Der Praxiseinsatz gestaltet sich recht einfach. Die Lautsprecher werden aufgestellt, bei uns ca. 40 Zentimeter von der Wand entfernt, leicht auf den Hörplatz eingewinkelt und dann miteinander verkabelt. Denn beide Frontlautsprecher agieren ja nicht über eine Wireless-Schnittstelle, sondern müssen mit einem handelsüblichen Lautsprecherkabel miteinander verbunden werden, dem Lieferumfang liegen fünf Meter dafür bei. Jetzt noch einen guten Platz für die Effekt-Lautsprecher finden, mit der Front Master-Box koppeln und schon kann das Filmerlebnis losgehen.

hochwertige Fernbedienung aus Aluminium
Mit Hilfe der schicken Fernbedienung aus Aluminium, die übrigens ein deutlicher Zugewinn zur alten Serie darstellt, stellen wir das 4.0 System noch auf unseren Hörplatz ein. Dafür stehen dem Nutzer diverse Klanganpassungen wie eine Bass- und Höhenregelung oder Lautstärkeanpassung der z.B. Rears zur Seite. In unserem Fall ließen wir den Bass in der Neutralstellung 0, die Höhen wurden um zwei Stufen angehoben und die Effekt-Lautsprecher auf den Rear-Kanälen um je 5dB erhöht. Damit auch die Dialogverständlichkeit gegeben ist, nutzten wir die Teufel Dynamore Virtual Center Einstellung. Als Zuspieler diente ein Bluray-Player aus dem Hause Panasonic und wir zappten uns durch verschiedene Filmgenres, um einen breiten Eindruck gewinnen zu können.

gut lesbares Display - ob mit oder ohne Abdeckung
Da die Teufel nur Dolby-Digital Formate verstehen, sollte man die Audioausgabe, bei z.b. DTS-Audiosignalen, im TV-Gerät oder Bluray-Player auf PCM stellen. Sonst zeigt einem der aktive Lautsprecher den Schriftzug „nicht kompatibles Audioformat“ an und verweigert die Wiedergabe. Da sich dieses Setup hauptsächlich auf den Filmgenuss konzentriert, möchten wir unseren Klangcheck auch darauf konzentrieren. Die reine Musikwiedergabequalität im Stereomodus unterscheidet sich auch nur minimal von der passiven Ultima 40 2018 oder der Vorgängerversion, auf die wir gerne an dieser Stelle verweisen.
Den Einstieg macht Christopher Nolans Blockbuster Inception, der uns in Dolby Digital 5.1 vorliegt. Der leicht verwirrende, aber erstklassige Film vom US-amerikanisch-britischen Regisseur enthält viele Elemente der komplexen Beeinflussung des Bewusstseins durch gemeinsames Träumen und auch die Teufel beeinflussen uns, im positiven Sinne. Obwohl die Tonspur nur in einem „einfachen“ 5.1 Dolby Digital vorliegt, schafft es das 4.0 System aus dem Hause Teufel eine plastische und gut räumliche Atmosphäre zu kreieren, die dem Film gerecht wird und gerade den Traumszenen die passenden Effekte liefert. In der Cafe-Szene, wo Dom seiner neuen „Kollegin“ Ariadne die Architektur eines Traumes erklärt und dabei sein Umfeld wirkungsvoll transformiert, überzeugen die Teufel mit einer kraftvollen und dynamischen Wiedergabe. Interessant ist dabei die recht gut funktionierende Virtual-Center-Funktion der aktiven Ultima 40. Aktiviert man diese Funktion, rücken die Stimmen noch enger zusammen und kommen bei einer Entfernung von ca. zwei Meter klar aus der Mitte des Bildes und lassen einen physischen Center-Lautsprecher kaum vermissen.
Sicherlich erfindet Teufel mit dieser Funktion einen Phantom-Center nicht neu, denn in einem guten Stereodreieck sollten die Stimmen immer aus der Mitte beider Lautsprecher-Aufstellorte entspringen. Aber die Virtual-Center-Funktion verstärkt diesen Effekt weiter, was einerseits gut für die Sprachverständlichkeit ist, anderseits aber bei zu hohen Pegeln zu einem leicht verzerrten Mitteltonbereich führt. Hier hilft: Probieren geht über Studieren. Überraschend gut funktionieren auch die kabellos angesteuerten Effekt-Lautsprecher. Diese geben Effekte oder andere Surroundanteile gut an den Raum ab, sie erzeugen eine gute Umhüllung am Hörplatz und agieren zeitkorrekt mit den vorderen Standlautsprecher. Trotz ihrer kompakten Maße sind Schüsse oder andere dynamische Effekte mit der nötigen Intensität zu erfahren und zusammen mit den kraftvollen Standlautsprechern ermöglicht das 4.0 System dem Zuschauer ein gutes Filmerlebnis.
