Test: Teufel Cinebar 22 - 5.1 Soundbar

Teufel CINEBAR 22 newsDie Teufel Cinebar 22 Soundbar schickt sich an, das neue Preis-Leistungs-Highlight des Berliner Unternehmens zu werden. Auf der IFA 2025 angekündigt, ist diese 5.1-Kanal-Lösung mit Dolby Atmos Unterstützung nun final verfügbar. Wir haben sie ausführlich getestet – wie sie abschneidet, findest du im Artikel.

 

 

Die neue Teufel Cinebar 22 Soundbar-Lösung inkl. Subwoofer möchte an die Erfolge älterer Klanglösungen dieser Größenkategorie anknüpfen. Federführend und natürlich vom Namen ableitend ist damit die Teufel Cinebar 11 (zum Testbericht) gemeint. Jene ist mitunter für 299 Euro erhältlich. Aber zurück zur Cinebar 22. Diese wird es wieder in den Ausführungen Weiß und Schwarz geben.

Darüber hinaus findet sich mit auf der Habenliste Dolby Atmos sowie DTS:X und eine Funkübertragung an den Tieftöner. Wer möchte, der kann (optional) noch die Teufel EFFEKT 2 als Rear-Speaker in den Verbund hinzufügen um einen echten Mehrkanal-Klang zu erhalten.

Direkt am Klangriegel befinden sich eine Touch-Steuerung sowie ein kleines Farbdisplay, welches zahlreiche Informationen bereitstellt. Es kann gedimmt werden und schaltet sich nach kurzer Zeit automatisch ab, sodass es während des TV-Betriebes nicht stört. Selbstredend gehört auch eine Fernbedienung mit zum Lieferumfang. Jetzt der Clou: Es gibt keinerlei App-Steuerung. Entweder man stört sich daran oder präferiert diesen Weg, bei dem man die Lautsprecher einfach nur anschließen muss und direkt starten kann, ohne nervige Einrichtung oder Account-Erstellung in einer Software-Anwendung.

Auf der mittlerweile zurückliegenden IFA 2025 konnten wir weitere Impressionen und Eindrücke der neuen Soundbar sowie weiterer Produkte sammeln. Diese findest du im nachfolgenden Video: 

Ebenfalls mit dabei ist der T6 Subwoofer, der in beiden Fällen mit der gleichen Primärfarbe versehen ist und, wie bereits erwähnt, per Funk agiert. Es genügt ein Stromkabel für den Betriebszustand. Wer möchte, der kann natürlich auch einen T10-Subwoofer verwenden, der noch einmal deutlich mehr Tiefgang zu bieten hat. Nochmal kurz zurück zu der Chassis-Bestückung: Dedizierte Deckenreflektoren hat man hier nicht verbaut, das Prinzip funktioniert über Reflektionen und einer ausgeklügelten DSP-Schaltung. Wir waren also gespannt, was das System in der Praxis dann leisten vermag.

 

Als potentielle Kombinationen bietet der Hersteller direkt vier Bundles an, die verschiedene Anspruch-Szenarien innehaben. Das sog. Cinebar 22 Surround 7.1 Set, welches wir hier auch vorstellen, kostet 899,- EUR (als UVP). Weitere Kombinationen sehen wie folgt aus:

 

 

 

Soundbar  im Überblick
 Bezeichnung  Teufel CINEBAR 22
Preis  599,- EUR (UVP)
Garantie  2 Jahre
Hersteller-Homepage  www.teufel.de
Maße  Soundbar: 1000 x 78 x 147mm (BxHxT)
 Subwoofer:
120 x 420 x 420mm (BxHxT)
Gewicht  Soundbar: 5,1 Kg
 Subwoofer: 7,6 Kg
 
Design  5.1 Kanal
Frequenzband  33-24.000 Hz
Anschlüsse  ▪ 1x HDMI (Eingang)
 ▪ 1x HDMI (Ausgang)
 ▪ 1x Optisch (Toslink)
 ▪ 1x USB (Typ-A)
 
