Die Verpackung des Kopfhörers (ebenso wie des Travelcases) ist komplett Kunststoff frei. Damit möchte Anker den Nachhaltigkeitsgedanken stärken. Unabhängig davon, ist die Packung sehr einfach zu öffnen und bietet echten Mehrwert mit Kurzanleitung und minimalen Platzaufwand.
Das Space One Pro Travelcase erinnert vom Material und Design her an das Case der Apple Airpods Max. Allerdings noch einmal deutlich durchdachter, denn durch das Falten mittels FlexiCurve kann der Kopfhörer sehr platzsparend im Travelcase untergebracht werden. Die Verarbeitung ist hochwertig und in dunkel- und hellgrau gehalten. Sowohl für die schwarze als auch die weiße Variante des Kopfhörers steht das Case als neutraler Begleiter zur Verfügung. Die Steppnähte sind hochwertig verarbeitet und machen einen langlebigen Eindruck. Der Tragegriff ist mit einem magnetischen Verschluss versehen, der sehr stark ist und keinerlei Zweifel an der Tragesicherheit lässt. Der Preis mit knapp 35€ ist aus unserer Sicht ein wenig hoch angesetzt und vermutlich eher dem Design als den Materialkosten geschuldet.
Im ersten Moment wirkte der Kopfhörer seltsam belegt, verwaschen und unklar. Da wir dies absolut nicht von Anker / Soundcore gewohnt sind, haben wir uns die Einstellungen genauer angesehen. Und die Ursache war schnell gefunden: Die Dolby Audio Einstellung. Wir empfehlen fürs Musikhören (also keine Filme, Serien, Konzerte) den Dolby-Modus zu deaktivieren, denn das hat den Klang deutlich verbessert.
Über alle Genres betrachtet bietet der Kopfhörer eine spaßige Abmischung, ohne allerdings einen Bereich überzubetonen. So sind sowohl der Bass als auch die Höhen von Hause aus leicht geboostet. Das ist eine sehr angenehme und langzeittaugliche Abstimmung.
Der Beginn des Stücks mit leicht einsetzender Stimme wird mit detaillierten Höhen und eindringlicher Stimme wiedergegeben. Insgesamt fügen sich die Instrumente harmonisch ins Gesamtbild ein. Der Bass ist ebenfalls knackig. Damit verbessert sich der Soundcor Space One Pro in jeder Disziplin deutlich im Vergleich nur Non-Pro-Version.
Bei dem Stück von Muse spielt die Abstimmung des Kopfhörers in seine Karten. Sowohl die Synthieklänge als auch das Schlagzeug sind von Beginn an präsent und sehr plastisch zu orten. Die Stimme steht breit und detailliert auf der virtuellen Bühne, direkt vor dem Hörer. Die Separierung der einzelnen Instrumente ist sehr gut gelungen und steht Top-OverEars nur sehr wenig nach. Der Sprung, den der Pro-Kopfhörer zu seinem Vorgänger gemacht hat, ist ebenfalls deutlich auszumachen.
Der Tiefbass zu Beginn des Stücks wird erstaunlich voluminös und präzise wiedergegeben. Dazu werden die Höhen detailliert und sehr breit gefächert abgespielt. Der Fortschritt im Vergleich zum Non-Pro-Modell ist auch hier sehr deutlich und positiv zu hören.
Haben wir beim Vorgänger noch den fehlenden Tiefbass bemängelt, muss man dem Soundcore Space One Pro seine beeindruckenden Tiefbassfähigkeiten attestieren. Natürlich nicht vergleichbar mit einem dedizierten Subwoofer im Heimkino, bringt der Kopfhörer in seiner Preisklasse einen sehr voluminösen und impulstreuen Bass auf die Ohren. Dabei können Mitten und Höhen ohne Überlagerungen und vielen Details wiedergegeben werden. Auch der Kickbass fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein.
Die verschiedenen, elektronischen Stereoeffekte werden plastisch und sehr breit gefächert auf der virtuellen Bühne verteilt. Sowohl der Tiefbass als auch die Stimme sind sehr präsent und machen einfach Spaß beim Zuhören. Dabei rücken die anderen Instrumente nie in den Hintergrund. Damit bietet der OverEar-Kopfhörer ein sehr stimmiges Gesamtbild.
Die Instrumente am Beginn des Stücks bieten deutlich mehr Auflösung als beim Vorgänger. Auch die Nuancierung der Lautstärken der einzelnen Instrumente macht einen deutlichen Schritt nach vorn. Die prägnante Stimme des Sängers findet sich klar vor dem Hörer, mittig auf der Bühne platziert. Die Weiterentwicklung des Klangs ist beeindruckend.
Auch bei Pink Floyd kann der Anker-Kopfhörer deutliche Verbesserungen zeigen. Von einer einfachen Links-Rechts-Verortung der Münzen hat er sich zu einer deutlich differenzierten Platzierung der einzelnen Münzen jeweils auf der linken oder rechten Seite entwickelt. Die Stimmwiedergabe löst im wahrsten Sinne des Wortes Gänsehaut aus. Zusammen mit starken Impulsattacken und Gitarrenriffs wirkt auch das Saxophon eindrucksvoll. Wir sind erneut begeistert von dem großen Schritt, den der Kopfhörer nach vorn gemacht hat.
Die Stimme des Weezer-Frontmans steht im Vordergrund, so wie es sein soll und wird von gut separierten und detaillierten Instrumenten unterstrichen. Der typische E-Gitarrenklang der Band wird gut in Szene gesetzt und fügt sich harmonisch in das Geigenbild ein. Das Stück liegt dem Soundcore Space One Pro ausgesprochen gut.
Die Wiedergabe der Geigen hat sich deutlich verbessert im Vergleich zum Soundcore Space One, sowohl was die Details angeht, als auch die Auflösung insgesamt. Einzelne Instrumente sind deutlich unterscheidbar und mühelos auf der Bühne zu orten. Die Dynamiksprünge werden impulsiv und auf den Punkt wiedergegeben. Damit ist auch einer der Kritikpunkte aus dem vorherigen Test obsolet.
Auf der nächsten Seite kommen wir zum abschließenden Fazit.
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