Es hatte sich auf der IFA 2018 schon angedeutet und hat sich jetzt bei uns auch bestätigt. Die optische Frischzellenkur der Oberon-Serie ist der dänischen Manufaktur mehr als gelungen. Die neuen Farben orientieren sich klar an moderne Wohneinrichtungen und sollten auch ein jüngeres Publikum optisch ansprechen. Dazu kommen die gelungenen Frontabdeckungen, die mit einer geschwungenen Linie und neuer Farbgebung die Serie nochmals aufwerten. Aber auch bei der Verarbeitung bzw. Qualität lassen sich die Dänen nicht lumpen. Unser Modell wurde erstklassig foliert, mit einer fühlbaren und klasse aussehenden Oberfläche, welche die Oberon 7 eng und passend wie eine Haut trägt. Dazu kommt ein massives Gehäuse mit feinen Detaillösungen, wie dem schlanken Standfuß.
Aber auch klanglich hat die neue Serie einiges zu bieten und die Anleihen aus der High End-Serie des dänischen Herstellers, kann man auch hören. Zwar arbeitet die große Oberon 7 nur als 2-Wege-System, was beide Tiefmitteltönern zuständig für Mittelton und Tiefton macht. Aber dafür ist die Abstimmung DALI sehr gut gelungen, das Auflösungsvermögen im Mitteltonbereich ist klar strukturiert unterwegs, wird von einem Tiefton begleitet, der zwar nicht in die Abgründe des Frequenzkellers abtauchen kann, aber eine sehr knackige und druckvolle Performance aufs Parkett legt. Stimmig abgerundet wird das Klangbild von einem detailverliebten Hochtöner. Diese Seidenkalotte filetiert sehr entspannt das obige Frequenzband in die einzelnen Komponenten und fügt es mit dem Tiefmitteltönern zu einem schmackhaften Hauptgang zusammen.
Wer war oder was war noch gleich die Zensor Serie? Mit der Oberon Serie hat DALI einen mehr als würdigen Nachfolger der so erfolgreichen Serie kreiert. Und betrachtet man dieses Gesamtpaket der hier getesteten DALI Oberon 7, ist es schwer vorstellbar das diese Erfolgsgeschichte endet. Denn mehr Lautsprecher zu einem Stückpreis von 499,- Euro dürfte schwer zu finden sein.
Aber wir wollen natürlich auch über den Tellerrand schauen und von uns schon getestete Modelle vergleichen. In dem Preisrahmen tummeln sich auch die ELAC Debut F6.2 (449,- Euro Stückpreis), die eine ähnliche Ausrichtung im Klangbild aufweisen, aber analytischer und satter im Tieftonbereich sind. Optisch aber nicht der modernste Lautsprecher und bei der reinen Verarbeitung muss sich die ELAC Standbox sich der Oberon 7 geschlagen geben. Bei der XTZ Spirit 11 (425,- Euro Stückpreis) ist die Verarbeitung ähnlich gut und modern gehalten. Auf akustischer Ebene bieten beide Lautsprecher eine eher warme Klangcharakteristik, wobei die XTZ ihre Stärken im Mittel-Tieftonbereich beherbergt und DALI dann eher den Hochtonbereich besser ausformt. Abschließend schmeißen wir noch die KEF Q550 (499,- Euro Stückpreis) mit in den Ring. Die KEF Lautsprecher sind sehr bewandert im Bereich Details und Neutralität, die Uni-Q-Chassis ist präzise und talentiert wenn es um die Aufbereitung von hochauflösendem Material geht, jedenfalls im Hoch- bzw. Mitteltonbereich. Das kann die Oberon 7 auch, wenn auch nicht ganz so strukturiert, bietet dafür aber mehr Kraft im unteren Frequenzbereich und ist optisch besser verarbeitet.
Von allen hier aufgezählten Modellen, verfügt die DALI Oberon 7 unserer Meinung nach das stimmigste Gesamtpaket aus Optik und Klang. Folgerichtig erhält dieser Lautsprecher somit unsere höchste Auszeichnung im Preissegment bis 500,- Euro (Stück). Herzlichen Glückwunsch DALI!
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DALI Oberon 7 - Standlautsprecher |
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| Pro | Contra | |||
| + Designsprache + wertige Verarbeitung + stabiler / schlanker Standsockel + gelungene Frontabdeckung / Metallstifte + ausgewogenes Klangbild + wohl akzentuierter Hoch-Mitteltonbereich + gutes Timing im Bassbereich + Preis-Leistung |
- Aufnahmebuchsen für Abdeckung sichtbar |
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