Als Testgerät verwendeten wir unsere Referenzplattform für Kopfhörer-Tests, den ASUS Xonar Essence One Muses Edition als Kopfhörerverstärker. Als Zuspieler stand ein Windows 10 PC zur Verfügung der per USB die Daten übermittelte. Die Musiktitel lagen ausschließlich im .FLAC-Format vor und wurden im Bit Perfect Modus an den DAC geschickt, um eine bit-genaue Wiedergabe für die verschiedensten Musikrichtungen sicherzustellen. Wegen der Unterstützung der Asio-Protokolle, kam als Abspielprogramm das JRiver Media Center 20 zum Einsatz.
Vorteil bei dieser Wiedergabe über das Asio-Protokoll ist, dass eine überflüssige Datenverarbeitung der Windows Audio Layer vermieden werden sowie die Unterstützung unterschiedlicher Bit-Tiefen und Sampleraten. Das von Steinberg Media Technologies entwickelte Protokoll bietet somit die perfekte Voraussetzung für eine bitgenaue Wiedergabe und kann dem Hörer einen unverfälschten Sound präsentieren.
Starten wollen wir mit dem Song Get ur freak on von Missy Elliot. Der erste Beat setzt ein und zaubert uns ein leichtes Lächeln aufs Gesicht. Die Dynamik, mit der der Turn antreibt, ist schon sehr bemerkenswert und macht Lust auf mehr. Aber nicht nur der Bass überzeugt, auch die weiteren Frequenzbereiche sind überraschend neutral wiedergegeben und unterstreichen den Beat-lastigen Titel. Auch der Rap-Gesang von Rap-Königin Elliot wird gut in das Geschehen eingebunden und eine gewisse Räumlichkeit ist zu vernehmen. Erhöht man den Bassbereich mit Hilfe des Drehreglers, gibt es gewaltig auf die Mütze. Selbst bei moderater Lautstärke haut der Turn uns eine Bassattacke nach der anderen um die Ohren.
Um den Kopfhörer auch im oberen Frequenzbereich etwas zu fordern, entschieden wir uns für den Track High Ball Stepper von Jack White. Auch hier lässt sich der Kopfhörer nicht lumpen und spielt den Titel sehr kraftvoll und detailliert dem Hörer vor. Die Gitarrenriffs von Jack White sind präsent und klar herausgestellt, der Titel regt zum Headbangen an. Ab und zu wird für den Turn die Luft im oberen Frequenzband etwas dünn. Grundsätzlich wird aber eine recht saubere Wiedergabe erreicht, die trotz der enormen Pegelfreudigkeit im Bassbereich, neutral und jederzeit als präzise zu beschreiben ist.
Damit der Turn auch mal zeigen kann was er zu leisten vermag, kam der Track Savior von den Bassjackers zum Einsatz. Um das Erlebnis zu beschreiben, reichen eigentlich ein paar kurze Worte "Turn coming home". Das ist das Territorium wo der Turn all seinen Stärken ausspielen kann. Es ist schier unglaublich was für eine Gewalt Teufel auf den Hörer loslässt und wir haben den Drehregler noch nicht mal angefasst. Steuert man den Bassbereich noch um zwei Schritte nach oben, wird es heftig in den Gehörgängen. Der Turn schafft dementgegen immer die Mitten und Höhen nicht zu vergessen und es klingt recht homogen, wenn man es denn noch so nennen darf. Denn der Tieftonbereich ist sehr dominant und der unangefochtene König unter den abgespielten Frequenzen. Der verbaute Treiber übersteuert nie, liefert durch die Bank ein sauberes Klangbild ab und das auch bei Lautstärken die der Gesundheit auf Dauer schaden würden. Absolute Paradedisziplin für den Kopfhörer.
Beim Thema Tragekomfort wird es eher schwierig. Der Turn ist mit seinen 470 Gramm kein Langstreckenbegleiter oder für längere Reisen. Man merkt den Hörer wenn man Ihn trägt, und genau hier fordert die massive Bauweise ihren Tribut ein. Aber das ist auch nicht das Einsatzgebiet des Turn Kopfhörers. Er soll die Ohren fest verschließen und dem DJ, ob auf einer Party oder einem Gig, unterstützen seine Arbeit machen zu können und das zuverlässig. Und genau das bringt der Turn Kopfhörer mit. Die mechanischen Teile sind alle sehr stabil ausgeführt, der magnetische Verschluss kann nicht verschleißen und die Ohrmuscheln sitzen angenehm fest und dämpfen die Umgebungsgeräusche sehr ordentlich. Kommen wir nun abschließend zum Fazit.
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