In den Ohrhörern sitzen jeweils 6mm große dynamische Treiber, welche ein Frequenzband von 20-20.000 Hertz abbilden können sollen. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth 5.1 mitsamt aptX. Auch wenn aktuelles Bluetooth 5.1 mit von der Partie ist, bieten die Kopfhörer keine Low Latency Unterstützung, sodass bei einer Kopplung zum Bespiel einem TV immer etwas Verzögerung im Ton mitschwingt.
Aber dafür sind die Kopfhörer ja auch nicht gar gedacht, hier geht es um das Musikhören zusammen mit einem smarten Zuspieler. Gesteuert werden die Kopfhörer über Tippen auf den Stöpseln, was in der Praxis deutlich besser gelöst wurde, als bei den meisten anderen Modellen zahlreicher Herstellern. Nachfolgend noch eine kleine Übersicht der bislang von uns getesteten In Ears:
| Modell | Marshall Mode II | Klipsch T5 II | Panasonic RZ-S500W |
Panasonic RZ-S300W |
Technics EAH-AZ70W |
Klipsch T5 | Philips UpBeat SHB2515 |
Cambridge Audio Melomania 1 |
Cambridge Audio Melomania Touch |
| Link zum Test |
Test | Test | Test | Test | Test | Test | Test | Test | |
| Gewicht |
4,75g Ohrhörer |
- | 7g / 45g | 4g / 45g | 7g / 65g | 5,5g / 96,9g | 6g / 96g | 4,6g / 37g | 5,9g / 55,6g |
| Akku- laufzeit |
5h / 25h | 8h / 24h | 6,5h / 13h | 7,5h / 22,5h | 6,5h / 13h | 8h / 24h | 5h / 110h | 9h / 36h | 9h / 41h |
| Treiber- Größe | 6mm | 5mm | 8mm | 6mm | 10mm | 5mm | 6mm | 5,8mm | 7mm |
| Bluetooth | 5.1 | 5.0 | 5.0 | 5.0 | 5.0 | 5.0 | 5.0 | 5.0 | 5.0 |
| Audio- Codecs |
SBC, AAC, aptX | SBC, AAC, aptX | SBC, AAC | SBC, AAC | SBC, AAC | SBC,AAC, aptX | SBC | SBC, AAC, aptX | SBC, AAC, aptX |
| USB-Anschluss | Typ-C | Typ-C | Typ-C | Typ-C | Typ-C | Typ-C | Micro | Micro | Typ-C |
| Zerti- fizierung |
IPX4 | IP67 | IPX4 | - | IPX5 | - | |||
Übersicht unserer zuletzt getesteten True-Wireless Kopfhörer
Auch wenn die Oberfläche berührungsempfindlich agiert, muss man schon fester tippen als nur den Ohrhörer berühren, aber nicht so fest, dass man den Stöpsel immer tiefer in den Gehörgang drückt. Marshall hat auch ein leicht haptisches Feedback integriert, welches die erfolgreiche Bedienung bestätigt. Das funktioniert im Alltag exzellent, aber leider sind die Steuerungsoptionen etwas gering. Auf der rechten Seite kann man gehörte Titel pausieren bzw. wieder starten oder eben durch mehrmaliges Tippen skippen. Über den linken Ohrhörer lässt sich der Transparenzmodus und der Sprachassistent starten, eine Lautstärkeregellung, für mich persönlich die wichtigste Einstellung, fehlt leider. Erfolgt ein Anruf, kann man diesen auf beiden Stöpseln durch Tippen annehmen bzw. zweimal Tippen weist den Anruf ab. Gut umgesetzt und mit Hilfe des Sprachassistenten könnte man auch die Lautstärke steuern, in dem man zweimal auf den linken Ohrhörer tippt und „Lauter“ oder „Leiser“ befehlt. Eine direkte Lautstärkeregellung hätte mir persönlich aber besser gefallen.







Natürlich darf eine App-Steuerung nicht fehlen und auch Marshall bietet eine übersichtliche Software-Lösung für die Mode II an. Praktisch ist auch, dass das Smartphone automatisch merkt, dass sich ein neuer Kopfhörer nähert, eine Kopplung vorgeschlagen wird und auch direkt zur Marshall App im Google Playstore verwiesen wird. Ob das Features jetzt Android oder Marshall bereitstellt kann ich nicht genau beantworten, aber praktisch ist es in jedem Fall. Die App selbst ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet einen schnellen Zugang, auch für Einsteiger. Über die Software erreicht man die Klangeinstellungen, einen Equalizer mit vordefinierten Presets oder eben zwei Speicherplätze für eigene Abstimmungen. Dazu können hierüber Firmware-Updates vorgenommen werden, der aktuelle Akkuzustand der Ohrhörer abgelesen oder der Transparenz-Modus in seiner Intensität geregelt werden. Die Steuerung kann man, wie bei den Cambridge Audio Melomania Touch, aber nicht anpassen und muss sich mit den Werkseinstellungen zufrieden geben.
Klanglich sind In-Ears bzw. diese, die direkt im Gehörgang ihren Halt finden, immer etwas schwierig reproduzierbar zu beurteilen. Kleine Veränderung im Sitz, können das Klangbild gerade in den unteren Frequenzen verfälschen. Die Marshall Mode II sind hier nicht so anfällig, da der Sitz immer ähnlich gut ist und ich immer ein gutes Klangbild erfahren durfte. Mir gefällt die vom Werk aus homogene Abstimmung, sodass gehörte Live-Alben, gefühlvolle Balladen oder bassgewaltige Electro-Tracks nicht nur Spaß machen, sondern auch die nötigen Emotionen transportieren. Ob die fein rauchige Stimme einer Diana Krall, oder fette Gitarrensolos von James Hetfield, souverän meistern die Kopfhörer jedes Genre mit einer hohen Klangkultur, überzeugen mit einer kraftvollen Dynamik, welche auch bei hohen Lautstärken nicht verzerrt bzw. überfordert wirkt. Marshall paart das mit einer gefälligen Detailwiedergabe, sodass feine Instrumente nicht einfach verschluckt, sondern gut im Hintergrund arrangiert wahrgenommen werden können.
Das Case ist deutlich kleiner als das vom Cambridge Audio Melomania Touch
Auch die räumliche Wahrnehmung war für einen direkt im Ohr steckenden Kopfhörer recht ausgeprägt, sodass ein stimmiges Bühnenbild erzeugt wurde, wenn man das so nennen kann, für einen Kopfhörer aber stimmig in meinen Ohren. Wer jetzt einen HiRes-Kopfhörer für jeden „Kleinkram“ sucht, welcher jedes Detail seziert, wird aber mit den Mode II nicht glücklich. Die Abstimmung ist eher an dem „Allgemein-Geschmack“ angelehnt, welche sich allen Frequenzbereichen widmet, ohne einen zu präferieren. Das Ganzen ist den Ton-Ingenieuren bei Marshall auch gut gelungen ist, da er für den „normalen“ Musikbegeisterten alles nötige inklusive eines guten Sitzes im Gehörgang mitbringt, jedenfalls bei mir. Die in der App untergebrachte Klangsteuerung ist jetzt subjektiv empfunden nicht nbedingt notwendig, da die „Marshall-Abstimmung“ schon gut gewählt ist, aber der 5-Band-Equalizer hilft dem einen oder anderen sicherlich weiter bei der Findung seines gewünschten Klangbildes. Kommen wir abschließend zum Fazit.
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