Gesamtleistung  235 Watt
Sonstige Features
 Bluetooth 5.3
 4K-Pass-Through
 AI Sound Pro, Dolby Atmos, DTS:X, Standard, Cinema, Game
Audio-Formate  Dolby Atmos, Dolby Digital, DTS:X, DTS Digital Surround

 

 


 

Weitere Detailansichten

Der Klangriegel macht einen wertigen Eindruck, in weiß wirkt diese nochmals ein Stück hochwertiger, als ohnehin schon. Das elegante eingefügte Frontgitter ist aus Metall. Das Display wurde auf Grund der Treiber-Bestückung seitlich platziert, was natürlich akustische Hintergründe hat, wie wir gleich sehen werden. 

Die Bedienung selbst kann entweder mit der Fernbedienung erfolgen oder für die grundlegenden Settings, über das Steuerfeld auf der Oberseite der Soundbar. Bei der Fernbedienung ist schade, dass man hier wieder auf Hochglanz-Kunststoff zurückgegriffen hat. Diese wirkt dadurch nicht sehr hochwertig und langlebig, von den zahlreichen, sichtbaren Fingerabdrücken mal abgesehen. Die Tasten und der Auslösepunkt hingegen sind wirklich gut gewählt und geben gutes, haptisches Feedback.

Teufel Cinebar 22 09

Den T6-Subwoofer kennen wir u. a. schon von der Cinebar 11 (zum Testbericht). Dieser aktive Tieftöner benötigt lediglich ein Stromkabel und kommuniziert auf dem Funkweg mit der Soundbar. Es werden mehrere Gummi-Bobbel mitgeliefert, sodass man diese entweder stehend oder liegend verstauen kann. Gerade im „Liegemodus“ lässt sich dieser auch gut unter einem Sofa verstauen. Mittels eines kleinen Schiebereglers direkt am Sub lässt sich auch der Aufstellort definieren. Aber auch ein Pegelrad für die Intensität ist vorhanden. Selbigen kann man aber auch an der Soundbar selbst nochmal verändern.

Teufel T6 Subwoofer - sehr flach aber dennoch leistungsstark

Rückwärtig mit Bassreflex-Öffnung und einigen Schalterelementen 

Wertig umgesetztes Frontgitter 

Durchaus interessant ist die Chassis-Bestückung der Soundbar. Das 3-Wege System bietet per se erst einmal 175 Watt an Leistung (nur Soundbar). In Summe wurden hier acht Chassis verbaut. Die nach vorn gerichteten Einheiten sind als Racetrack-Woofer konzipiert – wobei einer als dedizierter Center-Kanal agiert und eine Hochtonkalotte aufgesetzt bekommen hat, ergo als Koaxial-Treiber fungiert. 

Teufel Cinebar 22 Specs

Die beiden Stereo-Kanäle werden ebenfalls einzeln bedient und haben der Passiv-Membran auch je eine 25 mm Hochtoneinheit vorzuweisen. An den Außenseiten sitzten dann nochmal (links und rechts) je ein 50 mm Vollbereichstreiber, für eine immersivere, akustische Darbietung. Trotz Dolby Atmos Werbesprech finden wir leider keine Deckenstrahler vor, das wäre natürlich noch erstklassig und für die klangliche Performance deutlich besser gewesen. Als Frequenzbereich gibt man im Übrigen 33 – 24.000 Hz an.

Teufel Cinebar 22 03

Vorgesetzte Hochtonkalotte am Breitband-Chassis

Teufel Cinebar 22 04

Große Spulen- / Magnet-Aufbau des selbigen Chassis.

Mit den Maßen von 100 cm und 7,8 cm in der Höhe bekommt man eine mittelgroße Soundbar. Aufgrund der Höhe sollte man natürlich prüfen, inwiefern diese vor dem eigenen TV passt und ob sie ggf. ins Bild ragt. Mit einem Gewicht von 5,2 Kg (nur für die Soundbar) fällt sie auch in dieser Kategorie sehr solide aus. Der Subwoofer bringt nochmals 7,6 Kg auf die Waage.

