Soundbars

Test: JBL Bar 5.1 Surround

 

Praxischeck / Klangcheck

Dank der vielen Schnittstellen an der JBL Bar 5.1 Surround, ist nicht nur eine Zuspielung über übliche Kabellösungen möglich. Hat man die Soundbar per WLAN oder Ethernet mit der heimischen Netzwerkumgebung verbunden, stehen neben Googles Chromecast auch Apples Airplay 2 dem Nutzer zur Verfügung. Somit kann nicht nur der Fernseher akustisch aufgewertet werden, für den einen oder anderen sollte das Gespann aus Soundbar und Subwoofer auch eine kleine Kompaktanlage obsolet machen und eben einfach über Streaming-Dienste diese zuspielen können. In unseren Ohren wird eine Soundbar aber nie eine ernsthafte Lösung für die Musikwiedergabe sein, der einfach der Stereoeffekt hier flöten geht. Auch wenn die JBL Soundbar das recht gut macht, Stimmen werden sehr klar und präzise präsentiert und das mit einem saftigen Volumen im Tieftonbereich abrundet. Sie kann musikalisch nur schwer eine hörbare Bühne erzeugen, da klanglich alles sehr zentral sitzt und wenig Raum zur Entfaltung erzeugt wird. Alles sicherlich auch eine Gewöhnungssache, wer wenig Geräte möchte und über solch eine Soundlösung abbilden möchte, bekommt hier eine Soundbar die in dieser Klasse das aber wirklich gut umsetzt.

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Wirklich interessant ist die Film- bzw. Tonwiedergabe im Zusammenspiel mit einem TV-Gerät. Hier kann sich der Nutzer entscheiden, ob er wie in unserem Fall die Soundbar auf ein Lowboard direkt unter dem Fernseher platziert oder die Haltebügel aus dem Lieferumfang für eine Wandmontage nutzt. Auch ein HDMI-Kabel liegt im Karton und somit kann man auch direkt loslegen. Praktisch ist hierbei die ARC-Funktion und das unser Panasonic TV auch die Soundbar am HDMI-Kanal erkennt. So lässt sich mittels der „alten“ TV-Fernbedienung die Lautstärke an der Soundbar regeln. Zwar wird diese CEC-Funktion nicht beworben, ist aber in Verbindung mit einem Panasonic Gerät (TX-58EXW734) nutzbar.

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Aber genug gesabbelt (...) wir wollen das Ding im Einsatz hören und neben Netflix mit ihren mittlerweile qualitativen sehr guten Produktionen, wurden auch Sportereignisse wie Bundesliga oder American Football und das quälende Privatfernsehen ausgiebig konsumiert, um der JBL Bar 5.1 Surround auf den Zahn zu fühlen. Im täglichen Fernsehprogramm überzeugt die Soundbar mit einer sehr deutlichen Stimmenwiedergabe und ausgeprägten Details, die sich recht gut von der Akustikstange lösen und etwas Räumlichkeit vor dem Hörplatz aufbaut. Der Subwoofer agiert hier eher im Hintergrund, so viel Action bzw. gute Tonspuren findet man im normalen TV kaum, dass er seine Qualitäten wirklich ausspielen kann. Ähnliches gilt auch für Sportübertragungen. Moderator und der Großteil der Atmosphäre kommen aus der Mitte des Bildes, was sehr stimmig zum Geschehen passt. Der Subwoofer hat bspw. bis auf das Trommeln der Fans im Hintergrund oder mal eine kurze effektreiche Werbeeinblendung, kaum etwas zu tun.

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Auch hier hätten wir uns von der Räumlichkeit der eingesetzten MultiBeam-Technologie mehr erhofft, es treffen zwar hier und da mal ein paar Effekte seitlich auf den Hörplatz, aber ein wirkliches Surround-Gefühl haben wir nicht erfahren können. Etwas anders stellt sich das bei der reinen Filmwiedergabe dar. Hier zeigt die Soundbar, was in ihr steckt bzw. der Subwoofer mischt sich erheblich deutlicher in die Soundkulisse ein und es wird eine kraftvolle Klangkulisse erschaffen, die es in sich hat. Gerade bei Produktionen wie The Avengers von Marvel ist der Subwoofer ständig am Ackern, untermalt das gute und leicht räumliche Klangbild der Soundbar mit Dynamik und imposanten Basseinlagen, dass in manchen Szenen die Nachbarn sicherlich auch etwas davon haben. Auch das Klangbild ist besser in der Präsentation als bei normalen TV-Formaten. Jetzt ist mehr Räumlichkeit gegeben, die seitlich agierenden Schallwandler arbeiten mehr mit, was man auch klar wahrnehmen kann. Auch wenn uns das Wort Surround dafür noch etwas zu hoch gegriffen ist, überzeugt die Soundkulisse mit klaren Strukturen, hörbaren Effekten und sehr kraftvollen Tieftoneinlagen. Macht richtig Bock auf der Couch sich Amazons oder Netflix-Blockbustern hinzugeben und stellt auch eine deutliche Klangverbesserung gegenüber eines üblichen TV-Sounds dar. Auf der nächsten Seite fassen wir das Alles nochmal zusammen und kommen zum Fazit. 


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