LGs intuitive OS-Steuerung gibt es nun bereits seit einigen Jahren in den TV-Modellen und entspringt ursprünglich der Feder von Hewlett-Packard, die damit einst die eigenen Palm-Geräte bestückten. Die 2018er OLED-Geräte arbeiten mit der Vorleistung von HP bereits in der Version 4.0 – mit dem Software-Stand von früheren Ausführungen hat das Ganze aber nur noch wenig zu tun. Gleich mal vorne weg, LG hat alle Geräte mit dem Release 4.0 ein Update zur Spracheingabe in den Google-Assistent bereitgestellt. Darunter befindliche Versionsnummern (webOS 3.5) bekommen dieses nicht mehr.
Die Einrichtung geht binnen weniger Minuten von statten und wird grafisch hübsch in Szene gesetzt. Wichtige Reiter wie die Netzwerk- bzw. WLAN-Verbindungen können an dieser Stelle sofort hinterlegt werden. Gleiches gilt auch für die Sendersuche, welche wir im Rahmen dieses Berichts aber selektiv betrachten wollen. Zum Betriebssystem selbst gibt es nur einige wenige Worte zu sagen, es läuft einfach nur verdammt flüssig und reagiert sehr schnell auf Eingaben, welche zu 90% umgesetzt werden. Spielt man jetzt beispielsweise 4K-Inhalte direkt über den Netzwerk-Share oder eines Streaming-Dienstes ein, dauert es mal einen Wimpernschlag länger, bis der „Befehl“ umgesetzt wird. In Summe aber ein marginal zu verachtender Aspekt.
In Kombination mit dem Pointer der Fernbedienung bietet LG aktuell das wohl am komfortabelsten zu bedienende Setup aus Betriebssystem-Eingabe und Ausgabe an – was auf den einzelnen betrachtet aber auch geschmacklich anders ausfallen kann.
Die nachfolgend angerissenen Themenpunkte bzw. Screenshots können, sofern man es möchte, direkt bei der TV-Einrichtung mit abgeschlossen werden. Die Möglichkeiten welche man als Anwender hat seinen Tuner-Settings anzupassen sind wirklich sehr umfangreich. Man kann natürlich auch das Gerät auf „Automatik“ alles suchen lassen, oder geht direkt in das Feintuning um beispielsweise Transponder für Übersee-Sender anzupeilen. Die Auswahl hält da das komplette Spektrum bereit, was natürlich auch für die Wahl des entsprechenden Satelliten selbst gilt.
Eine nachträgliche Sendersuche ist ebenfalls kein Problem und kann jeder Zeit bequem aus dem Menü heraus gestartet werden. Die weitere Sortierung oder Filterung wird schlussendlich an anderer Stelle vorgenommen, wozu aber im weiteren Verlauf noch kommen werden.
Hat man schlussendlich seine Sender eingerichtet, gibt es mehrere Wege sich die Vorschauliste oder den Programm-Guide zu Gemüte zu führen. Aber vorher soll nicht unerwähnt bleiben, dass der TV direkt nach Regionscode eine Sendersortierung vorgenommen hat, was in unseren Fall natürlich bequem war und ist, da die deutschen Sender von der „Logik“ her nach vorn sortiert werden. Eine umfangreiche Kategorisierung, Sortierung oder Favoriten-Listen sind ebenfalls kein Problem. Eine entsprechende Zeitachse zeigt an wo man sich gerade befindet, wann das Programm begonnen hat oder enden wird. Der EPG selbst kann bis zu sieben Tagen im voraus die Daten wiedergeben.
Über Sub-Einstellungen kommt man direkt auch ins Aufnahmefeld was betätigen kann, sofern sich ein externes Medium (USB-Stick oder HDD) am TV befindet. Auch Serien-Aufnahmen im Sinne der Wiederholung lassen sich programmieren, genügend (externen) Speicherplatz natürlich vorausgesetzt. Intern hat der Fernseher nämlich leider keinen eigenen Speicher spendiert bekommen.
Die Umschaltzeit der Sender ist ähnlich schnell / langsam, je nachdem wie man es definieren möchte, wie auch bei anderen Geräten dieser OLED-Zunft. An dieser Stelle wollen wir nochmal auf unser Video verweisen, bei dem wir ab Minute 9:20 explizit auf diese hier aufgezeigten Punkte eingehen und auch die Senderumschaltzeit zu sehen ist.

Erweiterte Informationen und Funktionen bei Satellitenempfang
Wer möchte kann natürlich auch dank HbbTV die erweiterten Senderangebote eingespielt bekommen und nutzen. Die Funktionsweise ist komfortabel und reagiert schnell. Allerdings, so hatten wir es empfunden, wirkt der TV mit eingeschaltetem HbbTV extrem überladen, da sich zig Grafiken erst nach der Senderumschaltung aufbauen (…)
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