Nachdem Exos 9, einem überzeugenden, mobilen Bluetooth-Lautsprecher, möchten wir uns heute den ARC-1 Kopfhörer von Aiwa genauer anschauen bzw. anhören. Wir sind gespannt ob auch der Over-Ear-Kopfhörer dem wiederbelebten Namen gerecht wird und klären das auf den folgenden Seiten. Viel Spaß beim Lesen!
Dass der Name Aiwa zurück ist, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Neben einem Ghettoblaster angelehnten mobilen Lautsprecher befindet sich aktuell noch ein Kopfhörer im Portfolio, der auf den Namen ARC-1 hört und schon beim Auspacken positiv auffällt. So wird kein unnötiges Plastik bei der Verpackung eingesetzt, sondern größtenteils auf recyclebaren Pappkarton gesetzt, was in der heutigen Zeit ein erwähnenswertes Detail darstellt.

kompletter Lieferumfang mit wertigen Kabeln und stabiler Tasche
Aber auch darüber hinaus ist der Ersteindruck geglückt, denn der Lieferumfang ist recht üppig und mit wertigem Zubehör gespickt. Neben einem stabilen Hardcase, welches sicherlich das ein oder andere Outdoor-Vergnügen locker wegsteckt, befinden sich auch stoffumantelte Kabel mit Vollmetall-Steckern bei. Sicherlich ein Detail im Cent-Bereich aber in dieser Qualität selbst bei den Platzhirschen in diesem Segment selten zu finden, die teilweise auch deutlich mehr Geld für ihre Kopfhörer verlangen. Aber halten wir uns nicht am Zubehör auf und kommen zum Kopfhörer, um den geht es ja hier schließlich. Dieser ist sehr auf Leichtbau getrimmt, was Gewicht und die Aluminiumteile unterstreichen. Letzteres hätten wir in diesem Preissegment auch nicht so üppig erwartet, denn die Ohrmuschel-Aufhängung ist komplett aus dem Leichtmetall gefertigt und lässt den ARC-1 sehr wertig wirken.
Dazu gesellen sich üppig gepolsterte Ohrauflagen, die zwar für einen Over-Ear-Kopfhörer etwas klein ausfallen, aber trotzdem einen guten Tragekomfort bieten. Komplett ohne Kunststoff geht es dann doch nicht, so ist der äußere Ring der Ohrmuschel und die Bügelaufnahme aus diesem Material gefertigt, welches aber durch die matte Oberfläche gut zum Aluminium passt. Der Kopfbügel ist auf der einen Seite mit einem Lederimitat bezogen, wo auch die farblich schön abgesetzten und edel wirkenden Aiwa Logos drauf prangen und auf der anderen Seite mit einer stimmigen Polsterung, die zum Tragekomfort positiv beiträgt. Denn auch nach 3-4 Stunden ist der Kopfhörer nicht unangenehm auf dem Kopf. Durch die etwas kleinen Ohrpolster drückt er am Rand vielleicht minimal auf größere Ohren, aber durch einen gut austarierten Anpressdruck nicht wirklich störend.
Auch der mögliche Verstellbereich, der stufenlos realisiert wurde, ist ausreichend und auch für größere Köpfe geeignet. „Gegen den Strom“ ist auch das Motto bei der Bedienung des Kopfhörers. Denn wo mittlerweile jeder Kopfhörer auf „Streicheleinheiten“ reagiert, setzt man bei Aiwa noch auf echte Tasten. Da der Kopfhörer kein Noise-Cancelling besitzt, reicht diese Art der Bedienung auch völlig, da mehr als den Powerknopf, Bluetooth-Taste und die Lautstärkeregelung braucht man auch eigentlich nicht.
Vielleicht eine Taste um Titel skippen zu können, wäre noch sinnvoll gewesen, aber das nur am Rande. Vier LEDs oberhalb des Einschaltknopfs zeigen den Ist-Zustand des verbauten Akkus an, der laut Hersteller bis zu 20 Stunden durchhalten soll und innerhalb von 15 Minuten laden schon wieder drei Stunden Musikgenuss bieten soll, dazu aber im Praxischeck mehr. Geladen wird der Kopfhörer übrigens über eine „alte“ USB-Micro-Schnittstelle.
Eine aktueller USB-C Port hätte uns besser gefallen, aber sicherlich kein ausschlaggebendes Kriterium eines Kopfhörers. Was wirklich praktisch ist, sind die abnehmbaren Ohrpolster, die bei Verschleiß einfach ausgetauscht werden könnten. Leider gibt es aktuell noch keine Anlaufstelle für Ersatz und somit ist dieses „Features“ in der Urteilsfindung nicht mit einflossen. Kommen wir zum Praxischeck.
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