Das Bassreflex-System rückseitig aus den Lautsprechern heraus. Um den nötigen Tiefgang zu gewährleisten, brauchen die Regallautsprecher etwas Luft nach hinten. Wie auch schon die zuletzt von uns vorgestellten Nubert nuLine 34 wurden auch die CX 30 auf eine Kommode gestellt, und hatten zur rückwertigen Wand rund 30cm Abstand. Angeschlossen wurden die Lautsprecher wieder an den Onkyo TX-8150 Stereo Verstärker. Als Zuspieler diente ein Onkyo C 7030 CD-Player. Für die Wiedergabe von hochauflösendem Quellmaterial, wurde auf die DLNA-Funktion des TX-8150 Verstärkers zurückgegriffen und Dateien aus dem heimischen Netzwerk gestreamt.
Um die Lautsprecher direkt zu fordern, entschieden wir uns für die britische Rockband Muse mit dem Titel Dead Inside. Dementsprechend verblüfft waren wir über die total entspannte Wiedergabe. Es wird eine klare und sehr räumlich wirkende Bühne aufgebaut, die jedes Instrument dem Hörer klar und differenziert präsentiert. Für einen Regallautsprecher überraschte auch der umfangreiche Dynamik sehr positiv, so waren Tiefgang, ausgeprägte Mitten bzw. Höhen jederzeit klanglich sehr ausgewogen und wirkten auch bei höheren Pegeln nicht angestrengend. Durch die recht große Bauweise, mit einem Netto-Volumen von fast 15 Litern, war auch ausreichend Druck im Bassbereich vorhanden und Tieftonpassagen wurden kraftvoll wiedergegeben. Der verbaute AMT-Hochtöner fügte seine abgegebenen Frequenzen sehr homogen in das Klangbild ein und überzeugte mit einem räumlichen Abstrahlverhalten und jederzeit feinen, nicht überzogenen Hochtonbereich.
Als nächsten Song entschieden wir uns für Brick by Brick von Katy Perrys MTV Unplugged Album aus dem Jahre 2009. Der Song ist auf ein Minimum an Instrumenten beschränkt, aber trotzdem sehr melodisch unterwegs. Was auch größtenteils, wen wundert es, an der Interpretin liegt. Die Stimme von Misses Perry liegt den Lautsprechern sehr gut, denn diese wirkt sehr fein vom Schallwandler losgelöst, wird dabei dynamisch in den Hörraum "gefeuert" und lädt zum Genießen ein. Auch die minimalistischen Gitarreneinsätze werden stimmungsvoll, vom Timing perfekt, dem Gehörgang präsentiert. Die Lautsprecher wirken zu keiner Zeit überfordert, auch wenn der Volumenregler in den Grenzbereich vorstößt. Eher macht das Gehörte Lust auf Mehr - es ist erstaunlich, was die "kleine" Regalbox für einen Pegel erzeugen kann. Sogar auch in größeren Räumen, in unserem Fall waren es ca. 30m².
Zuletzt legen wir die CD von Marteria in den Player und mit dem Song Wie mach ich das klar vom Album Zum Glück in die Zukunft, brachten wir die Tieftöner in Bewegung. Der Song bietet ein tiefes Bassfundament und die Lautsprecher geben das auch gut dem Hörer wieder. Trotz des relativ kleinen Volumens, ist der Tiefgang für einen Regallautsprecher sehr ausgeprägt und dabei jederzeit druckvoll und präzise. Der sehr basslastige Rap-Gesang von Marteria wird auch dynamisch dem Hörer präsentiert. Als Jan Delay in den Refrain einsteigt ergibt das ein insgesamt sehr homogenes Klangbild.
Das durchweg überzeugende Klangbild bescheinigt dem Stereopaar, dass sie melodisch und zurückhaltend agieren können, aber auch wenn es die Musikrichtung verlangt, voll zulangen können. Für eine Regalbox klingen die Saxx Schallwandler sehr ausgewogen und bieten ein sattes Bassfundament mit einer zugleich schönen Höhen- bzw. Mitten-Präsentation. Genau das Richtige für Leute die keinen Platz für große Standboxen haben und deswegen auf kleinere Lautsprecher zurückgreifen müssen. Kommen wir zum Fazit.
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