Bevor es um das Musizieren geht, soll natürlich auch das besondere Gimmick des Soundcore Flare 2 begutachtet werden - die Beleuchtung. Wie bereits angesprochen, handelt es sich um den einzigen Lautsprecher der Serie mit zwei Leuchtringen. Alle anderen besitzen nur einen am Boden. Beim Foto-Shooting im Freien ist dabei aufgefallen, dass die Leuchtkraft selbst bei bedecktem Himmel nicht sonderlich hoch ausfällt. In geschlossenen Räumen sieht es hingegen wieder komplett anders aus. Hier strahlen die beiden Ringe selbst bei Tageslicht sehr farbenfroh. Großes Ambiente wird damit allerdings auch dann nicht geschafften, wenn der Fixstern sich hinter den Horizont verkrochen hat. Insgesamt stellt auch der Flare 2 eher eine bunte Alternative zu einer Kerze dar. Interessanterweise leuchtet der Flare Mini kräftiger. Nutzt man die Soundcore App, kann man den Lautsprecher bzw. die Beleuchtung aber auch als Drehrad für Party-Spiele mit sechs Spielern nutzen.
Neben der verschiedenen Licht-Effekten kann man in der App auch den Klang nachjustieren. Zur Auswahl stehen vier Profile und ein 9-Band-Equalizer. Hier lässt sich auch der Bass de- oder aktivieren, was aber auch per Taste direkt am Gerät möglich ist. An der Bedienung hat Soundcore nicht wirklich etwas verändert. Bis auf die BassUp-Taste sind bspw. die gleichen wie beim Flare Mini vorzufinden. Das Logo dient also auch hier als Play/Pause und Skipp-Taste in beide Richtungen sowie zum Starten des Standard-Sprachassistenten des verbundenen Smart-Devices.
Jetzt aber zur Hauptaufgabe des Lautsprechers, der akustischen Unterhaltung. Hier tritt er gegen den Soundcore Flare Mini sowie den JBL Flip 5 an. Erster um einen Vergleich im eigenen Sortiment anzustellen, zweiter ist ähnlich ausgestattet und von ähnlicher Größe. Hört man den Flip 5 für sich, würde man ihm eine eher tiefere Abstimmung attestieren. Nimmt man den Flare 2 jedoch hinzu, bekommt man einen komplett anderen Eindruck. Der Soundcore Lautsprecher klingt auch ohne aktivierten BassUp schon etwas fülliger bzw. der Flip 5 etwas spitzer. Mit BassUp wird der Unterschied jedoch deutlicher. Hier bekommt der Flare 2 dann eine Betonung des unteren Frequenzbereichs, was zwar nicht in einen kickenden Bass mündet, aber ihm akustisch mehr Größe beschert. An der Sprachverständlichkeit ändert das nichts bzw. wenig.
Obenrum scheint er im direkten Vergleich zwar etwas gekappt zu sein, ich finde das persönlich aber nicht schlecht. Die Höhen wirken für mich damit weniger künstlich, was sich besonders bei Stimmen positiv auswirkt. Vor allem wenn es bei der Lautstärke Richtung Begrenzer der Speaker geht. Bis auf Anschlag kann aber auch er Flare 2 nicht ohne Verzerrung betrieben werden. Zwei, drei Stufen vor Ende wird aber auch schon ein adäquater Pegel erreicht. Rhythm n' Flouz von Celo & Abdi wird bspw. mit einer ausreichenden Portion Bass wiedergeben, der Rhythmus von den Mitten sauber getragen und die Stimmen, so wie es die Aussprache der Rapper zulässt, verständlich abgebildet. Für eine Party in kleiner Runde ist der Klang und die Lautstärke auf jeden Fall ausreichend detailreich und hoch. Und hier würde ich den Lautsprecher auch am ehesten im Einsatz sehen. Dadurch, dass er IPX7 zertifiziert ist, braucht man wegen umkippenden Getränken auch keine Panik schieben. Zum 360° Klang lässt sich sagen, dass tatsächlich in alle Richtungen abgestrahlt wird, aber schon leichte Unterschiede je nach Richtung feststellbar sind.
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