Lautsprecher

Test: Teufel One M Streaming-Lautsprecher

 

Fazit 

Mit dem One M zeigen die Berliner von Teufel das ein kompaktes Auftreten nicht unbedingt konträr mit der akustischen Leistung gehen muss. Der große Bruder des One S, dem wir uns zu einem späteren Zeitpunkt noch widmen werden, ist mit einem stabilen Gehäuse ausgestattet, welches eine gute Wertigkeit mitbringt, was mitunter auch an den hochwertigen Aluminiumelementen liegt. Gegenüber seiner Raumfeld-Vorgänger präsentiert sich die Front etwas aufgeräumter und obwohl die Tasten etwas kleiner ausfallen, wirkt er von der Designsprache so moderner und runder. Dazu spielt der One M seine komplette Stärke mit der Multiroom-Software aus. Die wirklich intuitive, umfangreiche und optische gut umgesetzte Raumfeld-Plattform, die neben einer einfachen Einrichtung auch einen hohen Funktionsumfang bietet, ist eine solide Multiroom-Lösung die im Alltag Spaß macht.

Weiterer Pluspunkt des Teufel One M sind seine klanglichen Fähigkeiten. Das 3-Wege-System schafft es leise Musikstücke präzise und detailliert darzustellen, aber auch kraftvolle Tracks mit der nötigen Intensität zu präsentieren. Das favorisierte Musik-Genre spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Auch die gute Stereobühne, wenn man sie so nennen darf, war räumlich gut dargestellt. Sicherlich kein Ersatz für zwei einzelnen Lautsprecher, aber ein guter Kompromiss für Leute mit wenig Stellfläche. Dazu gesellt sich eine imposante Pegelfestigkeit, des doch kompakten Lautsprechers. In Wohnräumen von bis zu 25m² lässt er jedenfalls keine Minianlage vermissen und wer einen Lautsprecher für die tägliche Musikuntermalung sucht, der aber ab und zu auch die Partygäste ansprechend unterhalten kann, sollte sich den Teufel One M in jedem Fall genauer anschauen.

Mit seiner UVP von 499,- Euro liegt er noch 100,- Euro unter dem ELAC Discovery Z3. Beide besitzen eine gute Multiroom-Plattform, Teufel mit dem Raumfeld-System und ELAC setzt auf die, unter HiFi-Enthusiasten beliebte Roon-Plattform. Von der Wertigkeit ist der Z3 dem Teufel überlegen, bietet in der Gesamtbetrachtung aber den besseren Materialmix. Klanglich sind beide sehr unterschiedlich ausgelegt. Der Teufel bietet viel Dynamik und ist im Bassbereich sehr satt unterwegs, da agiert der Z3 etwas zurückhaltender. Für die audiophilen Gemüter ist der Z3 aber etwas feinfühliger unterwegs, was der Teufel auch gut beherrscht, aber eben nicht so ausgeprägt darstellen kann. Beide Lautsprecher bekommt man übrigens dank Angebots-Aktionen, schon deutlich unter der angegebenen UVP. Das man letztlich nicht nur einen Lautsprecher kauft, sondern sich auch für eine (Multiroom) Plattform entsheidet, sollte mit in Betracht gezogen werden. Interessante Ansätze bieten beide Systeme. Teufel agiert in einem geschlossenen Universum, die Roon-Plattform wird dagegen von vielen Herstellern unterstützt, die sich im HiFi-Segment tummeln.

Lautsprecher Teufel GmbH

Nach unseren Maßstäben ist der Teufel One M ein Top-Produkt und erhält somit unsere gleichnamige Auszeichnung. Glückwunsch an die Berliner!

 

 

Teufel One M Streaming-Lautsprecher

umfangreiche Multiroom-Plattform trifft auf klangstarken Kompaktlautsprecher im schicken Gewand, 28.05.2019
Pro
  • wertiges Gehäuse
  • hochwertige Materialien
  • schickes, modernes Design
  • 3-Wege-System mit viel Leistung
  • Raumfeld-Plattform intuitiv und umfangreich
  • homogene, leicht bassbetonte Abstimmung
  • Stimmen- und Effektwiedergabe detailliert 
  • leicht räumliche Tendenzen trotz enger Konstruktion
  • satte, dynamische Tieftonwiedergabe 
  • hohe Pegel möglich
Contra
  • geschlossene Raumfeld-Plattform
Teufel One M 01k

  

  

 Teufel One M Award

 


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