Kopfhörer

Test: JBL Reflect Aware

 

Vorwort

Für den Klangcheck wurden verschiedenste Ressourcen herangezogen um möglichst viele Aspekte und Facetten der Kopfhörer zu Prüfen.  Bei der Auswahl der Titel ist natürlich immer ein gewisser Einfluss durch den eigenen Geschmack vorausgesetzt. Wir möchten hier die Gelegenheit Aufgreifen um Stellung zu beziehen, dass unsere Auswahl absolut nicht abwertend gegenüber andere Geschmäcker nach außen getragen werden soll. Jeder hat seinen eigenen Gusto wenn es um Musik geht und das ist auch gut so.

JBL Reflect Aware 15

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf ist unsere Musikauswahl auch etwas Moderner ausgefallen. Aktuelle Titel aus dem Pop-Genre, viele Indie Rock & Rock'n Roll Klassiker aber auch Power-Songs die für ein intensives Training wie geschaffen sind. Um die bestmögliche Audioqualität zu gewährleisten wurde für die Wiedergabe der Songs TIDAL verwendet - Musik im High-Fidelity bzw. Lossless-Format.

 

Klangcheck

Da die Kopfhörer vor allem für den Bereich Sport gedacht sind, wurden diese natürlich auch unter den passenden Bedingungen getestet. Zu den persönlichen Erfahrungen mit diesen Kopfhörern wird anschließend noch eine kurze Zusammenfassung bereitgestellt. Der Tragekomfort der Kopfhörer ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase enorm. Sie sitzen fest in der Ohrmuschel und sind selbst nach längeren Tragen immer noch angenehm und lassen kein Druckgefühl entstehen. Dadurch das sie quasi ins Ohr "eingedreht" werden, ist die Geräuscheunterdrückung sehr gut gelungen, der Fokus kann voll und ganz auf den Sport gerichtet werden, alles andere um einen herum verstummt förmlich.

JBL Reflect Aware 16

Es gibt die Möglichkeit das "Ambience-Aware" einzuschalten, so kann gesteuert werden, inwiefern die Geräusche der Außenwelt zugelassen werden oder nicht. Im Fitness-Studio zum Beispiel, kann man so voll und ganz alle anderen Geräusche ausblenden, während es bei einem Lauf im Freien durchaus wichtig ist auch noch die Umwelt wahrzunehmen um eventuelle Gefahren zu erkennen.

Der Sound der von den JBL Kopfhörern wiedergegeben wird ist erstaunlich. Die tiefen basslastigen Passagen, aber auch die Höhen werden optimal wiedergegeben. Es ist ein Klang der seines Gleichen in dem Bereich der In-Ear Kopfhörer sucht. Die Tiefen-Wiedergabe ist selten so gut gelungen wie bei diesem Modell. Der Bass der von den kleinen Kopfhörern ausgeht ist förmlich spürbar. Sei es beim Abspielen von Rock Titeln der Band Foo Fighters oder auch bei Funk-Nummern wie der Track 24k Magic von Bruno Mars, die Wiedergabe ist sehr sauber und präzise. Jeder klang ist klar und deutlich zu hören - das Hör Erlebnis als Gesamtes muss man selbst erlebt haben um die Begeisterung für diese Kopfhörer nachzuvollziehen.

JBL Reflect Aware 07

Alles in allen hat JBL mit den Reflect Aware ein sehr solides Produkt auf dem Markt gebracht welches nicht nur die Anforderung sowie die Erwartungshaltung erfüllt, sondern auch noch bei extremen sportlichen Tätigkeiten sehr viel Tragekomfort bietet und mit unfehlbaren Sound jeden Lauf zum Erlebnis macht. Kommen wir abschließend zum Fazit. Hier wird nochmal ein Gesamtüberblick der gesammelten Eindrücke in kurzen Sätzen zusammengefasst.

 

Persönliche Meinung des Redakteurs - Dominik Finke


d.finkeIch war zuerst skeptisch ob ich mich mit der Form der neuen Kopfhörer von JBL anfreunden kann, aber nachdem ich die passenden Ohrmuschelstücke am Kopfhörer angebracht hatte, waren diese kaum noch spürbar. Was durchaus sehr spürbar ist, ist die hohe Wiedergabequalität der Tracks. Wenn ich Laufen gehe habe ich oft ein Problem mit den Standard-Kopfhörern, weil diese nach einer gewissen Zeit nicht mehr bequem sind oder während des Laufens einfach mal aus dem Ohr fallen. Dies lenkt nicht nur von dem eigentlichen Sport ab, sondern ist auch noch unangenehm. Zu meiner Überraschung haben diese Kopfhörer von JBL alles mitgemacht was mir in den Sinn kam. Ob Kopfstand, Sprinten, Joggen oder Krafttraining, die Kopfhörer sitzen bombenfest im Ohr und liefern ein Sounderlebnis welches seines gleichen sucht.

 


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Diskutiert diesen Artikel im Forum (2 Antworten).
Gesendet: 25 Jan 2017 23:04 von Dominik #991
Dominiks Avatar
Hallo RostockRockt!

