Laut Hersteller ist bei voller Ladung des Akkus ein Betrieb von neun Stunden möglich. Dies deckt sich nicht mit den Testergebnissen und ganz gleich, ob das Mikrofon aktiv war oder nicht, nach ungefähr 8 Stunden Nutzung strich das Gerät die Segel und eine revitalisierende Aufladung war nötig. Es ist möglich, dass die Lautstärke ebenfalls die Betriebsdauer beeinflusst und dadurch eventuell die ein oder andere Minute herausgeholt werden kann. Für eine volle Akkuladung müssen Nutzer ca. 4 bis 5 Stunden Ladezeit einkalkulieren. Die Aufladung war nur mit dem kürzeren von den beiden mitgelieferten USB-Kabeln möglich. Eine Ladung bei aktuellem Betrieb war unter den Umständen nicht möglich.
Bild: Transmitter des Panasonic SoundSlayer SC-GNW10E
Bei der kabellosen Übertragung von Audiosignalen kommt nicht etwa ein moderner Bluetoothstandard zum Einsatz, sondern eine stabile 2,4-Ghz-Wi-Fi-Technologie. Mit deren Hilfe kann der SoundSlayer 4-Kanal-Audiosignale mit recht niedriger Latenz von 20ms verarbeiten. Das Gerät ist also kein Ersatz für einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher und funktioniert auch nur innerhalb von ca. 5 Metern störungsfrei. Ein freies Bewegen im Haus oder Wohnung ist also nicht möglich und das Produkt ist wirklich ausschließlich als Alternative zu Gaming-Headsets zu betrachten.
Bild: Transmitter des Panasonic SoundSlayer SC-GNW10E
Im Inneren des SoundSlayer schlummern insgesamt vier 38-mm-Lautsprecher, die so angeordnet sind, dass ein gewisser Raumklang entsteht. Der Hersteller hat sich glücklicherweise für eine recht neutrale Abstimmung der Lautsprecher entschieden und auch wenn durch die Anpassungsmöglichkeiten persönlichen Präferenzen Raum zur Verfügung steht, wird das Gerät sicher nicht zur Bass-Boom-Box. In Spielen funktioniert der Nackenlautsprecher wirklich sehr gut und vermittelt ein wirklich immersives Mittendrin-Gefühl.
Im FPS The Outer Worlds waren sowohl Umgebungsgeräusche, die Stimmen der Teammitglieder, die Waffensounds als auch die Schritte der Gegner sehr gut und differenziert wahrnehmbar. Die Widersacher waren punktgenau zu lokalisieren und die einzelnen Sound-Elemente überlagerten sich nicht. Der FPS-Modus macht hier durchaus eine ansprechende Figur. Für den Test des RPG-Modus wurde das aktuelle NHL 24 von EA Sports verwendet und auch hier kann das Gerät überzeugen und alles wirkt so, als wäre man mitten im Geschehen. Im Voice-Modus wurden diverse dialoglastige Titel getestet und bei allen Spielen setzten sich die Stimmen der NPCs gut durch und waren stets verständlich. Für Musik eignet sich der SoundSlayer nur bedingt, da durch die Neutralität eine Dominanz der Mitten vorliegt und es sowohl bei den Tiefen als auch bei den Höhen an Druck und Brillianz fehlt. Die Bässe sind wirklich nur leicht vorhanden und auch nur im geringen Maße physisch spürbar. Hier macht sich das Fehlen eines dedizierten Tieftöners am deutlichsten bemerkbar. Glücklicherweise stellt Panasonic die Möglichkeit bereit, einen separaten Subwoofer via Kabel mit dem Transmitter zu verbinden.
In puncto Sprachqualität in Online-Multiplayer-Spielen oder Videocalls gibt es wenig zu kritisieren, da das Feedback des Gegenübers deutlich zu vernehmen ist und auch die eigene Stimme, dank der zwei Mikrofone, deutlich und in ansprechender Qualität übermittelt wird. Hierfür zeichnet sich eine KI verantwortlich, welche die Stimme von Soundeffekten trennt. Latenzen konnten in allen Praxisbereichen nicht festgestellt werden, es sei denn, man entfernt sich zu weit vom Transmitter. In diesem Fall kommt es zu Störungen in der Übertragung. Interferenzen mit anderen WIFi-Geräten lagen während des Testes nicht vor. Kommen wir auf der nächsten Seite zum finalen Ergebnis.
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