Die Apple AirPods Max kosten 612,70 Euro und sind in Deutschland seit dem 15.12.2020 erhältlich. Seit diesem Zeitpunkt steht der Redaktion ein Sample in der Farbvariante Space Grau zur Verfügung. Die Kopfhörer waren seit dem ersten Tag nur mit 12 Wochen Lieferzeit lieferbar und sind bis heute nur mit Wartezeiten erhältlich. Wir haben uns einen Testzeitraum von 8 Wochen genommen, um so auch ausführliche Praxiseindrücke sammeln und präsentieren zu können.
Wie von Apple gewohnt, erhält man eine minimalistisch gestaltete Verpackung (...) Wer die Packung bspw. eines iPhone 12 kennt, dürfte wenig verwundert sein, denn die Packung der AirPods Max enthält einen Kopfhörer, eine Schutztasche und ein Kabel. Somit geht Apple den selbst abgesteckten Weg konsequent weiter, möglichst wenig (kein Netzteil) in die Kartonage des hochpreisigen Produktes mit beizulegen. Ergo erhält man ein Produkt was man zwar nutzen, aber nicht aufladen kann. Der Crossover zu iPhone-Besitzern wird also vorausgesetzt was aber nicht verwerflich ist, da der Kopfhörer eh nur mit Apple Geräten zu betreiben ist. Das gleiche Spiel sollten Interessierte sicherlich auch schon bei den Airpods Pro vermerkt haben.
Die Schutztasche nennt Apple Smart Case, ist aber alles andere als ein Case, wie man es von anderen Herstellern kennt. Das einfache Stück Kunststoff hat einen Magnet, mit dem man jenes Case verschließen kann. Daneben befinden sich noch das Ladekabel USB-C auf Lightning und eine Kurzanleitung und Apple Sticker in der Packung. Neben unserer hier abgebildeten Version Space Grau, werden noch die Farben Silber, Sky Blau, Grün und Pink angeboten. Mit dem Hintergrundwissen, dass die Airpods Pro quasi eine neue Gattung an Wearables kreiert haben, war es also nur eine Frage der Zeit, bis man ein Over-Ear-Modell nachschieben wird. Apple selbst gibt an, mit den AirPods Max: "die Magie der AirPods in ein Over-Ear-Design mit HiFi-Audio“ zu bringen...
Aktuell (Anfang Februar) wartet man auf die grünen und blauen Kopfhörer 8-10 Wochen. Die grauen, silbernen und pinken Kopfhörer sind ein wenig zeitiger verfügbar - innerhalb von 5-6 Wochen. Selbstredend alle zum gleichen Kurs von schlanken 612,70 Euro. Gemessen an diesem Preis befinden wir uns in Bereichen, wo HiFi auch gut und gern bereits anfängt, oder schon ist, je nach individueller Betrachtungsweise.
Beim Kauf unseres Testmuster am 15.12. im Berliner Apple Store kam auch ein vielsagendes Detail zum Vorschein: Neben dem Vorbesteller-Kontingent gab es genau 5 Kopfhörer in Space Grau vor Ort. Der letzten ging in unsere Hände. Das sind natürlich für eine Großstadt wie Berlin kurz vor Weihnachten eine überschaubare Zahl. Selbst wenn, wie geschehen, am 16.12. der Lockdown in Kraft trat. So bekommt natürlich die Liefersituation einen interessanten Aspekt. Wenn ein Kopfhörer in der, für den normalen Anwender sehr hochpreisigen 600 Euro-Klasse nicht verfügbar ist, dann weckt das Begehrlichkeiten. Es sorgt auch für eine massive Berichterstattung und wenn es scheint, dass viele Menschen das Produkt kaufen oder vorbestellen, dann ist es gefühlt weniger teuer, weil „alle“ zuschlagen. Es ist durchaus realistisch von bewusster Verknappung zu sprechen, denkbar wären aber auch "natürliche Umstände".
Die Verarbeitung der Apple AirPods Max ist tadellos. Die Ohrmuscheln sind außen aus Aluminium und sowohl haptisch, als auch optisch makellos. Auch die herausziehbaren Edelstahlbügel sind sehr hochwertig. Die stufenlose Verschiebbarkeit, die komplett ohne die von anderen Herstellern bekannte Rasterung auskommt, setzt neue Maßstäbe. Damit lässt sich die Ergonomie sehr individuell auf den Träger anpassen. Hier kann man einfach die hohe Fertigungsqualität sehen, die Apple von den Zulieferern einfordert. Ebenso ist das Netzgewebe gleichmäßig gewebt und absolut unsichtbar eingefasst. Die Ohrpolster sind aus speziellem akustischem Memory-Schaum gefertigt und in der tat sehr angenehm. Sie haben einen Aufdruck mit L/R auf der Innenseite, passend zur Beschriftung im Kopfhörer selbst. Die Kennzeichnung ist sinnvoll, denn dadurch wird jeweils ein Bereich ohne akustischen Memory-Schaum freigelassen, hinter dem das Mikrofon sitzt.
