Soundbars

Test: Bluesound Pulse Soundbar + Sub

 

Fazit

Bluesound hat mit der Pulse Soundbar und dem Pulse Sub ein interessantes Gespann im Portfolio, welches uns akustisch wie auch technisch durchaus überzeugen konnte. Klarer Pluspunkt ist die wertige Verarbeitung und das gewählte Material, welches die Soundbar zum echten Hingucker avancieren lässt. Das unterstreicht auch der hochwertige und sehr kompakte Subwoofer, der sich stehend als auch liegend überall im Wohnzimmer unterbringen lässt und dank der Wireless-Konnektivität kaum Grenzen bei der Aufstellung kennt.

Das BluOS ist ein mächtiges Betriebssystem, welches mit zu den umfangreichsten Multiroom-Systemen am Markt gehört. Unsere Ersteinrichtung war zwar etwas holprig, aber lief danach reibungslos. Die BluOS-Controller-App stellt eine sehr durchdachte und optisch ansprechende Möglichkeit dar, um eine smarte Steuerung der Soundbar zu realisieren. Der Umfang der Einstellmöglichkeiten ist enorm, ob klangliche Anpassungen, die Auswahl der gut sortierten Streaming-Dienste oder das Navigieren durch die Netzwerk-Dateistrukturen. Die vielen Steuerungsmöglichkeiten bieten dem Nutzer jeden Komfort den er benötigt und das BluOS bietet eine perfekte Grundlage für ein einfach steuerbares Multiroom-System in den eigenen vier Wänden.

Klanglich lieferte die Soundbar eine solide Performance. Das akustische Auftreten ist in den einzelnen Frequenzen stimmig abgemischt, ob dramaturgische Szenarien oder effektreiche Superhelden-Scharmützel, der Umgang mit verschiedenen Szenarien ist solide und zeichnet sich durch eine dynamische sowie gut aufgelöste Wiedergabe aus. Die räumliche Wirkung ist eher dezent rauszuhören, Effekte wabern zwischen TV und Hörplatz gut von rechts nach links, aber tiefer geht das Bühnenbild nicht. Auch ohne Subwoofer ist die Pulse Soundbar in der Lage, Filme oder Serien mit einer ausgeprägten Soundkulisse zu untermalen. Stimmen werden von der Bar mit der nötigen Aufmerksamkeit aus der Bildmitte zum Hörer projiziert und Filmmusik und Effekte besitzen Substanz und eine gute Ortbarkeit. Der kompakte Subwoofer unterstützt das untere Frequenzband, ist aber aufgrund seiner Bauweise  im Tiefgang limitiert. Der Bass sitzt präzise und besitzt für die meisten Szenen den richtig dosierten Punch, bei mächtigen Explosionen fehlt es aber etwas an richtiger Vehemenz. Sicherlich ist die Hauptaufgabe in der Filmwiedergabe zu finden, aber die Pulse Soundbar besitzt durchaus eine Prise Musikalität und kann kleinere Kompaktanlagen überflüssig dastehen lassen.

Die fehlende Fernbedienung ist für uns ein Kritikpunkt den sich der Hersteller gefallen lassen muss. Sicherlich arbeitet die Soundbar problemlos mit vorhandenen Fernbedienungen zusammen, aber erst nach der Einrichtung der App. Somit kann man das Produkt nicht Out oft the box genutzt werden und muss erst mit Hilfe eines smarten Gerätes eingerichtet werden. In dieser Preisklasse hätte eine externe Steuerungseinheit sicherlich nicht den Preisrahmen gesprengt. Dazu kommt der Verzicht auf eine HDMI-Schnittstelle, welche gerade bei einer Soundbar in dieser Preisklasse vorhanden sein sollte. Auch die Höhe der Soundbar ist nicht ganz unkritisch und dürfte bei einer Platzierung vor dem TV beim Großteil der aktuell erhältlichen Geräte für Probleme sorgen.

Die Kombination aus Bluesound Pulse Soundbar und Pulse Sub belastet das Budget mit aktuell um die 1700,- Euro. Einzeln ist die Pulse Soundbar für um die 999,- Euro zu bekommen und der Pulse Sub liegt bei 699,- Euro Marktpreis. Damit liegt das Bluesound Gespann preislich über der kürzlich getesteten Denon HEOS Kombination. Sicherlich ist BluOS ein Argument, umfangreich in der Ausstattung und sehr stabil im täglichen Umgang. Klanglich ist die Denon HEOS aber besser aufgestellt, bietet ein besseres Auflösungsvermögen und dank etwas mehr Räumlichkeit ist die Soundkulisse ausgewogener, als beim Bluesound Pendant. Zusätzlich besitzt die HEOS Bar auch die wichtige HDMI-Schnittstelle, worauf Bluesound für uns unverständlich verzichtet. Dazu ist der HEOS Subwoofer deutlich aktiver im Geschehen und bietet spürbar mehr Tiefgang, natürlich auf Kosten einer präsenteren Gehäusegröße.

Für uns ist die Kombination aus Bluesound Pulse Soundbar und Pulse Sub, für das Gebotene preislich zu hoch angesiedelt und wir können hier keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wer aber eine Soundbar benötigt und viel Wert auf BluOS als Betriebssystem legt, macht hier sicherlich nicht viel falsch. Muss aufgrund fehlender Alternativen aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen und Abstriche in Kauf nehmen.

 

 

Bluesound Pulse Soundbar + Pulse Subwoofer
BluOS trifft auf Soundbar mit kompakten Subwoofer- 31.05.2018

 
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     Pro   Contra Bluesound Pulse Soundbar Sub 02k  
 
  + Verarbeitung / Materialwahl
+ technische Ausstattung
+ BluOS / Multiroom
+ viele Einstellmöglichkeiten
+ unterstützte Streaming-Dienste
+ ausgewogene Klangausrichtung
+ kompakte Maße des Subwoofer

- fehlende Fernbedienung
- keine HDMI-Schnittstelle
- Soundbar zu hoch für eine Aufstellung vor dem Fernseher
- Subwoofer fehlt etwas Tiefgang
- Preisgefüge zu hoch für das Gebotene
 

  

 

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