Lautsprecher

Test: ELAC Debut B6.2 Regallautsprecher

 

Detailansicht

Optisch unterscheidet sich die neue Debut 2.0-Serie deutlich von der erst 2015 vorgestellten Vorgängerserie. Die einzige Gemeinsamkeit die wir zwischen beiden Serien finden konnten, ist das Gehäuse mit seiner schwarzen Esche Oberfläche. Dieses ist aus massiven MDF gefertigt. Im Gegensatz zu den sonstigen Kieler Neuvorstellungen sind die Debut in ihrer Formspracheeher eher eckig gestaltet, was mitunter auch dem Preisgefüge und der damit verbundenen Produktion geschuldet ist. Darunter leidet aber keinesfalls die Wertigkeit und wir können ELAC eine gelungene Verarbeitungsqualität bescheinigen.

Elac Debut B6 2 01k

Das Gehäuse mit seinen siebeneinhalb Kilogramm Gesamtgewicht besitzt eine optisch ansprechende Oberfläche, die schwarze Esche Optik wurde mit Hilfe einer Vinylfolierung erreicht, die man so mittlerweile in jeder Einsteigerklassen unterschiedlicher Hersteller wiederfindet. Aber auch diese wurde qualitativ gut verarbeitet. Kanten sind sauber gefalzt, folgen der klaren Form und überzeugen in der Umsetzung.

Elac Debut B6 2 02k Elac Debut B6 2 03k

Die Front wurde grundlegend zur Debut „1.0“ Serie überarbeitet und wirkt nicht mehr ganz so clean in ihrem Auftritt. Die Tiefmitteltöner werden sichtbar verschraubt, sitzen in einer Kunststofffassung, die von dem großen Schutzgitter des darüber liegenden Hochtöners unterbrochen wird. Auch entschied man sich das Bassreflexrohr des 2-Wege-Systems nach vorne zulegen, beim Vorgänger strahlte das noch rückseitig ab. Die mitgelieferten Schutzgitter werden über jeweils sechs Steckbuchsen sicher an der Front gehalten und verleihen montiert dem Lautsprecher ein sehr dezentes Auftreten.

Elac Debut B6 2 05k

Aber nicht nur die optische Erscheinung hat eine Überarbeitung erfahren. Auch die technische Ausstattung wurde verbessert und bietet einen deutlich breiteren Frequenzgang zum Vorgänger. Wo die erste Serie nur bis maximal 20.000Hz aufspielen konnte, bieten die Debut 2.0 ein Frequenzband bis hinauf auf 35.000Hz. Damit spricht man ganz klar den europäischen Markt an, der aktuell nach immer mehr hochaufgelösten Material trachtet. Möglich macht dies die verbaute 25mm Seidenkalotte. Diese sitzt hinter einem stabilen Geflecht aus Metall, wird für die bessere Abstrahlung von einem Waveguide unterstützt und teilt sich die Kammer mit dem Tiefmitteltöner. Die Kalotte übernimmt ab einem Frequenzband von 2.200Hz und spielt wie angesprochen, bis auf 35.000Hz hoch und ist in dieser Preisklasse ein Alleinstellungsmerkmal. Ob sich das auch so im Klangbild wiederspiegelt, klären wir später.

Elac Debut B6 2 04k

Der gewebte Tiefmitteltöner aus einem Aramid-Fibermaterial besitzt einen Durchmesser von 160mm und bildet den Frequenzbereich von 2.200 Hz bis runter zu 44Hz ab, so jedenfalls das Datenblatt vom Hersteller. Beide Schallwandler sollen eine maximale Leistung von 120 Watt vertragen können und besitzen einen Wirkungsgrad von 87dB, was einen potenten Verstärker voraussetzt. 

Elac Debut B6 2 06k

Der innere Aufbau der massiven MDF-Konstruktion ist einfach gestaltet, was sich auch auf der Rückseite wiederspiegelt. Hier gibt es zwei massive Schraubklemmen, die auch mit Kabeldurchmesser von 4mm keine Probleme haben sollten und alternativ auch Bananenstecker aufnehmen können.

Elac Debut B6 2 07k

Optisch sind die ELAC Debut B6.2 schlicht und einfach in ihrer Ausführung gehalten. Eckige Kanten, sichtbare Montageschrauben, extravagantes Schutzgitter für den Hochtöner und ein interessant aussehender Tiefmitteltöner verleihen einen technischen Charakter. Dazu kommt eine sehr gute Verarbeitung, die nicht unbedingt üblich ist in dieser Preisklasse. Wie sich die Regallautsprecher aus der Debut 2.0 Serie akustisch verhalten haben, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.


Anmelden

Aktuelle News

Aktuelle Testberichte

    • Interview mit Nuberts Geschäftsführer Bernd Jung

      Interview mit Nuberts Geschäftsführer Bernd JungWir waren vor kurzem bei Nubert am Firmensitz in Schwäbisch Gmünd zu Besuch. Neben einen ausführlichen Rundgang (weiterer Artikel), hatten wir auch die Gelegenheit mit dem neuen...

    • Test: Bowers & Wilkins Formation Flex

      Test: Bowers & Wilkins Formation FlexMultiroom, kabellose Soundbars bzw. Lautsprecher sowie aber auch Streaming-Geräte gehören heute zu fast jedem Portfolio eines Lautsprecher Herstellers. Das sieht auch die englische...

    • Firmenportrait: ELAC Electroacustic

      Firmenportrait: ELAC Electroacustic Audiohersteller gibt es wie Sand am Meer und die Vielzahl der Produkte ist mittlerweile schwer zu durchschauen. Aber es gibt nur wenige Firmen, die mit einer wirklichen langen und vor...

    • Test: Panasonic RZ-S300W & RZ-S500W

      Test: Panasonic RZ-S300W & RZ-S500WPanasonic steigt mit den RZ-S300W und RZ-S500W ebenfalls ins True Wireless Geschäft ein. Im vorliegenden Test werden beide Modelle genauer unter die Lupe genommen. Unterschiede gibt es bei der...

    • Test: Marshall Stockwell II

      Test: Marshall Stockwell IINachdem wir uns kürzlich das kleinste Modell aus der Marshall Bluetooth-Lautsprecher-Familie, den Emberton, angeschaut haben, folgt nun der Marshall Stockwell II, der sich zwischen dem...