Lautsprecher (portabel)

Test: Dockin D Fine+ (2020)

 

Praxistest und Klangcheck

Zur Praxis braucht eigentlich nicht viel gesagt werden. Die Bedienung ist selbsterklärend und lieferte im Test keine Probleme. Als erfreulich empfand ich beim ersten Einschalten, dass der Signalton nicht mehr so laut ist wie bei den beiden Vorgängern. Auch der Tragegurt ist gut umgesetzt und erfüllt seinen Zweck sehr gut. Braucht man am See etwas Beschallung, lässt sich der D Fine+ 2 schnell schultern, was einem einen eventuellen Rucksack erspart.

Dockin D Fine 01
Etwas ungleiche Konkurrenz: JBL Boombox 2 - Teufel ROCKSTER CROSS - Dockin D Fine+ 2

Kommt es zum Klangvergleich zum Dockin D Fine+, gibt es zunächst keine großen Änderungen beim D Fine+ 2. Das ist schon etwas erstaunlich, da den Datenblättern nach die Bestückung der Geräte unterschiedlich ausfällt. Somit bleibt also auch eine Nähe zum ursprünglichen Dockin D Fine erhalten. Insgesamt lässt sich der Klang so charakterisieren, dass Bass und Höhen ausgeprägt sind, der mittlere Bereich hingegen weniger. Das ändert sich allerdings schlagartig, wenn man eines der beiden Profile aktiviert. Beide ändern die Charakteristik deutlich. Beim Bass-Mode gefallen die Änderungen jedoch deutlich besser. Der D Fine+ 2 scheint hier auf einmal noch weiter zu wachsen, da spürbar mehr Kraft aus den Tiefton-Treibern sowie Radiatoren entweicht. An der Dynamik ändert die Anhebung der unteren Frequenzen dabei nichts. Der Lautsprecher ackert weiterhin auf einem gleichbleibendem Niveau. Der Clean Mode ändert die Soundkulisse komplett in die andere Richtung, was mir persönlich aber gar nicht zusagt. Die Bässe werden regelrecht gekappt, der Rest bleibt scheinbar aber identisch zum Balanced Mode, wodurch der D Fine+ 2 auf einmal sehr dünn und unausgewogen wirkt. Für mich ist dieser Modus kein Zugewinn, aber das mag auch an der favorisierten Musik liegen. Eine passende für dieses Profil wollte sich mir aber auch nicht offenbaren.

Dockin D Fine 03

Mit den beiden anderen abgebildeten Lautsprechern erfolgte zwar ein ungleiches Kräftemessen, aber einen Vergleich kann dennoch kurz angerissen werden. Was den Bass angeht, kann der D Fine+ 2 nicht mit der JBL Boombox 2 mithalten, was aufgrund des deutlich höheren Volumens auch kein Wunder ist. Zudem fehlt es dem Dockin Lautsprecher im direkten Vergleich die oben erwähnte Präsenz im Mitteltonbereich. Das kann die Boombox 2 ebenfalls besser. Der Teufel Rockstar Cross kann ebenfalls in allen Belangen eine Schippe drauflegen, bietet also mehr Bass und auch mehr Pegel. Aber auch hier ist der Vergleich nicht ganz fair, da der Teufel eine opulentere Treiber-Bestückung vorweist.

Dockin D Fine 11

Als Fazit lässt sich hier festhalten, dass der D Fine+ 2 durch den Bass Mode sich schon deutlich vom D Fine+ abhebt. Ob dies allerdings einen Aufpreis von 70€ rechtfertigt, steht auf einem anderen Blatt. Hier spielen die anderen Neuerung sicherlich auch eine wichtige Rolle. Eine App mit Equalizer wäre eventuell keine schlechte Idee. Immerhin bietet dies bspw. bereits der halb so teure Soundcore Motion+.


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