Lautsprecher (portabel)

Test: Aiwa Exos 9 Lautsprecher

Aiwa Arc 1 newsAiwa is back! Auch wenn es mit der ursprünglichen Firma nichts mehr wirklich zutun hat, möchte das Unternehmen an die erfolgreichen Jahre anknüpfen. Aktuell gibt es zwei Produkte und wir möchten uns aus dem Portfolio den Bluetooth-Lautsprecher Exos 9 heute genauer anschauen.

 

 

Ich war echt erstaunt als ich davon erfuhr. Mit dem Namen Aiwa verbinde ich, geboren 1980, einige spaßige Momente, waren doch die sogenannten Ghettoblaster und mobilen Kassettenspieler in den Neunzigern allgegenwärtig. Nachdem Sony dann die Firma übernahm wurde es nach und nach stiller um Aiwa, bis dann Anfang des 21. Jahrhunderts dann endgültig Schluss war, da Sony die Marke einstampfte. So die Geschichte um das traditionsreiche japanische Unternehmen. Aber da die Markenwiederbelebung in der heutigen Zeit anscheinend floriert, siehe auch Braun Audio auf der IFA, ist nun auch der Name Aiwa zurück im Business(?), jetzt aber in Amerika beheimatet. Man konzentriert sich aktuell auf Bluetooth-Lifestyle-Produkte, wie man am aktuellen Portfolio erkennen kann. Neben dem Aiwa ARC-1 Bluetooth-Kopfhörer, gibt das Programm noch den Exos 9 Bluetooth-Lautsprecher her und genau diesen möchte ich mir heute genauer anschauen.

 

Detailansicht

Als mich der Lautsprecher erreichte und ich den Brocken von einem mobilen Lautsprecher auspacken durfte, stieg die Spannung um so mehr, was dieser zu leisten vermag. Ja der Exos 9 ist groß und recht massiv in seinem Auftreten, bewegt sich ähnlicher Kategorie wie der Teufel Boomster XL, oder der von uns schon vorgestellte Marshall Tufton. Er gehört zwar zu den mobilen Lautsprechern, aber eher zu denen, die man nicht wirklich lange tragen möchte. Denn mit seinen knapp sechs Kilo Gewicht und den üppigen Ausmaßen, ist der Transport auf Dauer etwas mühselig. Aber er möchte auch gar kein mobiler Standbad Begleiter sein, denn dagegen spricht schon das nicht wetterfeste Gehäuse. Dieses besteht nämlich aus Kunststoff, ist in keiner Weise gegen Spritzwasser geschützt und somit eher zur Beschallung einer Terrassen- oder Gartenparty zu sehen.

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Optisch ist der Exos eher zurückhaltend gestaltet, wenn man das so beschreiben kann. Aufgrund der Größe und dem massiven Metallgitter in der Front wird man schon an die Jugend mit den Ghettoblastern erinnert, jedenfalls geht das mir so. Aber dank des Fortschritts fällt jetzt die Mitnahme sackschwerer Monozellen weg, denn im Exos 9 steckt ein austauschbarer 6-Zellen-Akku mit einer Leistung von bis zu 9 Stunden Spielzeit. Auch den so geliebten Kabelsalat der eigenen Mixtapes gibt es nicht mehr, mittlerweile agieren die modernen „Ghettoblaster“ ja kabellos mit smarten Geräten via Bluetooth. Herrlich dieser Fortschritt, was hätte mir das damals Kilos in meinem Rucksack erspart, naja zurück zum Exos 9.

Aiwa Arc 1 6k
Frontgitter ist eigentlich nicht abnehmbar, wir haben es trotzdem geschafft (..)

Wie angesprochen funkt der neue Aiwa Sprössling mit Bluetooth in aptX und somit CD-Qualität. Wer jetzt seinen Walkman noch anschließen möchte, den steht ein Aux-In Eingang zur Verfügung, Kabel liegt dem Lieferumfang auch direkt bei. Steuern lässt sich der Lautsprecher über das oben eingelassene Bedienpanel mittels berührungsempfindlicher Oberfläche. Besonders ist hier der 5-Band Equalizer, der es mir ermöglicht persönliche Anpassungen vorzunehmen in den einzelnen Frequenzbereichen oder auf vier voreingestellte Presets zurück zu greifen, dass bietet kaum einer in dieser Klasse.

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Der Akku des Exos 9 kann auch als Powerbank für das eigene Smartphone dienen

Optional lässt sich für knapp 13 Euro auch eine Fernbedienung mitordern, mit dem der Lautsprecher auch entspannt von der Gartenbank gesteuert werden kann. Auch das ist von Aiwa gut zu Ende gedacht. Im Inneren des Bass-Reflex-Gehäuses sind fünf aktive Schallwandler für die Audiowiedergabe zuständig. Neben zwei Hochtönern und zwei Mitteltöner, die rechts und links sitzen, befindet sich mittig ein ca. 16cm großer Tieftöner für die Basswiedergabe. Die Anordnung der Treiber erinnert stark an den legendären Aiwa Cs-880 Ghettoblaster von 1981, der hier wahrscheinlich auch optisch zumindest Pate stand. Zusammen soll das Gespann bis zu 200 Watt Dauerleistung generieren können, aber wir wissen ja wie vorsichtig man mit solchen Angaben umgehen muss, aber dazu im Klangcheck dann mehr.

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Rutschfeste und schonende Gummifüße

Optisch ist der Aiwa Exos 9 schon mal solide in meinen Augen. Sicherlich ist Kunststoff immer etwas befremdlich an einem Lautsprecher, aber die Verarbeitung ist gut gelungen und auch die Spaltmaße stimmen. Dazu kommt das wertige Frontgitter, welches aus stabilem Metall die dahinterliegenden Schallwandler im Eifer des Gefechts auch gut schützt. Bedienelemente bzw. das Panel empfinde ich auch als wertig und gaben jetzt keinen Anlass zur Kritik. Somit kommen wir zum praktischen Teil.


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