Der LG G6 OLED steht aktuell als einer der leistungsfähigsten OLED-TVs am Markt und konnte bislang in vielen Bereichen mit beeindruckenden Zahlen überzeugen. Nach dem überaus erfolgreichen LG G5 aus 2025, schickt sich der G6 an, die Leistungskrone abermals zu verteidigen. Was dieser TV kann, das haben wir ausführlich auf die Probe gestellt.
Bereits der Vorgänger (LG OLED G5 - zum Test) konnte mit einer hervorragenden Bildqualität und einer hohen Spitzenhelligkeit überzeugen. Mit dem G6 führt LG diese Entwicklung fort und legt insbesondere bei der Lichtleistung des Panels nochmals nach.
Die wesentlichen Neuerungen finden sich dabei vor allem in der Weiterentwicklung der Displaytechnologie. Nachdem der G5 mit seinem Primary RGB Tandem OLED Panel bereits einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem G4 erzielen konnte, baut LG dieses Konzept beim G6 weiter aus. Im Mittelpunkt steht dabei erneut das Panel, das eine nochmals gesteigerte Lichtleistung im Petto hat. Die Rede ist dabei vom wieder vom RGB‑Tandem-OLED‑Panel sowie einem neuen Marketing-Buzzword "Hyper Radiant Colour Tech".
Gerade im Bereich der Spitzenhelligkeit verspricht der G6 damit einen weiteren Fortschritt gegenüber dem Vorgänger. Besonders bei HDR-Inhalten können helle Bildbereiche und einzelne Lichtquellen dadurch noch intensiver dargestellt werden. Doch wie wir wissen, ist Helligkeit allein nicht alles. Auch im Bereich der Bilddarstellung spielen Farbtreue, Kontrast und eine möglichst präzise Wiedergabe eine wichtige Rolle. Für Gamer bleibt die Unterstützung einer Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz ein wesentlicher Bestandteil der Ausstattung. VRR und ALLM sowie NVIDIA G-SYNC und AMD FreeSync sind ebenfalls mit an Bord.
Bei der Bildverarbeitung setzt man auf den α11 4K AI-Prozessor der dritten Generation. Dieser optimiert die Darstellung unterschiedlicher Bildinhalte und übernimmt unter anderem die Verarbeitung hochskalierter Inhalte. Dolby Vision IQ und HDR10 Pro tragen dazu bei, HDR-Material möglichst überzeugend wiederzugeben. Wie auch bei der „älteren“ Generation, kann man über die Philips Lightstripes hier ein Nachrüstlicht (zum Testartikel) verbauen. Notwendig ist dafür die Philips Hue Plattform.
Das komplette LG-Produkt-Lineup für 2026 haben wir in einem separaten Beitrag (hier mehr lesen) zusammengefasst und im nachstehenden Video auch noch einmal zusammengefasst erläutert. Der G6 ist in verschiedenen Bildschirmgrößen erhältlich, wobei wir uns in diesem Artikel auf die 65-Zoll-Ausführung konzentrieren.
Neben dem aktuellen webOS-Betriebssystem, das erneut als zentrale Plattform für Streaming-Dienste, Smart-Home-Funktionen und weitere Anwendungen dient, bietet der Fernseher eine umfangreiche Ausstattung für unterschiedliche Einsatzbereiche. Grundsätzlich ist auch bei der neuen Generation auf die jeweiligen Modellvarianten zu achten. Diese können sich je nach Kennung beispielsweise beim Lieferumfang und bei der Standfußausstattung (LS = Standfuß – LW = nur Wandhalterung) unterscheiden. Wer den Fernseher kaufen möchte, sollte deshalb vorab prüfen, welche konkrete Ausführung angeboten wird.
