Das allgemeine Handling des TV-Gerätes kann als absolut tadellos und komfortabel bezeichnet werden. Das OS läuft sehr flott, ist vollgepackt mit Streaming-Möglichkeiten und bietet darüber hinaus noch einige Funktionen. Was aber wirklich hervorragend ist, das ist die Bildqualität. Nicht nur die nachfolgenden Messergebnisse attestieren das, sondern auch die wirklich subjektiv empfundene Darstellungsgüte verschiedener Inhalte, ob nun nativ als 4K-Material oder per komprimiertem Stream – der Sony liefert hier ein Bild auf allerhöchster Güte ab. Verwendet wurde hier in allen Fällen das „Professional“ Profil, was dem Filmmaker Mode von anderen Herstellern gleichkommt, nur nicht so betitelt wurde.
Bildinhalte aller Art, welche zugleich auch mit Bravour die Leistung des QD-Panels hervorheben können, gibt es zuhauf. Im Star Wars Universum beheimatet haben wir uns einige Beispiele herausgesucht, aber auch aus dem Marvel-Universum. Wie man evtl. auf den Bildern erkennen kann, werden „Leuchtspots“ bei maximaler Panel-Helligkeit exzellent hervorgehoben. Ein Beispiel: Die Weltraumblaster bei Roque One haben solch eine Leuchtintensität, dass dieses „Huschen“ im Millisekundenbereich eine sehr hohe Immersion im Wohnbereich erzeugt. Die HDR-Abstufungen im Bereich des Mappings kann man nach seinem Gusto selbst definieren und ein wenig ausprobieren – aber, einige Sequenzen aus Guardians of the Galaxy Vol. 3 rufen hier gute Bildbeispiele hervor, die tadellos dargestellt wurden.
Im Bereich der Zwischenbildberechnung lässt sich auch sehr viel Positives berichten. Die Abstufungen sind ebenfalls umfangreich und können gerade bei Animationsfilmen voll und ganz ihre Stärken ausspielen. Wenn man es übertreibt mit der Intensität, sind aber auch marginale Artefakte zu erkennen, aber eher weniger als mehr. Gerade Cars 3 ist ein schönes Beispiel, bei dem die Wirkung zur Geltung kommt. Der Sony schafft es, den Soap-Effekt so umzuwandeln, dass es nicht vollends unrealistisch wirkt, sondern immer noch toll.
Tolles Beispiel für die Zwischenbildberechnung – Disneys Cars 3
Der Input Lag beim QD-OLED-Panel des BRAVIA 8 Mk2 ist im Vergleich zu allen von uns getesteten OLEDs der letzten Zeit marginal höher. Ein LG OLED G4 (zum Test) hat einen gemittelten Input Lag von 9,2 ms vorzuweisen. Beim Panasonic Z95A fällt dieser marginal höher aus und hat im Durchschnitt, aus den drei Messfeldern, 12,7 ms auf Tableau gebracht. Damit ist das Gerät aber immer noch voll und ganz gamingtauglich. Selbst ein LG OLED G5 (zum Test), erzielte keinen besseren Wert und landet bei 12,9 ms.
Der BRAVIA 8 II bringt einen gemittelten Wert von 16,5 ms zustande. Empfunden wurde das Spielerlebnis aber dennoch hervorragend, auch wenn das Panel vermeintlich doppelt so „langsam“ reagiert, wie das eines LG G4.
Die Farbdarstellung wurde im Professionell-Modus gemessen. Man liest in diesen Tagen immer von Superlativen, wie brillant und überzeugend das Bild sei. Das, was der Sony hier aber aufs Glas zaubert, hat uns überrascht – und zwar ganz gewaltig. Zwischen einem gemessenen Ergebnis und dem subjektiv Empfundenen gibt es mitunter auch immer noch ein paar Unterschiede, aber hier gleichen beide Parameter perfekt zueinander. Das Bild ist in allen Belangen hervorragend und nahezu perfekt in der Darstellung. Filmfreunde werden so absolut auf ihre Kosten kommen – das sieht einfach nur fantastisch aus.
ColorChecker Analyse HDR (oben)
Bestätigt wurde dieser Ersteindruck natürlich in allen Messdisziplinen. Im ColorChecker-Durchlauf ließen sich neue Bestwerte erzielen. Im HDR-Bereich fällt die Farbdarstellung exzellent aus. So ermittelten wir einen Avg DE2000 von 0,46. Auch im SDR-Bereich (unten) ließ sich eine sehr geringe Abweichung vom Avg DE2000 von 0,81 nachweisen.
