Die grundlegende Aufmachung der Soundbar ist sehr schick und wertig. Im Vergleich zu etlichen anderen Produkten in diesem Genre, wird dieser Aspekt auch mit verwendeten Materialien untermauert. Auch wenn sicher viel Kunststoff verwendet wird, hebt die Stoffbespannung sich aber deutlich ab und bildet einen schicken Kontrast im Materialmix. Die gerundeten Formen wurden elegant ausgespielt und toll finalisiert. Sollte man an dieser Stelle ein Urteil fällen, so ließe sich sagen, dass das Sennheiser Produkt sehr erwachsen, reif und anmutig erscheint, sofern man diese Adjektive verwenden möchte.
Für die Steuerung derer gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Zum einen mittels der Fernbedienung, die im Lieferumfang mit dabei ist und alle notwendigen Steuermechaniken integriert bekommen hat. Sie liegt gut in der Hand, hat ein solides Gewicht und verspürt auch eine gewisse Haptik, passend zum Klangriegel. Die zweite Möglichkeit befindet sich auf der Oberseite der Soundbar. Hier wurden Touch sensitive Bereiche implementiert, mit denen man grundlegenden Funktionalitäten regeln kann. Lauter und leiser, die Quellenauswahl, Bluetooth-Aktivierung und sogar Titel lassen sich damit skippen oder zurückspringen. Die weiße Indikatorleuchte zeigt nicht nur den aktuellen Lautstärkepegel an, sondern ist auch für die Einrichtung des Klangriegels mit verantwortlich.
Gewissermaßen gibt es sogar drei Steuermöglichkeiten, die letzte wäre die Sennheiser Smart Control App. Hiermit ist es möglich, die wichtigsten Funktionen der Soundbar zu steuern, anzupassen, individualisieren und auch die Einmessung durchzuführen. Auf der nächsten Seite gehen wir darauf nochmal detaillierter ein.
Leuchtstreifen - Anzeige u.a. auch für Lautstärkepegel
Touch sensitive Tasten auf der Oberfläche der Soundbar
Das Buzzword AMBEO steht stellvertretend, wie eine „Klangverbesserung“, die sich in allen Bereichen positiv hervorheben will. Sennheiser nennt dies selbst „eine holistische Innovation in der Audiotechnologie“. Im Grunde baut die Soundbar ein Schallfeld auf, dass dem einer ausgewachsenen 7.1.4-Anlage ebenbürtig sein soll, jedenfalls in der Theorie. Zudem möchte Sennheiser auch Projekte mit Tonaufnahmen und Produktionen in 3D, VR (Virtual Reality) oder XR-Projekte (Extended Reality) oder virtuelle Ausstellungen ansprechen – Die AMBEO Soundbar soll der perfekte Partner sein, seine eigenen Inhalte darauf zu optimieren, sofern man sich in der Position dazu befindet. Mit Audiolösungen, wie dem AMBEO VR Mic oder dem AMBEO Smart Headset, die das reale Leben einfangen und detailgetreu wiedergeben, will man hier Content Creator ein Mittel an die Hand geben, das in die Produktionen mit einfließen zu lassen. Sollten künftig Tonformate wie MPEG-H sowie Abwandlung von Sony 360 Reality Audio relevant werden, kann man sich mit der Ambeo Soundbar zurücklehnen, denn ist bereits dafür gerüstet.
Der Aufbau unter den Abdeckungen liest sich mindestens genauso spannend wie die restlichen Ausstattungspunkte. Die reine Leistung wird mit 400 Watt (Class-D) angegeben. Wie schon eine Seite zuvor geschrieben, bringt der optionale AMBEO Sub nochmal weitere 350 Watt in die Waagschale. Es muss aber nicht zwingend dabei bleiben, man kann auch noch weitere per Funk koppeln.
Wie auf der Explosionszeichnung zu sehen, hat der Hersteller sieben 2 Zoll (ca. 5 cm) Vollbereichstreiber verbaut, zwei davon sind nach oben zur Decke hin gerichtet. Für die seitliche Abstrahlung bzw. zur Verbesserung der Immersion sind natürlich auch zwei davon an den Stirnseiten untergebracht. Zwei weitere 4 Zoll (ca. 10 cm) Chassis sind ebenfalls in der Horizontalen verbaut und nach oben ausgerichtet. In der Praxis werden die Membranen effektiv von einem gut implementierten Schutzgitter abgedeckt und sind schematisch auch zu erkennen.
Hervorragend gerüstet sieht sich der Klangriegel auch im Anschlussbereich. Ein HDMI 2.1 eARC-Ausgang in Richtung des TV-Gerätes und zwei HDMI 2.0-Ports zum Anschluss weiterer Geräte finden sich an der Soundbar. Des Weiteren hat man diese mit einem Cinch-Anschluss versehen, beispielsweise um einen älteren CD-Player anzuschließen, einen optischen Toslink-Port, RJ45-Netzwerkstecker und einem Subwoofer-Ausgang, möchte man ein passives Gerät anklemmen. Das Stromkabel ist erfreulicher Weise abnehmbar und kann gegen ein individuell langes getauscht werden, sofern es erforderlich wird. Auf der Unterseite ist zudem auch ein Sticker angebracht, der alles nochmal visuell erklärt und den Anschluss somit für den Anwender deutlich vereinfacht. Gleiches gilt auch für den beigelegten Quick-Start-Guide, der alles bildlich sehr schön aufbereitet.
Anschlüsse alle nach hinten ausgerichtet und leicht versenkt
Zusätzlich mit weiteren Informationen versehen - leichter Anschluss möglich
Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit der Einrichtung und Nutzung via App, sowie auch dem Allgemeinen Praxischeck und natürlich dem ausführlichen Klangcheck.
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