Lautsprecher

Test: Marshall Uxbridge Voice

 

Praxistest / Klangcheck 

Nach unzähligen Multiroom-Lautsprechern und Einrichtungen derer, wusste ich in etwas was auch mich zukommen und ich wurde nicht „enttäuscht“. Der Uxbridge Voice kann in der Setup-Phase jetzt nicht besonders glänzen, aber macht den Prozess auch nicht umständlicher als nötig. Lautsprecher mit Strom speisen, per Marshall Voice App den Schallwandler in das eigene Netzwerk integrieren und schon kann es losgehen. Wer jetzt nur Bluetooth nutzen möchte, verschenkt einige Funktionen und sollte sich nach einem anderen Modell in dem umfangreichen Portfolio des Herstellers umschauen, zu nennen wären hier der Action II, Stanmore II oder Woburn II. Ich jedenfalls habe den Uxbridge Voice per WLAN in mein Netzwerk eingebunden, kurz einen für mich logischen Namen vergeben und nach kurzer Installation eines Updates sowie den Zugangsdaten für mein Amazon Konto, war der Lautsprecher auch schon einsatzbereit. Wer jetzt den Lautsprecher auch noch in die Alexa App einbindet, kann per Sprachsteuerung z. B. auch das Licht oder andere Geräte steuern, solange diese eine Alexa-Kompatibilität aufweisen und eingebunden wurden.

Marshall UXBRIDGE Voice 11k

Ich begnügte mich mit der simplen Variante und nutzte Alexa nur für die einfache Steuerung der Musik oder mir beim Kochen Rezepte vorlesen zu lassen bzw. mich mit Informationen oder Nachrichten zu berieseln. Das funktioniert in der Praxis auch sehr gut, man versteht Alexa deutlich und auch andersrum werden Spracheingaben verstanden, solange man kein Tennisball verschluckt hat. Interessant ist auch der Fakt, dass die Mikrofone wohl sehr performant unterwegs sind und der Lautsprecher auch reagiert wenn man sich weiter Weg von diesem weg befindet. Denn selbst bei 8-9 Meter Luftlinie und normaler Lautstärke verstand der Lautsprecher das Wort „Alexa“, was bei mehreren Lautsprechern im Haushalt vielleicht etwas nervig sein könnte, wenn mehrere Geräte auf den Zuruf zusammen agieren. Wie schon erwähnt, bietet die WLAN-Einbindung nicht nur den Zugang zu Amazons Alexa, denn dank der Airplay 2 Schnittstelle wird der Uxbridge Voice auch von der Audiosoftware ROON oder Audirvana erkannt und kann somit dem Nutzer als Audioausgabegerät dienen. Sicherlich jetzt kein Gerät wo man jetzt audiophile Hi-Res-Dateien zuspielt, aber praktisch, wenn man sich eh schon ein Multiroom-System mit diesen Produkten aufgebaut hat und in der Küche, Bad oder Büro einen kleinen Lautsprecher sucht, der ansprechend meine Musik über die schon vorhandenen bzw. bekannten Plattformen wiedergeben kann.

 

Denn das kann er, also ansprechend die zugespielte Musik in Schallwellen wandeln und für eine stimmige Beschallung zu sorgen. Denn trotz der Größe, ist der Uxbridge Voice in der Lage recht kraftvoll und dynamisch zuzulangen, bleibt dabei aber recht ausgewogen und liefert auch im hohen Frequenzbereich eine gute Audioqualität ab. Die Präferenz von Marshall liegt aber klar in der bassbetonten Wiedergabe, der ist vom Werk aus sehr saftig und kraftvoll eingestellt, für meine persönliche Vorstellung aber leicht drüber. Das zeigt sich bspw. gerade bei elektronischer Musik wo der Tiefton zwar schön präsent ist, aber bei höheren Lautstärken schnell übersteuert. Abhilfe schafft man hier in dem der Bass etwas reduziert wird. Mit etwas weniger Tiefton und leicht angepassten Höhen konnte ich ein wirklich stimmiges Klangbild erreichen, welches auch bei höheren Pegeln kontrolliert zu Werke geht, aber natürlich alles in Anbetracht der Größe und Ausstattung.

 Marshall UXBRIDGE Voice 10k

Sicherlich ist in der maximalen Lautstärkestellung das Klangbild unterirdisch, hier hätte Marshall die Begrenzung früher setzen sollen, aber die maximal mögliche Lautstärke ist auch schon eher unangenehm und für so einen Lautsprecher auch nicht die Kernkompetenz. Im normalen Spielbetrieb, für den man sich solch einen Lautsprecher anschafft, liefert er klangliche eine stimmige Performance ab, die hier und da etwas die Mitten leicht vermissen lässt, aber im Großen und Ganzen auch mich audiophiles Gemüt überzeugt. Ganz klar muss man aber sagen, dass der kleine Würfel mit seinen Maßen von 16,5 x 12,5 x 12,5 Zentimeter kaum Platz braucht aber sich akustisch trotzdem deutlich bemerkbar machen kann. Darüber hinaus ist auch der Umgang kinderleicht, selbst Spotify Connect ist an Bord, sodass auch meine Tochter für eine Küchenpartie keine Einweisung benötigt, denn er erscheint einfach in der App und kann auch dort dann als Audioausgabequelle einfach gewählt werden. Somit komme ich zu meinen abschließenden Worten.


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Diskutiert diesen Artikel im Forum (1 Antworten).
Gesendet: 28 Apr 2020 02:31 von Franz1010 #2850
Franz1010s Avatar
Kurze Frage: würdet ihr mir eher den Uxbridge oder den Sonos one empfehlen? Würde mir 2 Stück zulegen für mein Zimmer - benützt werden die speaker hauptsächlich um Musik zuhören Und Filme zuschauen

Lg Franz

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