den nachfolgenden Seien wollen wir detailierte Blicke auf die einzelnen Komponenten werfen und V
Mit der Spektor-Serie stößt DALI in ein Preisgefüge vor, welches man vor kurzer Zeit grundsätzlich noch anderen Hersteller überlassen hat. Denn gerade für einen „gestandenen“ Hersteller im HiFi-Segment ist es schwierig Low-Cost Produkte mit seinen hohen Ansprüchen zu vereinen. Mit der jetzt abgelösten Einstiegsserie Zensor ist DALI jedenfalls schon lange erfolgreich unterwegs, wenn auch das Einstiegmodell die Zensor 1 knapp 300,- Euro im Stereo Paar kostet.
Da aber gerade das untere Einstiegssegment, was den Absatz betrifft, viel Potenzial bereithält, hat man Spektor-Serie genau hier platziert - also nochmals unterhalb der Zensor-Serie. Die Spektor-Serie hat aktuell vier Modelle im Portfolio, die hier vorgestellten Regallautsprecher Spektor 1 & 2. Des Weiteren gibt es die Spektor 6, ein Standlautsprecher mit fast einem Meter Höhe und für ein 5.0 System unerlässlich der Spektor Vocal, ein Center-Lautsprecher mit einer D’Appolito-Anordnung. Von der Oberfläche kann der geneigte Käufer sich zwischen Walnuss oder Esche Schwarz entscheiden, wie bei unseren beiden Spektor-Modellen zusehen ist.
Auf der technischen Seite unterscheiden sich die beiden vorgestellten Modelle nur minimal auf dem Papier. Der Wirkungsgrad ist mit 83 Dezibel (2,83V/1m) für die Spektor 1 und mit 84,5 Dezibel (2,83V/1m) bei der Spektor 2 angegeben. Das kleinere Modell erreicht einen Frequenzgang von 59 - 26.000 Hz, die Spektor 2 kommt etwas tiefer aufgrund des größeren Volumens und größeren Tiefmitteltöners. Es kann ein Frequenzband von 54 - 26.000 Hz abgebildetet werden. Die 2-Wege Systeme wiegen 2,6 Kilogramm bzw. 4,2 Kilogramm pro Stück. Durch den recht fordernen Wirkungsgrad der Spektor 1, empfiehlt der Hersteller hier eine Verstärkerleistung von 40-100 Watt, wo sich die größere Spektor 2 mit 25-100 Watt zufrieden gibt.
Ausgepackt möchte man beide Spektor Modelle nicht unbedingt in eine Einstiegsklasse einordnen, zumindest was erstmal das optische Erscheinungsbild betrifft. Die beiden verfügbaren Oberflächen / Farben mögen in der heutigen modernen Zeit vielleicht schon etwas antiquiert wirken, beide Modelle sind aber sehr ordentlich verarbeitet und wirken wertig. Bei der Gehäuseform geht DALI kein Risiko ein und setzt auf eine übliche Gehäuseinterpretation aus MDF, welches an der Front mit einer Blende aus Lederimitat verziert ist. Das lockert den Lautsprecher etwas auf und passt gut zu den Aluminiumeinfassungen der Treiber-Chassis. Beide Treiber sind mit sichtbaren Schrauben plan in der Front eingelassen. Wie schon erwähnt setzt man beim Hochtöner auf Aluminium was beim Tief-Mitteltöner etwas weniger prägnant zu sehen ist.
Um den Hochtonbereich mit bis zu 26.000 Hertz abzubilden kommt eine Gewebekalotte zum Einsatz. Diese misst bei der kleineren Spektor 21 Millimeter im Durchmesser, beim größeren Modell kommt eine 25 Millimeter Kalotte zum Einsatz. Beide Kalotten besitzen einen geriffelten Hornvorsatz aus massiven Aluminium, der für eine bessere Schallverteilung sorgen soll. Damit hohe Frequenzen so präzise wie möglich wiedergeben zu können, verwendet man eine Gewebekalotte mit "ultraleichtem Material" was gerade einmal auf 0,056 mg pro Quadratmillimeter kommt.
Der Tiefmitteltöner ist sofort als ein DALI-Produkt identifizierbar, denn die bräunlichen Membrane mit den erkennbaren Holzfasern sind fest mit der dänischen Manufaktur verbunden. Die Holzfaser-Konusmembrane mit ihrer ungleichmäßigen Oberflächenstruktur bieten eine hohe Stabilität und sind dabei überaus leicht. Diese Eigenschaften sollen für eine detailreiche Musikwiedergabe sorgen, da die Oberflächenresonanz auf ein Minimum reduziert werden konnte. Alle Komponenten des Tiefmitteltöners sitzen in einem Aluminiumkorb, der das Magnetfeld um den Antrieb nicht beeinträchtigt, da er selbst nicht elektrisch leitend ist. DALI setzt bei der Spektor 1 auf einen 115 Millimeter großen Tiefmitteltöner, die Spektor 2 kann auf einen 130 Millimeter Tiefmitteltöner zurückgreifen. Jeder Tiefmitteltöner für die Spektor-Serie wurde speziell für das jeweilige Modell im eigenen Hause entwickelt.
Wie schon bei der Rubicon-Serie, ist auch die Rückseite der Spektor-Serie sehr dezent gestaltet. Das aus Kunststoff gefertigte Bassreflexrohr ist sauber eingefasst und das Anschlusspanel ist als Single-Wire ausgeführt. Trotz der dezenten Gestaltung wirkt es in diesem Preisgefüge sehr wertig und wir würden es mit völlig ausreichend beschreiben. So sind Kabelquerschnitte von 2-3mm kein Problem, aber auch Kabelschuhe oder Bananenstecker nimmt das vergoldete Terminal auf.
Sehr gut hat uns gefallen, das der Hersteller auch im Innenraum den eigenen Anspruch an Qualität nachkommt. Die Lautsprechereinfassungen sind sehr sauber gefräst, das Gehäusematerial besitzt die nötige Steifigkeit und Dämmmaterial wurde auch verwendet. Dazu sind beide Treiber qualitativ hochwertig verarbeitet und sauber verkabelt an der Frequenzweiche angeschlossen, wenn auch diese natürlich nicht so hochwertig ausgeführt ist, wie die der neunmal teureren Rubicon 2 aus gleichem Hause.
Die obligatorischen Abdeckungen für die gediegene Optik liefert DALI natürlich auch bei Ihrer Spektor-Serie mit. Diese werden durch vier Stifte auf die Front gesteckt, sind ordentlich verarbeitet und durch das Firmenemblem im unteren Bereich ist auch gleich der Hersteller zuzuordnen.
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