Vorweg eine kurze Erläuterung zur unserem Praxistest. Wir verzichten absichtlich auf eine ausführliche klangliche Analyse, wie man es von den Lautsprechertests gewohnt ist. Wir haben in der Vergangenheit feststellen dürfen bzw. müssen, dass es einen wirklichen „Verstärkerklang“ nicht gibt. Oder es so minimale Unterschiede sind, dass sie eher als subjektives Hören abgestempelt werden können. Für den Klang sind für uns immer die angeschlossenen Lautsprecher zuständig und nicht das signalverarbeitende Gerät dahinter. Solange man im Direct-Modus hört, keine Equalizer oder ähnliches einsetzt und ihn nicht im Grenzbereich betreibt, sollte ein Verstärker auch nichts dazu interpretieren. Wir möchten hier unsere Erfahrung mit dem Gerät wiedergeben und eventuelle Vergleiche anstellen.
Da die Endstufe mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet ist, die auch aptX unterstützt, entschieden wir uns über eine Hi-Res-Wiedergabe über unser Sony Xperia XZ Premium. Als Lautsprecher hatten wir die XTZ 99.25 und den Subwoofer 10.12 als 2.1 System inklusive der Raumeinmessung verwendet. Als 2.0 System kamen noch einmal die Dali Rubicon 2 Lautsprecher hinzu.
Zum Thema Raumeinmessung können wir nur Positives berichten. Bei der o.g. XTZ Kombination aus Lautsprechern und Subwoofer, konnte gerade am Hörplatz die Klangcharakteristik des Subwoofers optimiert wahrgenommen werden. Ohne Einstellungen am Subwoofer selber vornehmen zu müssen, wurde der Anteil des vorhandenen „Dröhnens“ hörbar gemindert. Bei der Wiedergabe der Lautsprecher selber ließen sich keine hörbaren Unterschiede vor und nach dem Einmessen wahrnehmen. Zu diesem Ergebnis kamen wir auch bei den Dali Rubicon 2 in unserem Hörraum - keine wahrnehmbaren Unterschiede. Die Wiedergabe selber war schon sehr ausgeglichen und es gab wahrscheinlich einfach keinen Grund für die Elektronik dort einzuschreiten.
Die Steuerung des Verstärkers mittels der kostenlosen App funktioniert sehr gut, alle Bedürfnisse werden gestillt und bieten reichlich Anpassungsmöglichkeiten. Das einzige was fehlt, dass man per App den Verstärker nicht einschalten kann, was aber der Kommunikation via Bluetooth geschuldet ist. Denn im ausgeschalteten Zustand findet keine Verbindung mit dem Verstärker statt, sondern diese wird erst mit dem Einschalten wieder aufgebaut.
Bei der Wiedergabe ist der ELACin seinem Element. Der Kleine schafft es kraftvolle und dynamisch ausgeglichene Töne an die angeschlossenen Lautsprecher zu schicken, ohne dabei jemals in seinen Grenzbereich zu kommen. Die Kombination aus Regallautsprecher und Subwoofer bietet sich hier sehr an, da der Verstärker damit sehr gut performt. Dank des Decoders für Dolby-Material ist das Filme schauen auch ein Spaßfaktor. Höhere Pegel schafft der ELAC ausdauernd wiederzugeben, es ist erstaunlich welche Pegelreserven der Verstärker bereithält. Das Klangbild ist „saftig“ und unten rum wird es druckvoll, gerade wenn man Musik oder Filme in gemäßigter Zimmerlautstärke genießt.
Wir konnten mit unseren Mitteln die Endstufe nicht in Grenzbereich bringen oder zu Verzerrungen nötigen. Um den ELAC etwas zu fordern, schlossen wir unsere Pylon Audio Diamond 28 Standlautsprechern an. Auch hier konnte der ELAC Verstärker sehr gut performen, bis zu Lautstärken über Zimmerlautstärke. Aber bei hohen Pegeln und massiven Tieftonpassagen wurde der Amp in den Grenzbereich getrieben. Quittiert wurde das mit einer ungenauen und verzerrten Basswiedergabe und einer übersteuerten Hochtonwiedergabe. Dafür ist er auch nicht gedacht, probieren wollten wir es trotzdem. Kommen wir abschließend zum Fazit.
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