Lautsprecher

Test: Revel Performa M126Be

Detailansicht

Aus optischer Sicht bietet die M126Be eine gelungene Abwechslung im eher eckigen Lautsprechermarkt. Das massive Gehäuse verjüng sich nach hinten leicht und lässt den Lautsprecher sehr grazil auftreten, bietet aber immer noch knapp 10 Kilogramm Lebendgewicht. Denn an Material spart der Hersteller nicht. Dass Zuhause der Treiber ist unglaublich robust und stabil gefertigt, MDF ist auch hier das Material der Wahl, in einer sehr massiven Ausführung. Auf der Oberseite ist eine gewölbte Platte aufgesetzt, die einen metallischen Lack spendiert bekommen hat und in dem reflektierenden „Flakes“ eingebarbeitet wurden. Das lockert nicht nur den Gesamteindruck etwas auf, sondern verleiht den Lautsprecher das gewisse Etwas. Hier findet man auch den Schriftzug „Performa“ wieder, der vielleicht eine Hommage an Apples Macintoshs aus dem Jahre 1992-1997, oder vielleicht doch nur eine Anspielung auf den Anspruch von Revel ist? Er ist jedenfalls in der Namensgebung enthalten und hat somit seine Berechtigung.

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Wir haben hier die schwarze Variante vor uns, es gibt den Lautsprecher bzw. die komplette Serie aber in insgesamt vier Farbvarianten zu erwerben. Dazu zählen neben der hier abgebildeten Variante, auch die in den Hochglanz-Ausführungen Weiß, Walnuss und Metallic Silber. Um das interessante Zwei-Wege-System auch entsprechend einzufassen, entschied man sich in der Design-Entwicklung für einen massiven Aluminiumrahmen. Dieser schmeichelt den Treiber-Formen in dem er sie leicht nachahmt und bietet mit seiner matten Oberfläche einen stimmigen Kontrast im Übergang zum Gehäuse.

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Das Herzstück des Revel Performa M126Be ist der 1-Zoll-Beryllium-Hochtöner, der von einem 85-mm-Doppelkeramikmagneten angetrieben wird. Beryllium ist das vierte Element des Periodensystems und ein sehr seltenes Erdmetall. Es verfügt über sehr bemerkenswerte physikalische Eigenschaften, wie zum Beispiel eine sehr hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht, welches es zum idealen Material für einen Hochfrequenzwandler macht. Für die exakte Abstrahlcharakteristik wird dem Hochtöner ein Waveguide zur Seite gestellt, welcher farblich in einem weißen Farbton gestaltet ist. Der Tiefmitteltöner besitzt einen Durchmesser von 6,5 Zoll, was ungefähr 16,5 Zentimeter entspricht. Bei der Membran setzt Revel auf eine Keramik-Verbundwerkstoff-Aluminium-Mischung, was eine hohe Effizienz, mit weniger Kompression und geringen Verzerrungen ermöglichen soll. Gerade bei hohen Lautstärkepegeln sollen Verzerrungen nicht auftreten und prädestinieren den Kompaktlautsprecher zum Pegelfreund. Beide Schallwandler sollen zusammen eine Frequenzbereich von 54 - 44.000 Hertz abdecken können und werden bei 1.700 Hertz von einander getrennt.

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Aber auch die richtige Zuteilung der Signale ist den Revel Ingenieuren eine Herzens-Angelegenheit und statten die üppig ausgelegte Frequenzweiche, die am Boden des Lautsprechers befestigt ist, mit Filmkondensatoren und Luftkern-Induktoren im Mittelton- und Hochtonbereich aus. Leider spart man beim Anschlussterminal, welches zwar wertig in seiner Qualität ist, aber nur in einer einfachen Ausführung vorliegt. Bi-Wiring oder Bi-Amping ist nicht möglich, der Sinn sei mal dahingestellt, aber andere Hersteller bieten hier deutlich mehr und das trotz deutlich niedriger Preisklasse, was wir erst kürzlich bei den z. B. KEF R3 (zum Testbericht) erfahren bzw. sehen konnten. Aber auch die DALI Epicon 2 (zum Testbericht) sind hier deutlich wertiger aufgestellt.

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Für kleine Tieftonkorrekturen liegen den M126Be jeweils ein Schaumstoffpropfen bei, um den Bassreflex-Port bei einer wandnahen Aufstellung schließen zu können. Optisch präsentieren sich die Kompaktlautsprecher sehr ehrgeizig, wenn es um die Verarbeitungsqualität geht. Dem Lautsprecher hat man ein exzellentes Lackfinish verpasst, welches man hätte kaum besser machen können.

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Hinzu kommen hochwertige Materialien in der Front die für die stimmigen farblichen Akzente sorgen. Die leicht gekrümmte „Haube“ mit der metallischen Oberflächen rundet das Lautsprecherkonstrukt letzlich gekonnt ab. Warum jetzt das Anschlussterminal so „spartanisch“ gehalten ist, können wir uns nicht erklären, aber in dieser Preisklasse hätte es ruhig etwas wertiger sein dürfen bzw. müssen. Aber es kommt bei Lautsprechern immer auf den Klang an und dem wollen wir uns auf der nächsten Seite widmen.


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