In der Redaktion stellten wir die Nubert nuLine 34 auf eine Kommode und hielten einen Abstand von 30cm zur dahinter liegenden Wand ein. Angeschlossen wurden die Lautsprecher an den Onkyo TX-8150 Stereo Verstärker und als Zuspieler kam ein Onkyo C 7030 CD-Player zum Einsatz. Für die Wiedergabe von hochauflösendem Quellmaterial, wurde auf die DLNA-Funktion des genannten Onkyo Verstärkers zurückgegriffen. Die Dateien selbst wurden aus dem heimischen Netzwerk gestreamt.
Mit den X AMBASSADORS und dem Song Jungle möchten wir die Hörsession eröffnen. So kräftig wie der Song von dem Album VHS anfängt, so heftig steigen die Nubert Lautsprecher in das Geschehen mit ein. Der Bass setzt ein Statement und lässt die nuLine 34 größer wirken als sie wirklich sind. Der rhythmische Gesang wird durch eine gute Räumlichkeit dem Hörer präsentiert. Der Hochtonbereich zeichnet sich durch ein ausgeglichenes und klares Klangbild aus. Die Stimme löst sich gut vom Schallwandler und es baut sich eine, für einen Regallautsprecher, recht große Bühne dem Hörer gegenüber auf.
Mit dem Track der Buhold von Paul Kalkbrenner möchten wir die Pegelfestigkeit ein wenig testen und fordern den Membranen einiges ab. Naja, mehr als ein müdes Lächeln ließ sich den Lautsprechern nicht entlocken. Es ist echt verblüffend, wie kräftig der Tieftöner zu Werke gehen kann und auch was für einen Membran-Hub er verkraftet. Der melodische Part im Song wird dabei aber keineswegs vergessen und fügt sich perfekt in das kraftvolle Geschehen mit ein, ohne dabei in den Hintergrund zu geraten. Wirklich erstaunlich wie kraftvoll so ein Kompaktlautsprecher sein kann, so beschallt die nuLine 34 einen Raum mit knapp 30m² souverän und wirkt dabei nie überfordert.
Zuletzt lauschen wir den leisen Tönen, um ein wenig die Feingeistigkeit des Schallwandlers zu locken. Mit dem Song Wallflower vom gleichnamigen Album der Künstlerin Diana Krall wird es ruhig im Höraum. Die feine rauchige Stimme wird erstklassig interpretiert und löst sich wunderbar vom Lautsprecher. Der Hör-Platz wird regelrecht "umhüllt" und die feinen Gitarreneinsätze unterstreichen das Musikgeschehen hervorragend. Das vom Song geforderte Frequenzband spielen die nuLine seriös herunter. Alles wirkt ehrlich, keine eigenständige Interpretation des Lautsprechers ist zu bemerken.
Die angegebenen 48Hz glauben wir Nubert aufs Wort. Der Tiefgang ist in dieser Klasse nicht selbstverständlich und auch diese Pegelfestigkeit trifft man nicht allzu oft an in dieser Größen-Gattung. Gleichzeitig schafft es Nubert aber auch die anderen Frequenzbereiche nicht zu vernachlässigen. Der Mittel-und Hochtonbereich kommt zu keiner Zeit zu kurz und wird immer richtig dosiert wiedergegeben. Das klangliche Geschehen löst sich jederzeit sehr gut vom Lautsprecher, brilliert mit einer ausgezeichneten Dynamik und präsentiert detailliert einzelne Instrumente. Alles in Allem eine runde Sache.
Mit dem rückseitig angebrachten Schalter bietet Nubert, wie schon erwähnt, die Möglichkeit die Klangcharakteristik des "nuOva" Hochtöners etwas anzupassen. Uns gefiel subjektiv bemessen, die Stellung "neutral" am besten. Für Räume wo der Hochtonbereich etwas in den Hintergrund rückt, z. B. durch viele schallschluckende Elemente, empfehlen wir dem Käufer die Stellung "brillant". Denn hier wird der Hochtonbereich um ca. 1-2 dB angehoben und agiert kraftvoller. Genau das Gegenteil bewirkt die Stellung "sanft", die in Hörräumen mit vielen reflektierenden Flächen zum Einsatz kommen sollte, da hier der Hochtonbereich etwas zurückhaltender unterwegs ist. Aber das sind nur subjektive Empfindungen und Empfehlungen, wie immer gilt auch hier "probieren geht über studieren". Kommen wir abschließend zum Fazit.
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