Bei den Anschlüssen bietet die Cinebar 22 einen HDMI ARC/eARC Port, der auch 4K/120 Hz durchschleifen kann. Also perfekt für das Konsolenspieleerlebnis. Daneben gesellt sich noch ein weiterer HDMI-Port. Der Stromanschlussstecker ist ebenfalls abnehmbar. Ein digitaler Audio-Eingang und ein AUX-Anschlussbereich sind ebenfalls vorhanden. Bluetooth 5.3 mit AAC ist ebenfalls vorhanden, aber keinerlei WLAN-Netzwerkverbindung.

Teufel Cinebar 22 12

Anschlussbereiche befinden sich in verschiedenen Kammern

Teufel Cinebar 22 13

Wer die Soundbar beispielsweise direkt an einer Wand montiere möchte, der findet an der Rückseite dafür passende Vorrichtungen. Damit kommen wir auf der nächsten zum Praxistest bzw. der Klangeinschätzung der Anlage.

Teufel Cinebar 22 11

 


 

Praxis und Klangcheck

Teufel spricht im Übrigen selbst davon, dass die 5.1-Grundausführung, also ohne Rear-Lautsprecher, einen Raum von bis zu 35 m² befüllen können soll. Für die Einrichtung ist nicht mehr notwendig als entsprechende Anschlusskabel, mitunter nervige Apps werden nicht genutzt. Man kann also direkt starten. In diesem Fall haben wir vom Panasonic Z80B OLED (zum Testartikel) gebrauch gemacht. Dieser ist mit dem FireOS-Betriebssystem ausgestattet. Je nach TV sollte man im Übrigen auch darauf achten, dass hier die Audio-Signale durchgeschliffen und die Decodierung von der Soundbar vorgenommen wird.

 

Was zeichnet die Cinebar 22 jetzt also aus? Wie schon eine Seite zuvor betrachtet, sorgt die sehr gute Chassis-Bestückung dafür, dass Audio-Inhalte für eine Soundbar, unglaublich groß und sauber in der Darbietung klingen. Der Bühnenaufbau vor dem Hörer ist vergleichsweise groß und löst sich sehr gut von der Schallquelle. Im Grundsetting gibt der Klangriegel diese auch praktisch unverfälscht weiter, ohne selbst eine Eigeninterpretation hinzuzumischen. Mit dem Teufel spezifischen „Dynamore“-Setting bekommt man noch ein DSP-Preset mit an die Hand, welches die geschilderten Eindrücke nochmals vergrößert. Speziell in dialoglastigen Filmen wird hier eine vorzügliche Darbietung geboten. Im Menü befinden sich auch noch einige Profile für entsprechende Hörszenarien, u.a. ein Nachtmodus. Dieser senkt einige Pegelbereiche herab (…)

Teufel Cinebar 22 21 Teufel Cinebar 22 20 Teufel Cinebar 22 19

Ist der eigene Raum dafür vorgesehen, werden auch seitliche Reflektionen wahrgenommen. Ist dieser zu groß, gehen diese leider „verloren“. Aufgrund der nicht vorhandenen Höhenkanäle, findet dieser Bereich in der eigenen Wahrnehmung leider nicht statt. Auch rückwärtig bekommt man ohne dedizierte Kanäle keine wirkliche Akustik. Hier sorgen dann die beiden, optional erhältlichen Teufel EFFEKT 2 Lautsprecher, für Abhilfe.

Die Einrichtung ist kinderleicht - Menü das Pairing auswählen - Knopf drücken - fertig 

Nicht nur wenn man die beiden Rear-Lautsprecher mit im Verbund hat, sondern auch im Einzelbetrieb profitieren Filme und Serien enorm von der Atmos-Kompatibilität. Hier bekommt man als Anwender ein deutliches Plus an klanglicher Atmosphäre geboten. Mit aktiviertem Dolby Upmixer bekommt der Klang aber dennoch eine gewisse raumfüllende Attitüde, auch wenn im Rück-Bereich der Hörposition leider nicht sehr viel stattfindet. Gerade in epischen Film-Sequenzen, die viel von der bildgewaltigen und akustischen Atmosphäre leben, wertet die Soundbar deutlich auf.

