und Hitzestau vermieden werden. Dieses Zusammenspiel aus unterschiedlichen Schallwandlern soll im Ergebnis einen Frequenzgang von 36-22.000Hz ermöglichen und einen klassischen Zweikanalton ansprechend präsentieren können. Wer Wert auf virtuelle Surroundmodis oder andere "künstliche" Effekte legt, der sollte sich mit anderen Herstellern beschäftigen. Nuberts Philosophie ist es eher „echten“ Klang zu präsentieren, als qualitative Einbußen durch „Sound-Zauberei“ in Kauf zu nehmen.

Nubert nuPro AS 250 Remote Fernbedienungk

Trotz optischer und technischer Entschlackung im Vergleich zum größeren Modell, ist die AS-250 immer noch eindrucksvoll im Auftreten. Der Stereoaufbau bietet potente Verstärkertechnik und kombiniert das mit leistungsfähigen Schallwandlern, die so auch schon der A-100 gut gestanden haben. Dazu gesellt sich der integrierte DSP für die persönliche Klanganpassung und ein USB-Port für die Stromversorgung von Erweiterungsmodulen. Optisch ist die nuPro-Serie keine Überraschung mehr, aber das Design wirkt stimmig und dank Frontabdeckung kann das Sounddeck auch inkognito unterwegs sein. Wie wir auch schon bei den anderen, von uns getesteten nuPro-Modellen bemängelten, möchte die Fernbedienung nicht zur restlichen Verarbeitung passen und die komplett fehlende Wireless-Konnektivität ist auch nicht mehr up to date. So sind diese Schnittstellen zwar aufrüstbar bzw. nachrüstbar, aber eben auch wieder mit weiteren Investitionen verbunden. Das Nubert diese Problematik aber erkannt hat, zeigen die neue Aktiv-Lautsprecher aus der nuPro-X-Serie, die wir euch hier ausführlich inklusive Video vorgestellt haben.


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