Mittlerweile verfügt der französische Hersteller über sieben Produktlinien:
Somit gibt es bei Focal für jede Käufergruppe etwas Passendes und die Kanta-Serie gliedert sich in der Mitte des Angebots ein. Nachdem ich das kleinste Modell Kanta N°1 schon auf dem Prüfstand hatte, schaue und höre ich mir in diesem Review die Kanta N°2 Standlautsprecher genauer an. Im Gegensatz zu den Regallautsprechern, kann man die Kanta N°2 nicht mehr alleine aufstellen bzw. auspacken, zwei Personen sollte man aufgrund des riesigen Umkartons unbedingt einplanen. Dabei ist es überaus praktisch, dass Focal das Standfuß-Konstrukt schon im Werk vormontieren lässt und man am Zielort direkt mit der Aufstellung beginnen kann. Dafür stehen einmal die massiven, höhenverstellbaren Spikes inklusive Unterlegplättchen zur Verfügung, oder man nutzt die integrierten Gummiauflagefläche.
Der Kanta-Serie folgend, bewegt sich auch der elegante Standlautsprecher abseits der üblichen kantigen Lautsprechergebilde. Bei der Kanta N°2 dominieren wohl geformte Rundungen, edle Materialen und eine gelungene Formgebung das optische Erscheinungsbild. Diese erfrischende Formgebung wird mit Hilfe von geformtem Schichtholz realisiert, welches nicht nur die schicke Optik ermöglicht, sondern auch dem Gehäuse mehr Stabilität verleiht.
Aber auch bei der Schallwand wollte man sich nicht mit einer üblichen Platte zufriedengeben und so sind auch hier feine Rundungen wiederzufinden, welche die Formsprache des stabilen Gehäuses gekonnt aufgreifen. Um den Wünschen der Sound-Entwickler und gleichzeitig den Designern des Gehäuses gleichermaßen gerecht zu werden, nutzt man einen Polymer-Werkstoff für die Schallwand. Durch das Gussverfahren ist jede erdenkliche Form möglich und zusätzlich bringt der Werkstoff eine hohe Grundstabilität sowie auch Resonanzarmut mit - also Eigenschaften die für eine Schallwand prädestiniert sind.
Die feinen Rundungen und der leichte Knick in der aufgesetzten Front sind aber nicht nur auf die Designer des Lautsprechers zurückzuführen. Störende Kantenreflexionen werden dadurch auch reduziert und der angedeutete Knick sorgt dafür, dass sich die Schwingspule des Hochtöners auf einer Achse mit der Schwingspule des Tiefmitteltöners bewegt. Diese Ausrichtung soll alle Anteile des eingespeisten Audiosignals zeitgleich beim Hörer ankommen lassen und die Musik somit zeitkorrekt abbilden. Die hochwertige Erscheinung wird auch beim Standlautsprecher von der aufgesetzten Glasplatte, mit dem aufgebrachten Logo, abgerundet.
Technisch geshen setzt man bei der Kanta-Serie auf bewährte Technik, greift aber zugleich ganz oben in das Regal und stattet die Lautsprecher mit ihrer Beryllium-Inverskalotte aus, die man in ähnlicher Form aus den Sopra- und Utopia-Reihen kennt. Aktuell darf dies wohl als „State of the Art“ im Hause Focal bezeichnet werden, was auch viele Audio-Enthusiasten zu den besten Hochtönern weltweit gehört.

Explosionszeichnung der Beryllium-Kalotte
Es verfügt über sehr bemerkenswerte physikalische Eigenschaften, wie zum Beispiel eine sehr hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht, welches es zum idealen Material für einen Hochfrequenzwandler macht. Für die Kanta-Linie wurde die Kalotte etwas in der Belüftung angepasst und besitzt jetzt die interne Bezeichnung IAL3 der aktuellsten Generation.
Auch der verbaute Mitteltöner ist kein Unbekannter und stammt aus der Aria 900-Serie. Mit einem Durchmesser von 16,5 Zentimeter, wie auch die beiden verbauten Tieftöner, kommt auch die Membran aus Flachs/Holz-Sandwich schön zur Geltung. Die Membran des Mitteltöners ist an einer TMD-Sicke (Tuned Mass Damping aufgehangen und wird von einem NIC-Antrieb (Neutral Inductance Circuit) versorgt, welcher das Magnetfeld des Antriebs stabilisiert.

Auch die beiden Tieftöner besitzen einen Durchmesser von 16,5 Zentimeter, werden von einem NIC-Antrieb befeuert und sorgen zusammen mit dem Bassreflex-Port dafpr, dass die Kanta N°2 bis auf 35Hz runterspielen kann. Focal kombiniert in ihrer Kanta-Linie Technik aus den Flaggschiff-Serien, zusammen mit Bewährten aus dem Mittelklasse-Segment der eigenen Produktreihene. Wie diese Zusammenführung klingt, habe ich auf der nächsten Seite festgehalten.
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