Bei der Aufstellung gab ich den ZX-5 nach hinten ungefähr 30 Zentimeter Luft zum Atmen und die Lautsprecher wurden nur minimal auf den Hörplatz eingewinkelt. Bei einer Entfernung zwischen den Lautsprechern von ungefähr 2,60 Meter, war in der Mitte ein gutes Bühnenbild bzw. Stereoeffekt zu hören. Sollte man mit mehreren Hörern den ZX-5 lauschen wollen, sollte man diese noch etwas mehr einwinkeln, für mich allein war so die Abstrahlcharakteristik aber stimmig. Bei der Stromversorgung kam einmal unser Yamaha RX-A3080 AV-Receiver und unsere Onkyo M-5000R Endstufe zum Einsatz, an beiden fühlten sich die Standlautsprecher pudelwohl.
Musikalisch fange ich ruhig an und widme mich den zarten Klängen von Anette Askvik und ihren Song Under the tallest tree und lausche der nordischen Folklore mit der wunderbar zarten Stimme der Künstlerin. Klavier- und entspannten Schlagzeug-Einlagen entschleunigen den Arbeitsalltag mit einer Vollbremsung und die Mission musizieren herrlich aufregend, unaufgeregt. Sie gönnen sich keine Einspielzeit, sondern sind direkt präsent, mit einem sehr harmonischen Klangbild, welches mit Details und Emotionen gespickt ist. Das Klavier und die Stimme stechen hierbei besonders raus, wunderbar im Raum arrangiert und sehr präzise abgebildet. Die leichten Schlagzeug Elemente sind dynamisch angedeutet und fügen sich wunderbar in den Hintergrund. Klanglich virtuos umgesetzt und macht Lust auf mehr.
Diese Musikalität zeigen die ZX-5 auch beim Song All the pretty girls von Kaleo, denn auch diesen meistern die Mission mit Bravour. Eine Akustik-Gitarre, eine klare und detailreiche Stimme, mehr ist gar nicht nötig um den ZX-5 auf den Zahn zu fühlen. Hier zeigen sie ihr ganzes Können und liefern ein präzises Klangbild, mit schön herausgearbeiteten Details, wie z. B. das Zupfen an der Gitarre und bilden ein plastisches, fast greifbares Bühnenbild in unserem Hörraum ab. Als der Beat einsetzt, deuten die ZX-5 an, wozu die zwei Tieftöner in der Lage sind. Sie füllen den Raum mit einem klar konturierten Tiefton. Aber genug der Gefühlsduselei, schließlich sollen sich es die Mission Schallwandlern nicht allzu gemütlich machen. Mit Uprising von Muse geht es jetzt deutlich dynamischer in meinem Hörraum zu. Der Beat sitzt „on Point“ und bringt richtig Schwung in die Bude. Dabei arbeiten die Tieftöner vom Timing her exzellent auf, ballern nicht unkontrolliert los, sondern erzeugen einen trockenen, kurzen Punch der richtig Bock macht. Aber auch die elektronischen Gitarren und Synthesizer-Elemente sitzen und so findet ein Live-Konzert mitten in meinen heiligen Hallen statt. Das unterstreicht der Leadsänger Matthew Bellamy mit seinem Einsatz, als er mir eine private Audienz gewährt und sich vor mir aufbaut. Die räumliche Präsenz ist wunderbar ausgeformt, der Sänger kommt klar aus der Mitte und die restlichen Elemente sind räumlich exakt darum angeordnet. Das Bühnenbild ist sehr gut in seiner Tiefe und man kann die einzelnen Elemente orten und detailliert genießen, aber es fügt sich alles zu einem harmonischen Musikstück.

die Mission ZX-5 in unseren akustisch optimierten Hörraum von aixFOAM
Für eine wenig sentimentale Gefühle lege ich meine R&B Allzweckwaffe Mary J. Blidge auf. Mit einigen ihrer Songs verbinde ich so einige Erfahrungen bei den ersten Gehversuchen mit dem weiblichen Geschlecht. Gefühle sind hier als Erinnerungsanker das wichtigste und das Transportieren die Mission ZX-5 exzellent. Der unverkennbare Einstieg mit Klavier gelingt und die Zeitreise kann losgehen. Dann kommt die wunderbare Mary J. Blidge dazu und die Mission zeigen auch in diesem Genre das Verständnis für Details und wie man viele Elemente zu einem großen Ganzen formt. Dank der beiden Tieftöner, ist auch genug Druck im Kessel und der RnB wird auch spürbar im Raum. Wer jetzt den heftigen Tiefbass, aufgrund der Größe und beiden Tieftöner erwartet, wird positiv überrascht. Mission hat die üppig dimensionierten Standlautsprecher sehr musikalisch abgestimmt und so gehen sie mit diesen Bassfähigkeiten sehr kontrolliert um und zeichnen sich durch ein exzellentes Timing aus.
Wer Musik ansprechend Hören und Erleben möchte, ist mit den Mission ZX-5 bestens bedient, so jedenfalls ist mein Eindruck nach drei Tagen Dauerberieselung. Alle Frequenzbereiche werden nicht übermütig bedient oder anstrengend abgebildet, ganz im Gegenteil. Es klingt einfach stimmig und die Standlautsprecher nehmen sich die Zeit, Details herauszuarbeiten, Stimmen klar bzw. plausibel aufzubauen oder einen dynamischen Punch zu liefern, aber eben alles sehr kontrolliert und immer auf der musikalischen Seite. Beim Auspacken war ich noch etwas skeptisch, ob die großen Boliden für meinen Hörraum von knapp 30m² nicht etwas überdimensioniert wären, nach dem Klangcheck will ich sie eigentlich als Mitbewohner im Mietvertrag eintragen lassen. Sie fühlen sich in jedem Genre wohl, ob gefühlvoll, dynamisch, elektronische Exzesse, heftige Gitarrenriffs oder satte Beats aus dem RnB Universum, echte Schwächen haben sich nirgends aufgetan. Damit möchte ich meine Musikstunde auch abschließen und meine Begeisterung in einem abschließenden Fazit formulieren.
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