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Test: Mission ZX-5 Standlautsprecher

mission ZX 5 newsMit den Mission ZX-5 stellen wir euch einen Standlautsprecher vor, der es in sich hat. Der ausgewachsene Standlautsprecher der britischen Traditionsschmiede bringt dafür zwei Tieftontreiber, zwei Mitteltreiber und einen Hochtoner mit Ringkuppel mit, alles Zutaten die für einen performanten Auftritt sorgen sollten.

 

 

Bei unserem hier vorstelligem Hersteller handelt es sich nicht um irgendwen, sondern der traditionsreichen Audioschmiede Mission aus „Great Britain“. Ok, britische Audioschmiede wäre vielleicht etwas übertrieben, der Ursprung liegt zwar auf der Insel, 2005 wurde Mission aber von IAG, einem chinesischen Konzern übernommen und nur noch das Entwicklerteam ist weiterhin in Großbritannien ansässig. Thomas Henke von IAD Audio, dem deutschen Vertrieb von Mission sowie weiteren Marken wie Wharfedale und Luxman, versicherte mir, dass alle Entwicklungen und Produktion aber weiter von Mission selbst getätigt werden. 

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imposante Erscheinung - die Standlautsprecher Mission ZX-5

Ich jedenfalls war sehr gespannt auf die Mission ZX-5, denn das technische Datenblatt und erste Bilder machten mich neugierig, gerade bei einem Paarpreis von „gerade“ mal 1799,- Euro. Um meine Neugier zu befriedigen schickte IAD Audio mir ein Paar dieser Standlautsprecher zu um mir selbst ein persönliches Urteil bilden zu können und das habe ich auf den folgenden Seiten niedergeschrieben. 

 

 

Detailansicht

Wenn man als Redakteur die Palette vom Spediteur in Empfang nimmt, ahnt man meist schon was aufgrund der Kartongröße und dem angegebenen Gewicht auf einem zukommt, nämlich eine ziemliche Buckelei (…) Da bilden auch die Mission ZX-5 mit ihren knapp 32 Kilogramm Lebendgewicht und üppig dimensionierten Umverpackungen keine Ausnahme.

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Hat man die Lautsprecher aus ihrer Transportverpackung befreit, steht vor einem ein echt ausgewachsener Standlautsprecher. Etwas über 40 Zentimeter Tiefe, fast 1,2 Meter hoch und knapp 27 Zentimeter breit, sind Dimensionen, die einiges an Klangkulisse versprechen und meinem Rücken ganz schön zu schaffen gemacht haben.

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Querschnitt Mission ZX-5 (Foto: Mission)

Aber ich will nicht jammern, denn belohnt wurde ich mit einem exzellent aussehenden Lautsprecher. Ich habe die schwarze Variante erhalten, dessen Lackkleid ein perfektes Finish aufweist, in dieser Preisklasse habe ich so eine hochwertige Lackoberfläche, mit einer gewissen Tiefe nicht erwartet. Das fast wie ein Spiegel wirkende Lackkleid benetzt auch die Kanten des massiven MDF-Gehäuses und lässt den kompletten Korpus des Lautsprechers wie aus einem Guss wirken.

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passgenaue Frontabdeckung, die magnetisch an der Front haftet

Auch wenn ich keinen Röntgenblick habe, unterstreicht das Gewicht und die stabile Konstruktion, dass Mission hier keinesfalls an Material gespart hat. Das obrige Bild vom Querschnitt zeigt die aufwändigen Versteifungen innerhalb des Gehäuses. Obwohl die Abmaße den ZX-5 Lautsprecher bei der Aufstellung nach genügend Platz lechzen, mindert das Design mit den Rundungen den Aufritt etwas ab und mündet in einer schönen Formgebung.

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In der Schallwand sind insgesamt fünf Treiber eingelassen, die mit Hilfe eines Kunststoffrings am Rand die Rundungen des Gehäuses aufgreifen und für einen farblich stimmigen Kontrast sorgen. Warum die „Blenden“ jetzt aus Kunststoff sein müssen ist wohl dann dem Budget geschuldet, ehrlicherweise muss man sagen, man erkennt es auch nur, wenn man genauer hinschaut (…)

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exzellentes Lackfinish mit Tiefe - in dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich

Bei den verbauten Treibern erkennt man sofort, dass Mission hier auf eine eigene Fertigung zurückgreift und sich nicht im weitläufigen OEM-Markt bedient. Neben zwei 165mm Tieftönern mit einem Aluminiumkonus, sitzen noch zwei 130mm Mitteltöner im Gehäuse, mit demselben Aluminiumkonus  wird die 38mm Ringkuppel, die als Hochtöner fungiert, umschlossen. Die spezielle Optik des Hochtöners liegt an der Wirkungsweise, so nutzt der Hochtöner die zwei schmalen konzentrischen Ringe für die Schallabgabe, eine Schwingspule ist dazu genau an der Trennfalz zwischen beiden montiert. Zusammen mit den anderen vier Treibern, soll der Standlautsprecher einen Frequenzgang von 36 – 24.000 Hertz abbilden können.

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massive Spikes inklusive Unterlegscheiben sind im Lieferumfang

Wer die schicke Optik abdecken bzw. schützen möchte, dem legt Mission magnetisch haftende Frontabdeckung mit ins Paket. Persönlich würde ich diese aber weglassen, der Charme der ZX-5 geht mit angebrachter Abdeckung komplett verloren. Damit dieses massive Gehäuse auch sicher steht, wurde ein separater Sockel mit dem Gehäuse verschraubt und mit höhenverstellbaren, sehr üppig dimensionierten Spikes ausgestattet. Das wurde haptisch wie auch optisch erstklassig umgesetzt.

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wertiges Anschlussterminal

Glücklicherweise liegen den ZX-5 auch die passenden Unterlegscheiben bei, sonst würden Spikes und mein Parkett eine mir missfallende, zu enge Partnerschaft eingehen (…) Auf der Rückseite, gibt es bis auf die beiden Bassreflex-Ports und das sehr wertige Anschlusspanel, nichts weiter zu entdecken. Aber auch hier zeigt der Hersteller den hohen Anspruch der scheinbar verfolgt wird, denn das Anschlussterminal ist massiv und sehr hochwertig ausgeführt, nimmt spielend leicht dicke Kabelquerschnitte sowie Bananenstecker auf und ist Bi-Wiring bzw. Bi-Amping tauglich. Optisch sind die Mission ZX-5 schon mal eine Ansage. Die sehr wertige Verarbeitung und der massive Auftritt gefallen mir auf Anhieb und ich war „Gespannt wie ein Flitzebogen“ auf die klanglichen Qualitäten.


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