Kommen wir noch einmal zum vermutlich wichtigsten Bauteil, dem Primary RGB Tandem OLED Panel. Bereits beim G5 bildete diese Paneltechnologie die Grundlage für eine deutlich gesteigerte Lichtleistung. Beim G6 wurde das Konzept weiterentwickelt, wobei insbesondere die nochmals verbesserte Helligkeitsleistung im Fokus steht. Theoretisch und praktisch sind hier nochmals deutlich höhere Spitzenhelligkeiten möglich. Entscheidend ist letztlich jedoch, welche Werte das konkrete Testgerät unter definierten Bedingungen erreicht und wie sich das auf die Farbdarstellung auswirkt.
Denn eine hohe Lichtleistung muss schließlich mit einer möglichst präzisen Wiedergabe der unterschiedlichen Farbräume zusammenspielen. Gerade bei HDR-Inhalten ist es wichtig, dass intensive Farben nicht zulasten der Differenzierung und Natürlichkeit gehen. Ob sich die Weiterentwicklung des Panels auch bei der Farbdarstellung und in unseren Messungen bemerkbar macht, betrachten wir auf den nachfolgenden Seiten.
Grundprinzip eines MLA-Panel (vom LG G4) - Rechts das 4-schichtige Panel des G5 / G6
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LG G6 - 65 Zoll (OLED65G67LW) + DSG10TY 1892,- EUR |
| 165 Hz, ~3300 Nits, webOS 26 |
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LG G6 - 77 Zoll (OLED77G57LW) + DS95AR 2999,- EUR |
| 165 Hz, ~3300 Nits, webOS 26 |
Die Abkürzung LS steht in diesem Fall für das Modell mit Standfuß, wie ihn unser Testgerät vorzuweisen hat. Ab Werk gibt es diesen in 48, 55 und 65 Zoll. Alle anderen Maße kommen direkt mit einer Wandhalterung daher. Technisch betrachtet und aufs Panel bezogen sind abgesehen vom 48-Zoll-Gerät alle identisch und gleich leuchtstark.
| TV im Überblick | |
| Name | LG OLED65G66LS |
| Garantie | 2 Jahre |
| Hersteller-Homepage | https://www.lg.com/de |
| Gewicht ohne Standfuß | 23,5 Kg |
| Maße | 1.441 x 836 x 24,3 mm |
| VESA | 300 x 300 |
| Display | OLED |
| Display-Typ | OLED (WRGB) |
| Panel-Größe | 65 Zoll |
| Bildfrequenz | 165 Hz |
| HDR-Formate | HDR10, HLG, Dolby Vision IQ |
| Anschlüsse | 4 x HDMI 2.1 (4k @ 165Hz) 2 x USB, CI+, opt. Tonausgang, LAN Wi-Fi 6 / 802.11ax |
| Tuner | 1 x DVB-S/S2, -C / -T2HD |
| Sonstiges | Standfuß ab Werk mitgeliefert |
Die Verarbeitung des Displays ist hervorragend und setzt grundlegend auf den Aufbau, der mit der Vorstellung des G2 im Jahre 2022 Einzug präsentiert wurde und sich inzwischen bis zum G6 kaum bis gar nicht verändert hat. Eine wertige Aluminium-Umrahmung ziert das Panel, was in Summe gerade einmal eine Bautiefe von 25 mm vorzuweisen hat. Ab Werk wird eine Wandhalterung mitgeliefert, die diesen extrem flachen Aufbau ermöglicht und zugleich auch weitere Anschaffungskosten spart.
Die obere Abdeckung muss im Bedarfsfall lediglich abgenommen werden. Dahinter befinden sich dann die Aufnahmepunkte für die Wandhalterung, die dann fest am Untergrund montiert wird. Der TV wird dann lediglich eingehängt und bietet ganz leichten Spielraum nach vorn, um etwaige Kabel anschließen zu können.
Haltepunkte für die LG-Slim-Wandhalterung (unten)
Aber diese Methode steht bei unserem Testgerät (OLED65G66LS) nicht im Fokus, denn dieses kommt mit einem soliden Standfuß ausgestattet beim Kunden an. Jener wird fest am unteren Rahmen verschraubt und ermöglicht einen sicheren Stand. Allerdings hätte man hier auch ein Drehelement implementieren können, wie man es bspw. von Panasonic OLED-TVs kennt. Das hätte nochmal deutlich einen Mehrwert geboten. So bleibt dieser fest und ist nicht seitlich bewegbar.
