Kopfhörer

Test: Teufel Real Z

 

Detailansicht

Wie Eingangs beschrieben will Teufel mit dem Real Z keinen Nachfolger des Aureol Real präsentieren, sondern viel mehr ein verbessertes Alternativprodukt anbieten. Denn wenn man beide Kopfhörer gegenüberstellt, lassen sich recht schnell viele Unterschiede ausmachen. Führend ist natürlich die Bauweise – Aureol Real: offen, Real Z: halboffen. Daraus resultiert logischer Weise auch ein anderes Klangverhalten, doch dazu aber später mehr. Der Komponentenaufbau im Bereich des Kopfbügels ist auf den ersten Blick gleich geblieben, der Detailanblick gibt dann aber Aufschluss. Der Bügel kommt nun einen Tick flexibler daher. Zugleich hat man die Materialstärke nochmals angehoben. Den Herstellernamen hat man mit einer Art Ausstanzung optisch ansehnlich eingearbeitet. In der Summe also ein Zugewinn an Wertigkeit.

Teufel Real Z 1 Teufel Real Z 2 Teufel Real Z 3

Am praktischen und einfachen Schiebemechanismus zum Verstellen der Bügelgröße, hat Teufel erfreulicher Weise festgehalten. Im Zweifelsfall kann man also auch bequem während des Tragens auch nochmal nachjustieren. Aluminiumelemente verzieren an dieser Stelle ebenfalls den Bereich. Zugleich ist dort auch der Produktname aufgedruckt. Aus der Ohrmuschel geht dann das mit Stoff ummantelte Audiokabel raus und verschwindet wieder im Kopfbügel. Die Muschel-Chassis beider Kopfhörer sind äußerlich identisch, sind aber auf Grund der angesprochenen halboffenen Bauweise überarbeitet worden. Die Ohrmuscheln kommen nun mit Proteinleder (Lederimitat) daher, welches auch im Kopfbügel untergebracht wurde.

Teufel Real Z 4 Teufel Real Z 5 Teufel Real Z 6

Die jetzt umgesetzte halboffene Bauweise dämpft mit der eingebauten Polsterung die Außengeräusche ab, was zugleich auch für die eigene Geräuschentwicklung nach außen hin gilt. Heißt also, dass man in der Bahn seinem Sitznachbarn weniger mithören lassen muss. Unter dem Chassis sitzen zwei 44-mm Breitbandmembranen die durch Neydymmagnete befeuert werden.

Teufel Real Z 7
Im direkten Vergleich: Der Teufel Real Z (links) und Aureol Real (rechts)

 

Klangcheck

Der Real Z setzt da an wo Teufels Erstlingswerk, also der Aureol Real, aufgehört hat. In der Praxis schellte uns eine unglaublich gute Linearität ins Ohr, die in der Beurteilung nur gut sein kann. Im Gegensatz zum Aureol Real, kommt der Real Z nun aber mit satten, aber wohl dosierten Bässen auch im unteren Frequenzbereich daher. In der Summe wirkt das Ganze absolut stimmig und bereitet einfach nur Spaß.

Dem Klangerlebnis hat dann aber das Spieleerlebnis die Krone aufgesetzt. In diversen Action- Shootern kann das lineare Klangbild nochmals seine Stärke voll ausspielen. Schepperndes Kettenrasseln oder Annähern des Gegners wird nun mehr als deutlich wahrgenommen und in einer effektvollen Kulisse wiedergegeben. Im Grunde genommen sind die Kopfhörer damit zwar zweckentfremdet, eignen sich aber auch wunderbar dafür, sofern der Anwender kein Mikrofon benötigt.

Die halbabgeschirmte Bauweise ermöglicht ein noch besseres Maß an Klang, da das Gefühl der Abschirmung nach außen hin besser rüber gebracht wird, als das es der Aureol Real machen könnte. Der Real Z hat einen guten Anpressdruck am Ohr um die o.g. Abschirmung auch erzielen zu können. Subjektive Einschätzungen würden jetzt schreiben, dass er zu fest sitzt. Wer kann, sollte vorher unbedingt eine Probesitzung machen! Die nur 180 Gramm Gewicht machen den Kopfhörer auf jeden Fall zu einem idealen Wegbegleiter, dem eine Fernbedienung am Kabel, zum Skippen der Titel, sichtbar gut getan hätte. Kommen wir nun abschließend zum Fazit.

 


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