Der Kopfhörer selbst hat exakt zwei Knöpfe. Der eine nennt sich, wie bei der Apple Watch, “Digital Crown”. Er bietet die gleichen Funktionen: Scrollen um lauter und leiser einzustellen (kennt jeder Apple-Watch-User aus Musik-Apps) und Drücken, zum Pausieren. Im Gegensatz zu den aktuellen Apple Watches ist es ein physischer Knopf, der sich nach unten drücken lässt und keine Haptic Crown, welche die Berührung nur simuliert. Der zweite Knopf wechselt die Modi Transparenz und Geräuschunterdrückung. Die Aktion der Tasten lässt sich im verbundenen Gerät konfigurieren. Allerdings sind die Wahlmöglichkeiten begrenzt.
Den Kopfhörer selbst haben wir nicht auseinandergenommen. Die Kollegen bei ifixit und deren Einschätzung ist aber recht eindeutig: Die AirPods Max sind auf Langlebigkeit und vergleichbar ohne Reparierbarkeit ausgelegt. Dazu werden allgemein die Lösungen als sehr wertig beschrieben und das Verarbeitungsniveau der anderen Hersteller (auch wenn diese günstiger sind) wird als Spielzeug im Vergleich beschrieben („Sony and Bose both charge less, but internally, the AirPods Max’s obsessive craftsmanship makes those other extremely capable devices look like toys by comparison.“). Das heißt, die Verarbeitung ist auf genau dem Niveau, die man für den Preis erwarten kann. Eigentlich liegt sie sogar noch darüber. Dafür, dass Apple seinen ersten Over-Ear Kopfhörer herausbringt, ist das durchaus eine Kampfansage und zeitgleich auch eine Rechtfertigung für den hohen Preis. Diese ist Aussage ist genau so subjektiv gemeint, wie es vielleicht klingen mag. Die Qualität erstaunt wirklich, aber sagen wir es so, wie man es sich auch wünscht, oder?
In die Hand genommen sind die AirPods Max recht schwer und massiv. Sobald man sie aber aufsetzt, bemerkt man nahezu nichts mehr davon. Das Netzgewebe federt das Gewicht ab und die Ohrhörer liegen nirgendwo am Ohr an, so dass man sie stundenlang tragen kann. Eine Akkuladung reicht über ca. zwei Tage, wenn man Musik hört und viel telefoniert. Damit ist der Kopfhörer absolut praxistauglich. Die Bügel lassen sich ohne weiteres verschieben und um 180° drehen, um diese platzsparender verstauen zu können. Über ein Kugelgelenk passt sich der Winkel der Ohrmuscheln an den Kopf an - ohne Drücken oder Verrutschen. In der aktuellen kalten Jahreszeit eignet er sich auch ganz hervorragend für ein Swift-Session und hält perfekt auch bei Radfahrten in den eigenen vier Wänden. Das bringt mich zum Thema Schweiß: Im Alltag ist der Kopfhörer sehr angenehm zu tragen und erst nach mehreren Stunden kam es bei mir zu einer gewissen Wärmeentwicklung um die Ohren. Wenn man Sport treibt hat man diesen Effekt dann nach ca. 30 Minuten, was für einen geschlossenen Kopfhörer ein sehr guter Wert ist.
Was die Software angeht, gibt es auch allerhand nützliche Features, wie Computational Audio, 3D Audio, Transparenzmodus und Geräuschunterdrückung, die noch später im Artikel behandelt werden. Interessant ist zudem die „On Head Erkennung”. Das bedeutet, sobald die Kopfhörer abgesetzt werden, pausiert die Wiedergabe und sobald man sie wieder aufsetzt, geht es nahtlos weiter. Auch das ist natürlich ausgesprochen angenehm und vermisst man sehr schnell als Feature bei anderen Herstellern. Natürlich wird auch Apples hauseigener Sprachassistent Siri unterstützt, aber eben auch nur jener. Dafür hat man den kompletten Funktionsumfang und kann auch direkt auf Nachrichten antworten. Wer Freunde im Apple-Universum hat und noch mehr AirPods vorhanden sind, kann auch mit „Audio teilen“ direkt in den Mix eines anderen mit reinhören.
Wer die Modelle von Beyerdynamic gewohnt ist, bei den man eine Vielzahl von optischen Variationen vornehmen kann, ist ein wenig eingeschränkt bei den AirPods Max, da man hier nur die Ohrhörer wechseln kann. Hier stehen 5 Farben zur Verfügung, eben genau jene, die jeweils dem Kopfhörer beiliegen. Wie von Apple gewohnt, gibt es einen saftigen Preis von 79 Euro für das Farbpaar.
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