Für die Zuspielung war der ELAC Music Server mittels ROON-Software zuständig und den Strom lieferte unser Yamaha RX A-3080. Durch die exzellente Abstrahlcharakteristik mussten wir die Lautsprecher nicht auf unseren Hörplatz einwinkeln. Durch das nach unten und hinten abstrahlende Bassreflex-Konzept kommt die Vela auch gut mit einer wandnahen Aufstellung zurecht, umso näher man Sie an der Wand platziert, umso mehr wird der Tiefton angedickt. Wir entschieden uns für 40 Zentimeter Abstand zur rückwärtigen Wand.
Wir steigen entspannt ein und widmen uns Joe Bonamassa, der Freunden des Blues sicherlich bekannt sein sollte. Der Song Driving towards the Daylight, aus dem im Januar 2016 in der Carnegie Hall New York aufgenommen Album An Acoustic Evening lauschen wir der rauchigen Stimmen des Künstlers. Dazu gesellt sich ein zartes Gezupfe auf einer Akustikgitarre und wird flankiert von einem Cello. Diese Elemente stellen die ELAC wunderbar heraus, einzeln aber auch in Kombination ergibt sich so ein wunderbarer Song. Das Klangbild zeichnet sich durch eine hohe Detailliertheit aus, die dem Hörer ein „Mittendrin-Gefühl“ verleiht, woran auch das klar strukturierte Bühnenbild mitwirkt. Die einzelnen Komponenten wie z.B. wie die Stimme des Sängers oder das im Hintergrund agierende Klavier, werden exzellent in das Arrangement integriert und wird von einem druckvollen, gut konturierten Bassbereich abgerundet. Sehr stimmungsvolle Live-Vorstellung der kompakten Vertreter.
Weiter geht es mit dem Welthit Purple Rain vom leider schon verstorbenen Künstler Prince. Auch hier holen die Vela uns vom ersten Ton der E-Gitarre ab und nehmen uns mit auf eine funkige Reise. Es ist verblüffend wie räumlich die 403 der Vela-Reihe den Song abbilden und dabei trotzdem keine Details verschlucken. Die Wiedergabe der dominanten Gitarre, wie auch stimmlich ist das ganz großes Kino, was uns die ELAC Schallwandler bieten. Die Elemente lösen sich leichfüßig von der Schallwand, bauen sich vor unserem Hörplatz strukturiert auf und bieten eine sehr ausgewogene Soundkulisse. Dazu kommt ein „punchiger“ Beat, der trotz kompakter Maße, druckvoll und dynamisch zu Werke geht und auch bei höheren Pegeln sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Die 8.41 Minuten vergingen wie im Flug und der Funk der achtziger Jahre war für diese Zeit in unseren Redaktionsraum spürbar, dank der erstklassigen Fähigkeiten der Vela 403 aus dem Hause ELAC.
Um die ELAC Lautsprecher auch mal mit Dynamiksprüngen und harten Gitarrensounds zu fordern, zogen wie Metallica mit Creeping Death aus der Schublade. Auch wenn die Vela das optisch nicht vermuten lassen, aber trotz der grazilen Optik sind die 403 keine „Weicheier“ und wissen wir man einen Rocksong korrekt interpretiert. Kirk Hammetts Gitarrenriffs, Bass Drums von Lars Ulrich, Robert Trujillos Bass-Gitarre oder die Stimmgewalt von James Hetfield, diese Kombination forderte die Vela nicht, sondern sie entlockte der 403 erst ihr wahres Können. Das zeigte sich in einem exakten Bühnenbild mit guter Präsenz der einzelnen Protagonisten, dazu wurden kraftvolle Elemente dynamisch und stimmig vom Timing uns entgegen geschmettert. Im Ergebnis eine erstklassige Performance, die man den kleinen, sehr formschönen Lautsprechern nicht unbedingt zutraut.
Damit wir auch den Tieftonbereich etwas besser beurteilen können, setzen wir wieder auf die Russen von Scann-Tec. Der Track Snova I Snova lebt von seinen synthetischen und räumlichen Klängen und liefert dazu einen sehr aggressiven Tiefgang, den ein Lautsprecher erstmal korrekt interpretieren muss. Hier stoßen die 403 bei höheren Lautstärken an ihre Grenzen, aber das hat natürlich auch physikalische Gründe aufgrund des „geringen“ Volumens eines Regallautsprecher. Aber trotz gewisser Abstriche zu einem Standlautsprecher, bleibt der Bassbereich sehr präsent bzw. ist gut ausgeprägt und agiert überraschend voluminös für einen so kompakten Lautsprecher. Aber auch die Effekte im Track bekommen die nötige Zuwendung bei der Wiedergabe und werden von den Velas hörbar räumlich abgegeben, zeichnen sich durch eine klare bzw. feine Struktur aus und auch wirklich jedes Element des Tracks wird gekonnt im akustischen Geschehen gekonnt untergebracht.
Damit möchten wir unsere Session auch abschließen und unsere Begeisterung in einem abschließenden Fazit formulieren.
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