 

Stative von Teufel sind ebenfalls erhältlich

Die Bühne bleibt stets sehr präsent, die beiden seitlichen Strahler sind bei genauem Achten auch heraushörbar und erzeugen eine gewisse Seitenreflexion im Raum. Schaltet man noch Dynamore hinzu, wird die vertikale Höhe der Bühnenpräsenz auch erweitert.

Teufel Cinebar 22 22

In Summe betrachtet erweitert die Cinebar 22 das vorhandene Klangbild deutlich. Die Chassis-Bestückung hat im Übrigen auch wieder einen elementaren Vorteil zum Tragen gebracht. Am Beispiel von einigen Streaming-Anbietern, die ihre Tonspuren katastrophal schlecht anbieten und den Center-Kanal in das Stereobild nicht einmischen (laut und leise zwischen Szenen), kann man hier zuvorkommen, da ja ein physisches Center vorhanden ist. Das ist TV-Alltag, ein Segen, und macht einfach mehr Spaß.

Kommen wir auf der nächsten Seite zum finalen Fazit. 

 


 

Fazit

Die Teufel Cinebar 22 stellt die konsequente Weiterentwicklung im Teufel-Universum dar und bietet auf vergleichsweise kompakten Maßen, sehr viel Leistung und viel Ausstattungspunkte. Das System geht im Verbund sehr potent auf allen Frequenzbereichen zugange. Wer noch etwas mehr „Wumms“ möchte, der kann ja Bundle mit dem T10-Subwoofer greifen. Bundle ist auch ein gutes Stichwort, hier bietet Teufel einige Kombinationen an, die auf verschiedene Szenarien aus sind. Perspektivisch dürften diese auch preislich nochmals attraktiver werden.

Der Preis dürfte vermutlich ein bestimmendes Thema sein: In der Grund-UVP erscheint diese ein wenig zu hoch, da Marktbegleiter mit ihren Produkten hier ebenfalls schon sehr gut aufgestellt sind. Unabhängig davon bietet die Cinebar 22, in ihrem bekannten Feature-Set, eine sehr gute akustische Darbietung, die in Summe ein sehr rundes Gesamtprodukt ergibt und den TV-Ton massiv aufwertet.

Die einzelne Chassis-Bestückung lässt die Soundbar gerade auch im Bereich der Dialogverständlichkeit ganz nach vorn in der Hackordnung aller Soundbars springen. Kaufen kann man diese direkt bei Teufel im Online-Store oder in den bekannten Shops vor Ort.

 

 

Bei Teufel direkt kaufen

Teufel Cinebar 22

599,- EUR
▪ 5.1-Soundbar mit Dolby Atmos
▪ Subwoofer liegend o. stehend platzierbar

 

Teufel Cinebar 22 Deal Teufel Cinebar 22 - 7.1 Surround Set

899,- EUR
▪ 7.1-System mit Dolby Atmos
▪ Mit kabellosen EFFEKT 2 Rear-Speakern
▪ Subwoofer liegend o. stehend platzierbar

 

Teufel Cinebar 22 - 5.1 Soundbar

Surround-Soundbar mit großem Funktion-Umfang und tollem Klang, 06.12.2025 
Pro
  • sehr solides Klangbild
  • Bühnenaufbau und Stimmenpräsenz
  • schickes Design, wertige Anmutung
  • nützliches und gut lesbares Display
  • Einrichtung sehr einfach, keine App
  • Im Bundle preislich attraktiv (7.1)
Contra
  • keinen Höhenkanäle (Atmos)
  • vergleichsweise etwas zu teuer

 

Teufel Cinebar 22 Award k 

 

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