Zugegeben, dass Klangbild des ersten Dockin D Fine hatte mir persönlich überhaupt nicht zugesagt. Fehlte es ihm meiner Meinung nach an klanglicher Detailtreue, Präzision sowie aber auch einen Schuss Homogenität. Zu meinem Erstaunen hat es Dockin geschafft, genau diese Aspekte auszumerzen und ein wirklich sehr gut abgestimmtes Produkt in dieser Kategorie auf die Beine zu stellen – das gleiche mal vorne Weg als Gesamteinschätzung. Zugespielt wurde hier wieder von einem Samsung Note 10+ (via Bluetooth) bzw. mittels TIDAL Accounts in höchster Streaming-Qualität. Zur technischen Detailbeschreibung hält sich Dockin relativ bedeckt. Lediglich die 50 Watt Gesamtleistung stehen im Raum. Größenangaben hinsichtlich der Chassis-Bestückung gibt es leider nicht.
Um mal gleich die Norm zu sprengen bzw. auch selbst die Pegelfestigkeit unter Beweis zu stellen, schmiss ich ein DJ Set von Deborah de Luca au den Lautsprecher. Die Titel der Djane, bekannt für recht hart Bass-Einlagen, harmonierten sehr gut mit dem Dockin zusammen. Der Bass ist nicht gequält, kommt punktuell gut an ist generell erstaunlich gut abgestimmt. Was sagt uns das jetzt genau? Wer mit dem Dockin die eine oder andere Party mit eben jeder Musik beschallen will, der dürfte definitiv glücklich werden, natürlich immer gemessen an der Größe des Lautsprechers. ABER, wer richtig auf den Pegelregler drücken will, der wird definitiv auch etwas zurückerhalten. Hier geht der D Fine 2 richtig nach vorn und kann Pegel en masse liefern – sehr erstaunlich. Ziehen wir jetzt mal bspw. einen deutlich teureren Teufel Rockster Cross zum Verglich heran, fällt der Unterschied relativ überschaubar zu Gunsten des Teufel-Lautsprechers aus – Wow! Der Vollständigkeit halber sollte aber noch erwähnt werden, dass das Teufel Derivat schon allein auf Grund der physischen Bestückung einen deutlich merkbaren Vorteil hinsichtlich des Bassanteils innehat.
Wer es etwas feingeistiger möchte, der bekommt hier ebenfalls das, was er erwartet bzw. sich wünscht. Eine wirklich saubere stimmliche Darbietung des jeweiligen Interpreten, ohne dass der Lautsprecher dem Wiedergabetitel seinen eigenen Charakter aufs Auge drücken will. Bühnenbildung ist relativ breit, nicht an der Schallquelle fixiert und löst sich im Innenbereich sehr gut davon ab. Aber eben auch nicht so gut wie beim „Luxuslautsprecher“ DALI Katch G2. In diesem Bereich sind eben ganz klar die akustischen Unterschiede auszumachen. Die drei DPS-Profile lassen sich durch gleichzeitiges Drücken der Plus- und Minustaste durchschalten. Hier würde ich jetzt nicht auf anhieb sagen, dass dieses oder jenes signifikant besser oder schlechter klingt. Das muss jeder für sich selbst ausprobieren und Probehören. Nett und positiv zu erwähnen ist auch das Skippen der Titel mittels der Steuerelemente (Play, Pause usw.).
In Summe ist der Dockin D Fine 2 im Vergleich zu seinem direkten Vorgänger deutlich verbessert sowie aber auch aufgehübscht worden. Das entscheidende, der Klang, hat im Vergleich zu den beiden anderen Parametern, nochmal mehr Aufwertung erfahren und bewegt sich jetzt da, wo man einen Lautsprecher erwartet. Bei der Akkuleistung kann ich die Angaben des Herstellers überwiegend bestätigen. Wenn man an der Pegelgrenze kratzt, dann sollte klar sein, dass die 12 Stunden schnell unterschritten werden. Bei normalen Terassenpegel kommen die 12 Stunden Laufzeit hin. Auf der nächsten Seite geht es mit dem finalen Fazit weiter.
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