AV Receiver/ Verstärker

Test: Onkyo TX-8270 Stereo-Receiver

 

Detailansicht

Nachdem sich der Onkyo TX-8150 Stereo-Verstärker mittlerweile zu einem der meistgelesenen Artikel bei uns gemausert hat, ist es für uns selbstverständlich, dass wir uns den Nachfolger auch einmal genauer anschauen, auch wenn dieser schon länger am Markt verfügbar ist und sich der Nachfolger auch schon gezeigt hat.

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Vom optischen Aspekt her hat sich Onkyo nichts neues getraut, warum auch, ist doch die bewährte Optik relativ zeitlos und sieht auch noch heute sehr edel aus. Weiterhin wird die Front von einer schicken Aluminium-Platte verzieht, auf der alle Features des Receivers noch einmal dezent optisch aufgeführt sind. Auch der große Volumen-Drehregler wurde aus Aluminium gefertigt und unterstützt die wertige Wirkung des Stereo-Receivers. Aber auch die restlichen Bedienelemente, auch wenn nur aus Kunststoff, hinterlassen einen guten Eindruck und bieten eine stimmige Haptik im Umgang mit dem Gerät. Dank der vielen Funktionsschalter am Verstärker selbst, muss man nicht zwingend auf eine App oder Fernbedienung zurückgreifen, um den Verstärker einzurichten bzw. seinen Bedürfnissen anzupassen.

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Alle Funktionen sind über das Bedienpanel zugänglich, aber trotzdem gut dezent integriert, sodass die Front keineswegs überladen wirkt. Trotzdem liegt dem Stereo-Verstärker natürlich eine Fernbedienung bei, die wir in ähnlicher Form auch schon vom A-9150 oder TX-8150 her kennen. Für diese Preisklasse allerdings passend und wertig in der Ausführung, allein der Druckpunkt der Tasten ist etwas schwammig, aber Gewöhnungssache. Bekannt von anderen Geräten und fast Onkyo-typisch sind auch die Klangregler in der Front, die zwar auch aus Kunststoff gefertigt wurden, sich aber dank der Oberfläche perfekt in die Front integrieren. Im Gegensatz noch zum Vorgänger TX-8150, kann der vordere USB-Anschluss mittlerweile auch mit dem NTFS-Dateisystem umgehen und liest jede erdenkliche Audiodatei mit bis zu 192kHz / 24Bit. Beim Gehäuse verwenden die Japaner wieder schwarzes Stahlblech mit Belüftungsöffnungen auf der Oberseite, um den Verstärker unter Last nicht überhitzen zu lassen. Auf einen aktiven Kühler verzichtet Onkyo glücklicherweise.

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Kommen wir zur Rückseite des Verstärkers, die einige Schnittstellen dem Nutzer zur Verfügung stellt. Neben drei digitalen Eingängen, optisch wie auch coaxial, sind auch vier analoge Cinch-Eingänge vorhanden. Darunter befindet sich auch ein Phono-Zugang für MM-Systeme. Des Weiteren befinden sich hier auch die Ethernet-Schnittstelle, der zweite USB-Eingang, vier HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang. Letztere unterstützen aktuelle Bildformate mit HDCP 2.2, also 4K/60Hz, HDR und 3D werden durchgeschleift. Für eine weitere Zone (Zone) oder externen Subwoofer stehen noch zwei weitere Ausgänge bereit und der Antennenanschluss für das DAB / FM ist auch wieder mit von der Partie.

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Transportsicherung muss mit einer Schraube rausgezogen werden, dann funktionieren Bananenstecker

Für die kabellose Kommunikation bietet der Receiver WiFi oder Bluetooth, wofür die beiden beweglichen Antennen zuständig sind. Beim TX-8270 Stereo-Receiver können zwei unterschiedliche Boxenpaare angeschlossen werden, die entweder simultan oder eben einzeln betrieben werden können. Dafür stehen auf der Rückseite wertige Schraubanschlüsse zur Verfügung, die aber leider keine Bananenstecker aufnehmen können. Die Remote Control-Buchse, die für die Synchronisierung verschiedener Onkyo-Produkte zuständig ist, sowie den IR In/Out Anschluss, der mit Multiroom-Fernbedienungssätze verbunden werden kann, wollen wir nicht unerwähnt lassen und beenden die rückseitige Betrachtung.

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Bekannte aber wertige Fernbedienung

Aber auch bei der technischen Ausstattung hat der Stereo-Receiver aus dem Hause Onkyo einiges zu bieten. Die High-Current-Audioverstärkung soll bei 6 Ohm bis zu 160 Watt pro Kanal bereitstellen können, was auch für Standlautsprecher mehr als ausreichend sein sollte und wird von einem EI-Transformator angefeuert. Diese sogenannte High-Current Verstärkung ohne Phasenverschiebung soll auch unter ungünstigen Lastverhältnissen (Impedanz-Schwankungen der Lautsprecher) gleichmäßig Leistung abgeben können und auch bei niedriger Impedanz eine stabile und hohe Stromversorgung sichern. Zusätzliche Elektrolyt-Kondensatoren dienen zum Abfangen der Spannungsspitzen.

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sauberer Aufbau im inneren des Onkyo TX-8270

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Mit dem AKM AK 4438 D/A-Wandler werden auch alle gängigen Sound-Formate wie MP3, WMA (Lossless), WAV, AAC, FLAC, Ogg Vorbis, LPCM, Apple Lossless und DSD unterstützt bzw. letzteres nicht nativ, sondern in PCM-gewandelt wiedergegeben. Für eine Integration in eine Multiroom-Umgebung bringt der Onkyo TY-8270 auch einiges mit. Neben der hauseigenen FlareConnect- Schnittstelle kann er auch mit Geräten innerhalb DTS Play-Fi- und Googles Chromecast umgehen und ist somit in vielen Umgebungen denkbar. Bei den Streaming-Diensten setzt man auf TIDAL, Spotify und Deezer, was die aktuell erfolgreichsten Dienste abdeckt und mit TuneIn sind auch Internet-Radiostationen kein Problem. Optisch ist der Japaner ein schickes HiFi-Gerät mit hochwertiger Aluminium-Front und vielen Funktionen. Ob er auch mit seinen technischen Fähigkeiten begeistern kann, klären wir auf der nächsten Seite. 


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