Vielleicht ist Kong Skull Island inhaltlich nicht der beste Film der letzten Jahre, aber bei der Bildqualität und Tonintensität ganz weit vorne unter unseren Referenzscheiben. Mit diesem Film kann man seinem Soundsystem einiges abfordern, denn neben einem erstklassigen Bild mit HDR, liefert die Bluray auch eine sehr kraftvolle Soundspur mit vielen Explosionen und Effekten. Nach knapp einer halben Stunde, bis die Entdecker ahnen, dass sie in das Revier des gewaltigen Kong eingedrungen sind, geht es auch so richtig los und in den nächsten fünf Minuten verwandelt das Teufel 4.0 System unseren Hörraum in ein martialischen Akt von Mensch gegen „Tier“. Explosionen, hektische Gefechte vom Hubschrauber aus, menschliches Geschrei von allen Seiten und mittendrin das Riesenvieh Kong. Trotz dieser vielen gleichzeitigen Elemente, beherrscht das Teufelsystem die Szenerie, bildet die einzelnen Elemente klar und deutlich im Raum ab und liefert ein stimmiges Sounderlebnis. Die Szene lebt von den verschwenderisch eingesetzten Surroundeffekten und der „nur“ 4.0 Ausbau kann dieses auch gut umsetzen.
Durch die Größe der Surroundlautsprecher ist die Effektgewalt, die den Hörer von hinten trifft, überschaubar. Aber die Effekte wabbern gut im Raum herum, sind räumlich ortbar und lösen sich leicht von der Schallwand der einzelnen Lautsprecher. Auch wenn die Ultima 40 potent im Bassbereich ausgestattet sind, wünschten wir uns öfters einen dedizierten Subwoofer im Setup. Denn die Standlautsprecher verlieren bei hohen Lautstärken etwas an Präzision und mit einer Frequenztrennung im unteren Tieftonbereich, die dann der Subwoofer übernehmen könnte, würden diese besser abschneiden. Das äußert sich aber nur bei wirklich hohen Lautstärken, die man so im Alltag nur schwer erreichen dürfte, jedenfalls wenn man Wert auf eine friedliche Nachbarschaft legt. Auch bei der Szene mit dem Massengrab (1:16), die passend mit dem Dialog „Riecht ihr das? Das ist der Tod“ eingeleitet wird, zeigen die Teufel-Lautsprecher wozu sie in der Lage sind. Der Überfall der seltsamen Kreaturen wird mit der richtigen Portion Beklemmung und Dramatik präsentiert, die Mischung aus bedrohlicher Umgebung und spontanen Angriffen ist gut umgesetzt und die gewünschte Stimmung gut transportiert. Am besten trifft es: „Hirn aus, Film an“ und sich dem Fantasy-Abenteuerfilm einfach hingeben.
Mit The Greatest Showman machen wir weiter. Denn dieser Musicalfilm bieten viel Musik mit erstklassigen Gesangseinlagen von Hugh Jackman, Zack Efron und weiteren Schauspielern und fordert die Teufel Ultima 40 von ihrer musikalischen Seite. Denn nicht nur bildlich ist die Geschichte wunderbar erzählt, sondern auch bei der Tonspur hat das Produktionsstudio sich richtig ins Zeug gelegt. Szenen wie z. B. P.T. Barnum seinen neuen Kollegen Mr. Carlyle in der Kneipe versucht musikalisch zu überzeugen oder als die wunderschöne Jenny Lind erstmalig die Bühne betritt und den Song Never enough eindrucksvoll dem Publikum präsentiert, unterstreichen das. Auch wenn man es den Teufel Standlautsprechern nicht unbedingt zutraut, aber die Ultima 40 können auch Emotionen mit dem nötigen Feingefühl transportieren. Darüber hinaus erzeugt das 4.0 Setup eine schöne Atmosphäre, man möchte mitschnippen und die eigenen Tanz-Skillz auspacken. Denn neben einem klar konturierten Bassbereich, sitzen Stimmen und Effekte des Films dort wo sie hingehören, der Hörer erfasst der Surroundklang und bietet ein Filmerlebnis für die ganze Familie. Im direkten Vergleich mit 5.1 oder 7.1.2 Systemen, ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein physischer Center-Lautsprecher deutlich besser agieren kann bzw. besser die Stimmenwiedergabe vom restlichen Klangbild trennt. Aber trotzdem funktioniert die Virtual-Center-Technologie gut, vorausgesetzt es ist genügend Abstand zwischen Lautsprecher und Hörer vorhanden. Denn um so weiter die Standlautsprecher auseinander stehen, um so schwieriger wird es einen künstlichen Center-Lautsprecher zu erzeugen. Aber dafür bietet Teufel ja ein großzügiges Rückgaberecht von acht Wochen, um sich selbst ein Eindruck von den Lautsprechern in den eigenen vier Wänden machen zu können. Somit kommen wir zum abschließenden Fazit.
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