Nett ist dafür die Möglichkeit, die Höhe der Montage bestimmen zu können. Im Halteelement befinden sich Lochvorkehrungen, die das ermöglichen. Im Endergebnis ergibt sich daraus eine andere Höhe des Panels. Sehr wichtig und interessant, wenn man zum Beispiel eine Soundbar direkt davorlegen möchte.
Montierter Standfuß mitsamt Kabelmanagement – und einzeln (unten)
Massiver Aufbau des Standfußes - leider ohne Drehelement
Das Anschlussfeld ist gegenüber den Vorgängermodellen weitestgehend unverändert geblieben. Für die Tonausgabe steht ein optischer TOSLINK-Anschluss bereit. Etwas ernüchternd ist aber der Umstand, dass man DTS als Tonformat nicht mehr unterstützt. Nachdem in den letzten Jahren LG schon mal den Support eingestellt und zwischenzeitlich wieder eingeführt hat (nach massivem Gegenwind der Käuferschaft), wird dies nun wieder praktiziert – sehr schade. Die Videosignale werden mit bis zu 165 Hz in der Bildwiederholrate dargestellt. Dolby Vision, VRR und ALLM werden ebenfalls unterstützt. Insgesamt stehen vier HDMI-Ports zur Verfügung. Des Weiteren drei USB-Ports, ein RJ45-Netzwerkport, der CI+-Slot und natürlich noch die Satelliten-Tuner-Anschlüsse bzw. Antennen-Steckplatz.
Der Anschlussbereich selbst ist mit sinnvollen Kabelführungen ausgestattet, sodass man einem etwaigen Kabelwirrwar her werden kann. Die Anschlusskabel lassen sich auch durch den Standfuß leiten, sodass eine cleane Optik am Aufstellort des TVs erzielt werden kann. Zu guter Letzt lässt sich alles mit einer finalen Blende optisch verschließen. Einziger Kritikpunkt an dieser Stelle: Der Stromstecker ist weiterhin fest verbaut (auch beim G5 hat man dies nicht geändert).
Nach unten geführter Anschlussbereich
Kabelführung leicht gemacht - final mit einer Blende verdeckt
Genau hinsehen! kleine Gummiführungen fürs Verlegen von Kabeln – direkt am Standfuß
Inzwischen legt LG bekanntlich zwei verschiedene Versionen der Magic Remote dem Karton mit bei. Unser Testgerät war mit der „klassischen Version“ ausgestattet. Wer darauf Wert legt, sollte unbedingt im Vorfeld prüfen, welche Fernbedienung bei welchem Modell beiliegt. Wie auch im Produkt-Zyklus 2025 lässt sich nicht pauschal sagen, bei welchem Gerät welche Ausführung enthalten ist, da die verschiedenen Modelle einfach zu viele Ausführungen innehaben.
Mögliche weitere Fernebedienung
Leider fällt auch bei der 2026er Version auf, dass hier „AI“ noch mehr Überhand nimmt und was subjektiv empfunden, nicht gut gewählt wurde. So hat man bspw. die Quellenauswahl-Taste gegen den Sprachassistenten getauscht. Wer seine Eingangsquelle ändern will, muss das umständlich über die Menüs machen und benötigt nun einige Klicks mehr. Warum immer alles verschlimmbessern? Es ist zwar nur ein kleines Detail, zeigt aber wunderbar auf, das manchmal der Fokus einfach besser gesetzt werden sollte.
MR26GB mit bekanntem Design und "AI-Taste"
Die Fernbedienung selbst liegt gewohnt gut in der Hand und bietet weiterhin die Pointer-Steuerung auf dem TV an. Auch das Rad ist weiterhin vorhanden und spielt grundlegend die bekannte Stärke dieses Eingabegerätes aus.
