Plattenspieler

Test: ELAC Miracord 80

 

 

Einrichtung und Praxisbetrieb

Um den Miracord 80 in Betrieb zu nehmen ist nicht viel nötig. Der massiven Aluminiumdrehteller muss nur auf die Stahlachse gesetzt werden, den beiliegenden Riemen um den Motor und Drehteller spannen und schon kann es losgehen. Moment, wir haben ja garkeinen Tonabnehmer… Doch, aber noch in der Verpackung.

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Wie schon erwähnt, ist in unserem Fall kein Tonabnehmer vorinstalliert, wir haben uns aber den ELAC D96 mitschicken lassen, den Clearaudio und ELAC gemeinsam entwickelt haben. Das Moving Magnet System agiert mit einer Aluminiumnadel inklusive Diamantschliff, benötigt eine Auflagekraft von 2,2g und muss mit den vier Kabeln des beiliegenden Headshells (CNC gefräst) verbunden werden. Dafür ist der Tonabnehmer praktischerweise an den Anschlüssen farblich codiert.  

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Um die Installation des Tonabnehmers zu erleichtern, ist auf der Verpackung ein QR-Code aufgedruckt, wo eine Anleitung von ELAC hinterlegt wurde. Die Montage muss man aber nur selbst vornehmen, sollte man dem Plattenspieler ohne erwerben und nachträglich diesen Tonabnehmer installieren wollen. Denn für 300 Euro Aufpreis bekommt man den Dreher inklusive vormontierten und justierten Tonabnehmer ELAC D96 und kann direkt loslegen, ohne nervige Auflagekraft oder Anti-Skating Einstellungen vornehmen zu müssen.

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Im Betrieb zeigt sich der Miracord 80 von seiner entspannten Seite. Auch wenn auf einen automatisierten Tonarm verzichtet wurde und alles manuell alles erledigt werden muss, strahlt der massive Drehteller eine entschleunigende Ruhe aus. Wer Musik über Vinyl konsumiert, hat es nicht eilig und sucht sogar diesen „Effekt“. Das massive Gewicht des Aluminiumtellers läuft sehr geschmeidig über die gehärtete Stahlachse mit ihren zwei Sinterbronzebuchsen und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Dank des massiven Gehäuses sind Stöße oder Vibrationen kaum ein Problem, selbst bei höheren Lautstärken mit heftigen Basseinsätzen blieb die Nadel in ihrer Rille. Gleiches gilt auch für den Tonarm bzw. dem eingesetzten Tonabnehmer, der nach richtiger Justage sauber und sicher auf der Scheibe läuft. Auch der Motor selbst gibt keine hörbaren Geräusche von sich und der Antrieb arbeitet kultiviert vor sich hin.

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Klanglich wollen wir jetzt das nicht ins Unendliche ausführen, viele werden wohl ihren eigenen Tonabnehmer installieren. Aber das von ELAC angebotene D96 System klingt rund in seiner Preisklasse, überzeugt mit einem guten Auflösungsvermögen und stimmigen Dynamik, sodass klassische Vinyls wie von Mozart genauso Spaß machen, wie Metallica mit ihren fetten Gitarrenriffs oder sanfte Stimmen wie Anette Askvik. Das Gespann spielt sehr homogen angestimmt, hat jetzt keine besonderen Stärken die klanglich zum Vorschein kommen, aber eine stimmige Kombination, die dem Käufer an die Hand gegeben wird - also ein guter Start in die Vinylwelt. Aufrüsten geht ja bekanntlich immer noch und Potenzial bringt der Miracord 80 in jedem Fall mit.


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