Plattenspieler

Test: Onkyo CP-1050 Plattenspieler

 

Der Praxistest

Um das Gerät in Betrieb zu nehmen, müssen wir uns erst einmal mit Einstellen des Tonabnehmersystem beschäftigten. Als ersten Punkt geht man die waagerechte Balance des Tonarms an, um sicherzustellen, dass der richtige Druck auf die Schallplatte ausgeübt wird. Vorrausetzung dafür, ist die vorherige waagerechte Ausrichtung des gesamten Plattenspielers mit Hilfe einer Wasserwaage. Die justierbaren Füße am Plattenspieler, die durch einfaches Drehen hoch- bzw. runtergeschraubt werden können, vereinfachen diese Ausrichtung. Hat man nun den Tonarm waagerecht, mit Hilfe des Gegengewichts ausgerichtet, widmet man sich noch der Anti Skating Einstellung und dann kann man sich seiner Schallplattensammlung hingeben.    

Onkyo CP 1050 Plattenspieler 12k

Wir verwendeten bei diesem Review ein Marantz SR6004 Receiver der auf keinen separaten Phono-Eingang zurückgreifen kann. Wir entschieden uns bei dem Phonovorverstärker für einen günstigen Dynovox TC-750. Dieser wird in diversen Audio-Foren als günstiger Geheimtipp gehandelt. Selbiges Urteil können auch wir dem "kleinen" Phonovorverstärker bescheinigen. Eine brummfreie und kraftvolle Wiedergabe war zu jeder Zeit sichergestellt. Um die Wiedergabe des Onkyo Plattenspieler zu beurteilen, kamen wieder unsere Standlautsprecher C97 aus dem Hause Jamo zum Einsatz. 

 

Musikwiedergabe 

Als erstes wurde mit der LP Led Zeppeling II remastered by Jimmy Page gestartet. Der erste Song auf der LP Whole Lotta Love ist legendär und rockt direkt das Wohnzimmer. Die Höhen werden sehr sauber und dynamisch wiedergegeben - lassen den Song also sehr lebendig wirken. Im Bassbereich zeigt der Onkyo auch keine Schwächen und zimmert uns kräftige Gitarrenriffs ins Wohnzimmer. The Lemon Song wird auch kraftvoll präsentiert und die Stimme von Robert Plant wird genial abgebildet. im Zusammenspiel mit den Riffs von Jimmy Page wird man direkt in das Jahr 1969 gebeamt. Die ganze LP macht Spaß und wirkt charaktervoller als auf der digitalen CD, die Songs werden wärmer und im Bassbereich deutlich kräftiger wiedergegeben.       

Dire Straits` erstes Live Album darf hier auch nicht fehlen und so landete auch Alchemy auf unserem Plattenspieler. Auch hier zeigt der Spieler eine sehr gute Performance in der Wiedergabequalität. Egal welcher Track auf der Doppel-LP angespielt wird, die Instrumentenwiedergabe ist erstklassig, sehr lebendig und es entsteht ebenfalls der Eindruck einer deutlich wärmeren Wiedergabe gegenüber dem digitalen Pendant. Bei Tunnel of Love kommen die verschiedenen Instrumente sehr klar differenziert beim Hörer an. Die kraftvolle Stimme von Herrn Knopfler wirkt schön losgelöst.   

Als letzte LP entschieden wir uns für Paul Kalkbrenner Berlin Calling Vol 1. Die LP ist perfekt um seine Nachbarn von seiner Musik gleich mit zu überzeugen. Der Track Aaron ist zwar eher ein chilliger Techno-Track aber der Onkyo geht gerade im Bassbereich heftig zur Sache und liefert dem Hörer ein sehr kraftvolles, aber auch feines Klangerlebnis. Bei Azure bietet sich der gleiche Höreindruck. Den Anfang des Tracks bildet der Onkyo sehr detailliert ab und sobald der Bass einsetzt, wird auch hier jeder Tieftöner im Lautsprecher mehr als ordentlich gefordert. Insgesamt gefällt die Wiedergabe von Technos-Tracks über einen Plattenspieler, da gerade das feine Knistern einer Schallplatte eine kleine Club-Atmosphäre in das heimische Wohnzimmer zaubert. Der Höreindruck der verschiedenen Musikrichtungen weiß zu gefallen und gerade die etwas wärmere und dabei "charaktervollere" Wiedergabe einer Schallplatte, ist vielleicht auch die Eigenschaft, die Schallplatten solange überleben lassen hat. Die Musik macht einfach mehr Spaß, wirkt lebendiger und kommt nicht so "steril" daher, wie auf einem digitalen Medium. Kommen wir zum Fazit.     


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