Lautsprecher

Test: Teufel Stereo M

 

Praxistest und Klangcheck

Bevor wir uns dem praktischen Teil widmen, noch einen kleinen Tipp für die Aufstellung der Teufel Stereo M. Als Zubehör gibt es mit den M Stands auch die passenden Standfüße für die Lautsprecher, die perfekt zu der edlen Optik passen, aus hochwertigem Aluminium gefertigt sind und mit einer erstklassigen Verarbeitung überzeugen können. Die Stereo M werden direkt mit dem Sockel verschraubt, sodass sie dank der 11 Kilogramm schweren Bodenplatte absolut sicher stehen und auch nicht von kleinen Kindern einfach so umgeworfen werden können.

Sicherlich mit 349,- für das Paar kein Schnäppchen, aber Verarbeitungsqualität und Optik trösten darüber hinweg. Wie man auf meinen Fotos erkennen kann, habe ich die Stereo M auf meinen Hörplatz leicht angewinkelt und auch mit etwas Luft zur Rückwand aufgestellt, damit der Bassanteil auch etwas Platz zur Entfaltung bekommt.

 teufel Stereo M 12k
magnetisch haftende Frontabdeckungen liegen dem Lieferumfang bei

Die Einrichtung bzw. Inbetriebnahme ist kinderleicht von Teufel umgesetzt. Den Master-Lautsprecher (ob rechts oder links aufgestellt spielt keine Rolle, kann in der App später definiert werden) einfach mit Strom versorgen, dann das mitgelieferte fünf Meter lange XLR-Kabel mit beiden Lautsprechern verbinden und schon kann die eigentliche Einrichtung mittels der Raumfeld-App starten.


Der Setup ist simpel gehalten, dank der WLAN-Schnittstelle musste ich mich mittels Smartphone kurz mit dem Lautsprecher verbinden, mein WLAN angeben und das Passwort hinterlegen, schon war der Lautsprecher im Netzwerk eingebunden. Mittels App kann ich mir nun meinen „Zuspieler“ aussuchen, ob man auf Dateien im Netzwerk zurückgreift, Audiodateien auf einem Datenträger am USB-Anschluss abspielt oder den Account seines Streaming-Dienstes hinterlegt und darüber Musik genießt, viele Möglichkeiten sind vorhanden. Dank des Cinch-Eingangs kann auch ein externer Zuspieler genutzt werden, wie ein Plattenspieler mit eigenem Vorverstärker. Die Steuerung über die App ist sehr übersichtlich gehalten, intuitiv aufgebaut und mit vielen Gimmicks gespickt wie z. B. einen Wecker wo auch die eigene Musik genutzt werden kann um morgens wach zu werden. Oder aber auch eine ausgeklügelte Klangsteuerung für die einzelnen Frequenz-Bereiche. Auch im Netzwerk abgelegte Audiodateien werden zügig gescannt und mit Albumcover schön in einer Übersicht aufbereitet. Hier zeigt die Raumfeld-App ihre klare Stärke, da alles sich auf Streaming-Medien konzentriert. Nutzt man den Teufel Streamer (zum Testbericht) in seiner Multiroom-Umgebung, erweitert er den Funktionsumfang der Multiroom-Plattform enorm.

teufel Stereo M 13k
schick aufbereitete Raumfeld-App

Aber nicht nur im praktischen Teil überzeugen die Teufel Stereo M. Auch klanglich weiß das 3-Wege-System mit den Fähigkeiten einen abzuholen. Das spiegelt auch eines meiner Lieblingslieder Desperado von Diana Krall wieder. Die leichten Klavieranschläge sitzen ansatzlos im Geschehen, werden schön herausgearbeitet bzw. sehr detailliert von den Stereo M wiedergegeben. Dem Audiosystem gelingt es leichtfüßig eine Räumlichkeit zu erzeugen, die Spaß und Emotionen zugleich transportieren kann. Auch die fein rauchige Stimme der Sängerin bietet eine sehr hohen Detailgrad, die Teufel Lautsprecher überraschen mit einem guten Auflösungsvermögen. Man hört den Stereo M gerne zu, es wirkt nicht anstrengend, sondern sehr homogen abgestimmt und das schon in den Grundeinstellungen. Ich habe in der Klangregelung aber noch den Hochton- und Mitteltonbereich etwas angehoben, so hören sich die Stereo M in meinen Ohren noch etwas besser an.

Gleiches Verhalten zeigt sich auch beim Song All the pretty Girls von Kaleo (192kHz/24Bit). Feine Gitarrenklänge, eine sehr klare und detailreiche Stimme sind Attribute die mir direkt im Gehörgang schmeicheln. Es erstaunt wie gut die Lautsprecher auflösen, Teufel ist ja eher für „Spaß und Party“ bekannt, die Stereo M können aber auch ein „Feingeist“ sein und bleiben trotzdem dynamisch, druckvoll und kraftvoll beim Einsetzen des Beats. Die technischen Anleihen aus der Definion-Serie machen sich bezahlt.

teufel Stereo M 14k

Für den Spaß sorgt dann nochmal Gary Clark Jr. mit Come together (96kHz/24Bit), eine Version des Beatle Klassikers aus dem Soundtrack von Justice League. Der seichte Einstieg mit der von Gary Clarke Jr. gespielten E-Gitarre ist schonmal stimmig, als dann aber der Bass einsetzt geht es richtig zur Sache. Die doch recht kleinen Tieftontreiber zeigen, dass Größe nicht alles ist und pumpen und treiben vehement nach vorne. Beeindruckend wie tief der kompakte Lautsprecher in den Frequenzkeller hinabsteigen kann und wie kontrolliert er auch bei hohen Pegeln agiert. Weiterhin bleiben die Stereo M aber konzentriert und vergessen die anderen Elemente, wie Künstler und die weiteren Instrumente nicht. Das Erlebnis ist sehr homogen, kraftvoll, dynamisch aber auch detailreich und die Abstimmung der Schallwandler untereinander erzeugen ein gutes Gleichgewicht in den einzelnen Frequenzbereichen.

Dank der gelungenen Abstimmung, guten Detailwiedergabe und hohen Dynamik mit druckvollem Tiefgang sind die Stereo M ein Audiosystem, welches sich in jedem Genre zu Hause fühlt. Die Klangregelung bietet feine Einstellmöglichkeiten, um dem persönlichen Geschmack gerecht zu werden. Dank der kompakten Abmessungen präsentieren sich die Stereo M quasi als wirkliche "Allzweckwaffe". Mehr gibt es da auch nicht zusagen und somit komme ich zum abschließenden Fazit.


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Diskutiert diesen Artikel im Forum (1 Antworten).
Gesendet: 11 Aug 2022 13:22 von pjohann #3929
pjohanns Avatar
Wie wird in der Teufel Stereo M die Lautstärke geregelt? Analog, NACH dem DAC via DigiPOT (Typ?) oder digital VOR dem DAC mit welcher Bit-Tiefe (16, 24 oder 32 Bit)?

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