Vorab: wird nicht übel genommen, ich freue mich immer über Feedback! Weiter im Kontext:

Ich habe mir die JBL Relfect Aware nochmal vorgenommen um zu Prüfen ob ein deutlicher Unterschied zwischen MP3/AAC und Lossless zu hören ist. Ich habe mir zu diesem Zweck ein paar gezielte Lieder ausgesucht bei denen es markanten Stellen gibt an welchen so ein unterschied deutlich merkbar ist:
Angefangen bei 24k Magic von Bruno Mars, ich höre dieses Lied selber sehr gerne, deswegen war es für mich besonders einfach den unterschied zu hören. Ich selber verwende TIDAL HiFi um die Musik im Lossless Format zu genießen. Es gibt sicherlich viele die mir widersprechen werden und sagen das kein Unterschied hörbar ist, dennoch, Ich selber bin seit 13 Jahren Musiker und somit habe ich sowieso ganz andere Anforderungen wenn es um Musik geht. Fakt ist dennoch: umso mehr Musik im Lossless-Format gehört wird, desto mehr fällt es auf wenn es nicht in der Qualität abgespielt wird.

Im großen und ganzen sind die unterscheide nicht so groß, aber im Detail macht es einen Song entweder "Ok" oder "Wie geil ist dann denn!". Es hängt auch einfach damit zusammen das ich etwas Audiophil bin und sofern es möglich ist immer im Lossless-Format Musik höre :)

Wieder zurück zum Thema:
Die JBL haben mit der Lossless-Musik einfach mehr "Farbe". Die Musik ist voller und detaillierter und der Bass der über die kleinen Kopfhörer durchkommt, bringt einen Musikfanatiker einfach nur zum Lächeln, wie oben geschrieben: Wie geil ist das denn!
Bruno Mars - 24k Magic: Hier spielen die Kopfhörer ein Heimspiel, der Bass pumpt richtig und die Stilrichtung Funk fordert viele Details, der Vergleich lässt bei diesem Lied keine Frage offen ob der unterschied bemerkbar bzw. hörbar ist.

Falls du dich für Rock und Indie begeistern kannst: Mallory Knox - Lighthouse.
Bei diesem Lied ist vor allem im Intro der unterschied bemerkbar: wieder sind es nur kleine Details, mehr tiefen, es umfasst den Hörer einfach mehr, mitten drin statt nur dabei um es mal ganz platt auszudrücken.

Falls du eher im Bereich RnB/Hip Hop oder Dance/Dubstep unterwegs bist (also alles was basslastiger ist), bist du mit diesem Kopfhörer mehr als bestens ausgestattet. Ich bin ein starker Verfechter von Kabeln, ein Signal wird über Kabel meiner Meinung nach IMMER besser übertragen werden als es jegliche kabellose Variante kann.

Um es kurz zu fassen: wenn du auf hohe Wiedergabequalität wert legst, bist du mit diesen Kopfhörern goldrichtig. Mit der JBL-App können dann noch die EQs nach Wunsch geregelt werden - auch ein schöner Bonus. Mit den Kopfhörern kann man in diesem Fall nicht falsch liegen.

Ob TIDAL HiFi was für dich ist: das kannst du nur selber für dich testen, einen Monat mal 10€ mehr ausgeben und dann hast du die Gewissheit ob es sich für dich lohnt , das ist immer nach eigenen ermessen. Ich werde nicht mehr drauf verzichten :)

Beste Grüße aus der Redaktion
Dominik
Gesendet: 24 Jan 2017 23:46 von RostockRockt #986
RostockRockts Avatar
Hallo!

Klasse, dass hier in Lossless getestet wurde; guter Artikel. Mich interessiert, ob man mit diesen Ohrhörern einen Unterschied zwischen normaler MP3 bzw. AAC-Qualität (Spotify, Apple Music) und Lossless (Tidal) hört. Wurde das getestet bzw. kann das bitte jemand testen?

Ich überlege zwischen Lightning-Ohrhörern (wegen der höheren möglichen Datenraten in Verbindung mit Tidal Hifi) und guten Bluetooth-Ohrhörern. Hier habe ich die Jaybird X3 oder Freedom im Auge und auch die noch kommenden Beats X, die von den reinen Daten her interessant sind.

Theoretisch sollte man bei Bluetooth keinen Unterschied hören, da das iPhone soweit ich weiß nur 256 kbps AAC übertragen kann. Tidal Hifi wäre demnach 10 EUR im Monat verschwendet.

Mit den Standard Lightning EarPods höre ich einen recht deutlichen Unterschied, der allerdings nicht so groß ist, dass ich das teurere Abo wählen würde.

Zusammen gefasstt: überholen die JBL Reflect Aware die (unter MP3-Bedingungen) o.g. etwa gleich guten Bluetooth-Modelle, wenn man auf Tidal Hifi wechselt, weil der Unterschied zugunsten der JBL ggf. größer ist?

Vielen Dank vorweg für die Antworten!

P.S. Nicht übel nehmen, die Interpunktion im Artikel ist hart!

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