Bei der Aufstellung sind die Regallautsprecher aufgrund des nach vorne herausgeführten Bassreflex-Kanals nicht anspruchsvoll, was zumindest den Abstand zur dahinter liegenden Wand betrifft. Bei meinem Abstand von ungefähr 2,80m zwischen beiden Lautsprechern, musste ich diese etwas auf den Hörplatz einwinkeln, um den perfekten Stereoeindruck zu erlangen. Wichtig ist auch das man den UBR52 Lautsprechern einen potenten Stereoverstärker zur Seite stellt, hier passt die grobe Richtlinie 50% des Lautsprecher-Kaufpreises sollte man in den Antrieb stecken. Um keinen Flaschenhals zu bilden, wurden die UBR62 von meiner Onkyo M-5000R Endstufe angetrieben und für die Musik sorgte der ELAC Discovery Music Server.
Aus akustischer Sicht hinterlassen die Kieler Schallwandler einen überaus positiven Eindruck und das nicht nur bei heftigen Basseinlangen, nein die Regallautsprecher haben auch eine Portion Emotionen von den Entwicklern mitbekommen, agieren aber weitestgehend recht neutral in ihrer Wiedergabe. Songs wie die Hurt von Christina Aguilera oder Missing von London Grammar zeichnen sich durch einen hohen Detailgrad aus, dass feine Instrumente oder Stimmen sehr präsent im Raum platziert werden. Positiv fiel mir die Leichtigkeit auf, wie sich die Audio-Elemente von der Schallwand lösten und sich gekonnt um den Hörplatz aufbauen.
Dabei bleiben die Lautsprecher jederzeit entspannt, zeigen eine gekonnt weiche Seite bei der Wiedergabe, ohne anstrengend zu wirken oder S-Laute überschwänglich abzubilden. Aufgrund des recht üppigen Volumens der Regallautsprecher, ist auch der Bassbereich gut ausgebildet, sehr dynamisch und kraftvoll unterwegs, aber meinem Geschmack nach manchmal einen Tick zu dominant. Hier würde ich dann etwas nachregeln, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen. Aber der Tieftonbereich ist kontrolliert unterwegs und liefert einen druckvollen Punch, was man gerade in elektronischen Tracks wie Hypericum von Luca Agnelli hören kann.
Aber nicht nur die feinen Töne sind eine Stärke der Kieler, auch Klassiker wie Nuthin But A „G“ Thang von Dr. Dre oder Sabotage von den Beastie Boys machen Spaß. Der kraftvolle Beat sitzt und die etwas dominante Abstimmung untenrum kommt natürlich genau solchen Songs zugute. Mein Körper kommt auch langsam in Schwung, wenn man das so nennen kann und euphorisch gebe ich körperlich alles, in dem ich auf meinem doch sehr bequemen Stuhl hin und her wippe (…)
Auch wenn die UBR62 optisch eher im Designermaßanzug daherkommen und eben auch eine feingeistige Seele haben, können sie auch Musik im Kapuzenpulli gekonnt wiedergeben und füllen meinen tristen Arbeitstag, bei dem Wetter kein Wunder, mit einer guten Prise Spaß. Vom Pegel her sind die Kompakten auch in der Lage meine knapp 32m² mit ordentlich Schall zu versorgen und der Wunsch nach einem großen Standlautsprecher kommt erst gar nicht auf. Hier spielt auch das 3-Wege-System ihre Stärken aus, sodass der Tieftöner für ansprechend Volumen untenrum sorgt und der Koaxial-Treiber sich auf die Stimmen und Feinheiten konzentrieren kann. Somit möchte ich das Kapitel „Klangcheck“ auch beenden und zum abschließenden Fazit kommen.
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