ColorChecker Analyse SDR (oben)
Im Messbereich der Farbraumdarstellung wurde es dann nochmal spannender. So ließ sich der BT.2020-Farbraum zu rund 88,2% darstellen, was für ein OLED-Panel dieser Generation einen erstklassigen Wert darstellt. Der DCI-P3-Farbraum weist letztlich ebenfalls einen hervorragenden Wert von 98,57 % auf. QD-OLED typisch wird der P3-Farbraum fast perfekt abgedeckt, und zwar zu 99,97 % – mehr geht eigentlich gar nicht!
BT.2020 Farbraum wird zu durchschnittlich 88,4 % abgedeckt
DCI-P3 Farbraum wird zu durchschnittlich 99,97 % abgedeckt – referenzartige Darstellungswerte!
Ein kleines, aber wirklich wichtiges Detail trat in unserem konkreten Fall auf. Die Darstellung hatte, nicht immer sofort sichtbar, einen zu hohen Blaustich. Es bedarf hier nicht mal einer Neukalibrierung, sondern es genügt eine leichte Anpassung, welche wir nachfolgend.
Greyscale-Verlauf HDR-Bereich - präzise Verlaufskurve und nahe an der Referenzdarstellung
Wie äußert sich das Beschriebene jetzt nun? Die beiden nachstehenden Messkurven zeigen hervorragend auf, wie groß die bläuliche Abweichung in der Messkurve ist. Regelt man diese im Gain-Bereich 2-6 Punkte ab, ergibt sich eine nahezu perfekte Farbdarstellung (siehe zweite Messgrafik). Dieses Verhalten ließ sich im Professionell- und im Brilliant-Modus nachstellen.
Sollte heruntergestellt werden - der Blauwert
Greyscale-Verlauf SDR-Bereich - fasst perfekte Messkurve an der Referenz
| LG G5 | Sony BRAVIA 8 II | LG G4 | Panasonic Z95A | |
| Delta-E (weniger ist besser) | 1,25 | 0,81 | 1,08 | 1,33 |
| HDR-Helligkeit (10%, in nits) | 2067 nits | 1681 | 1696 | 1643 |
| UHDA-P3 Gammut | 99,5 % | 99,9 % | 98,7 % | 98,6 % |
| Rec. 2020 Gammut | 81,2 % | 88,4 % | 75,1 % | 74,2 % |
| Input Lag | 12,9 ms | 16,5 ms | 9,2 ms | 12,7 ms |
Bei der maximalen Helligkeit muss man ebenfalls differenziert betrachten. Zum einen messen wir mit dem Professionell-Modus und nennen ihn einfach Filmmaker Mode (obwohl er nicht so deklariert wurde) - und zum anderen wurde Brilliant-Modus gemessen.
Wie inzwischen bekannt, erzielen die Spitzengeräte, welche auf das 4-Layer-Tandem-Panel von LG Displays setzen, Spitzenwerte von rund 2500 nits. Was können wir also von der aktuellen QD-OLED-Generation erwarten? Sehr viel sogar! Stellt man sein TV-Gerät auf den Brilliant-Modus, ähnlich dem Vivid Mode von anderen Herstellern, ließen sich rund 2400 nits messen. Im 10%-Ausschnitt waren es dabei sogar immer noch 1693 nits.
Messergebnisse - Brilliant Profil
Messergebnisse - Professionell Profil
Wechseln wir auf den Professional Bildmodus, geht die Leuchtkraft merkbar zurück, ist aber immer noch auf einem sehr hohen Level einzustufen. Als Spitzenwert haben wir 1998 nits erfasst, im 10% Ausschnitt pegelte sich dies dann bei 1681 nits ein. Einem Wert, der vergleichbar mit der OLED-Generation (LG G4, Panasonic Z95A) aus dem Jahre 2024 ist – jedenfalls rein auf die Messwerte bezogen.
| Peak Luminance |
||
| Peak Luminance Window |
1% | 1998 nits |
| Peak Luminance Window | 2% |
1995 nits |
| Peak Luminance Window | 5% |
1990 nits |
| Peak Luminance Window | 10% | 1681 nits |
| Peak Luminance Window | 25% | 772 nits |
| Peak Luminance Window | 50% | 436 nits |
| Peak Luminance Window | 75% | 312 nits |
| Peak Luminance Window | 100% | 250 nits |
Damit haben wir alle wichtigen Mess- und Teilbereiche abgehandelt und kommen auf der nächsten Seite zum finalen Testfazit.
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