Den Aufbau für den Klangcheck hab ich bewusst sehr einfach gehalten, wie wir alle wissen ist das Leben eines Redakteurs so schon viel zu kompliziert (…). Dafür habe ich die T5V einfach auf meinen Schreibtisch platziert und mit meinen ELAC Discovery Music Server gekoppelt. Dank der ROON-Oberfläche und zusammen mit meinen TIDAL- sowie Qobuz-Accounts, stellt diese Kombination eine für mich perfekte Stereoanlage mit smarter Funktionsweise dar. Viel mehr braucht es da auch nicht unbedingt, vielleicht noch einen Phono-Vorverstärker für den Miracord 90 aber das wäre es dann schon gewesen. Aber natürlich habe ich die T5V auch als reine Monitore für meinen Windows 10 PC ausprobiert und mit dem Cambridge Audio DacMagic Plus über die XLR-Anschlüsse gefüttert. Beide Zuspieler, ob von ELAC oder Cambridge Audio verfügen über eine eigene Lautstärkeregelung und somit beließ ich die Volumenregler auf der Rückseite der Lautsprecher auf Stellung 0. Diese Einstellung ist auch grundsätzlich zu empfehlen, da die T5V ein Grundrauschen mitbringen, welches sich verstärkt, sobald man das Eingangssignal am Lautsprecher anhebt, bei meiner Einstellung hatte das Grundrauschen keinen Einfluss auf die zugespielte Musik bzw. war nicht wahrnehmbar.
Wirklich interessant oder besser formuliert: überraschend gut hat mir die Abstrahlcharakteristik gefallen. Wie schon die T8V, schafften es die T5V mit etwas eingewinkelter Aufstellung auf den Hörplatz, eine gute Stereobühne aufzubauen, obwohl mein 49 Zöller von LG einen Abstand zwischen den Lautsprechern von knapp 140 Zentimeter nötig machte. Mit knapp etwas über 60 Zentimeter Abstand zur Aufstellungslinie der Lautsprecher, kamen Gesangstimmen gelungen aufgelöst aus der Mitte des Bildschirms, ob Musik, Netflix oder Amazon Prime, die akustische Stereobühne war überzeugend und trotz des geringen Abstands auch gut gestaffelt, falls nötig. Da die T5V für eine Wohnzimmerbeschallung etwas klein ausfallen, habe ich sie als Stereogespann mit dem schon eingangs erwähnten ELAC Discovery Music Server genutzt um die reine Musikwiedergabe zu beurteilen.
Wie schon erwartet ist die Präsenz im Bassbereich nicht so deutlich,wie das Datenblatt einem auf den ersten Blick suggieren möchte, aber trotzdem in einem stimmigen Bereich, betrachtet man Volumen und Membranfläche des Lautsprechers. Gerade bei Tracks von Fritz Kalkbrenner wachsen die T5V über sich hinaus und musizieren bzw. „elektronisieren“ mich mit purem Spaß ohne dabei in das analytische abzudriften, wozu ein Hochtöner in AMT-Bauweise ja mal gerne neigt. Adam Audio hat die T5V im Griff bzw. der DSP weiß was er macht und die Elektronik ermöglicht ein sehr ausgewogenes Klangbild, was aber weniger neutral ist, sondern schon den reinen Spaßfaktor fördert, aber dabei eben seriös bleibt. Gleiches gilt auch für sanfte Töne wie beim Summer Trip von Blank & Jones. Der Beat sitzt saftig im Geschehen, aber übertönt die fein aufgelösten Effekte und Instrumente nicht, sondern das Klangbild wirkt sehr detailliert und kraftvoll abgestimmt.
Auch wenn ich hier „nur“ von einem 2-Wege-System beschallt werde, harmonieren beide Schallwandler klasse miteinander, es fehlt bis auf richtigen Tiefbass, in dieser Baugröße eher ein Wunschdenken, für meinen Geschmack nichts weiter. Wem der Bass nicht ausreicht, der koppelt einfach einen Adam Audio T10S Subwoofer mit den T5V, der speziell für die Modelle entwickelt und abgestimmt wurde. Aber neben elektronischer Musik, haben die T5V auch bei Künstlern wie Diana Krall oder Gregory Porter eine gute Figur hinterlassen. Hier spielen Dynamik und Detailgrad eine große Rolle und das beherrschen die aktiven Monitore aus dem Effeff. Dieses rauchige, leichte „crispy“ in Diana Kralls Stimme ist genauso auf den Punkt, wie die soulige, kraftvolle männliche Variante von Gregory Porter. Es dürfte wohl schwer werden einen ähnlich guten Aktiv-Lautsprecher in dieser Preisklasse zu finden, der das Musik-Gen so stolz vor seiner Brust trägt, wie die T5V.
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