Wie auch beim G6 fallen die klanglichen Eigenschaften, auch auf Grund des sehr schmalen Gehäuses, eher überschaubar aus und können als Grundbeschallung beziffert werden. Eine wirklich potente Akustikbeschallung sollte daher mittels eines externen Systems vorgenommen werden. Unabhängig davon bietet die Menüstruktur auch einige Parameter an, den Klang anzupassen und zu verändern. Auf der nächsten Seite werfen wir einige Detailblicke auf das webOS26 Betriebssystem sowie die zahlreichen Menü-Settings.
Das webOS-Betriebssystem ist auch beim LG G6 die zentrale Plattform für die Bedienung und die Nutzung von Streamingdiensten. Mit webOS 26 kommt die aktuelle Softwaregeneration zum Einsatz. Die grundlegende Bedienung dürfte Nutzern älterer LG-Fernseher vertraut sein. Die Startseite bündelt die wichtigsten Anwendungen und Inhalte, während sich die Anordnung der App-Leiste an die persönlichen Vorlieben anpassen lässt. Welche Detailfunktionen im Einzelnen zur Verfügung stehen, hängt von der installierten Softwareversion ab.
webOS26 HomeScreen mit verschiedenen Apps
Bei der Auswahl an Anwendungen steht eine breite Palette im LG Content Store zur Verfügung. Dort lassen sich kompatible Apps installieren und für den täglichen Gebrauch einrichten. Neben den bekannten Streaming-Diensten bietet LG auch Funktionen zur Einbindung kompatibler Smart-Home-Geräte. Gleiches gilt für die Philips Hue App (zum Testartikel), mit der sich geeignete Beleuchtungslösungen in das Nutzungskonzept integrieren lassen. Die Verfügbarkeit einzelner Apps sollte im Zweifel anhand der aktuellen Kompatibilitätsangaben geprüft werden.
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LG Content Store mit unzähligen Apps zur Auswahl
Bei den Bildmodi stehen unterschiedliche Profile zur Auswahl, die jeweils eigene Einstellungen und Verarbeitungsoptionen mitbringen. Ein gutes Beispiel ist der Filmmaker Mode, der Filme möglichst originalgetreu und entsprechend den kreativen Vorstellungen der Filmschaffenden wiedergeben soll. Wer Wert auf eine neutrale Darstellung legt, findet hier einen geeigneten Ausgangspunkt. Andere Bildmodi können hingegen sinnvoll sein, wenn man die Darstellung an besonders helle Räume oder bestimmte Nutzungssituationen anpassen möchte.
Grundlegend lässt sich aber festhalten, dass inzwischen der Punkt erreicht ist, bei dem die AI-Integration zu viel erscheint. Der Wille ist sicher gut gemeint, aber weniger versierte Nutzer werden einfach überladen gelangen nicht unbedingt schnell und zielgerichtet dahin, wo man selbst hin möchte. Der Ansatz des Herstellers dürfte klar sein: Hier soll eine Screentime kreiert werden, die einem Social-Media-Besuch ähnelt, und zugleich das Konsumverhalten am TV angepasst werden. Wer sich auf diesem Wege inspirieren lassen möchte, der kann sich hier vollends austoben.
Wer diesem kritisch gegenübersteht, der deaktiviert sämtliche Content-Vorschläge in den Untiefen der Menüs. Die Thematik bzgl. etwaiger Datensammlung von LG‑TVs möchten wir an dieser Stelle einmal bewusst außen vor lassen – hier bietet das Web zahlreiche Anlaufstellen zu diesem Punkt.
Die Menüeinstellungen sind umfangreich und bieten zahlreiche Möglichkeiten, die Bilddarstellung individuell anzupassen. Wichtige Parameter lassen sich schnell erreichen, darunter die OLED-Helligkeit, der Kontrast, die Farbtemperatur und weitere für die Bildqualität relevante Einstellungen. Dazu zählt auch die TruMotion genannte Zwischenbildberechnung, die Bewegungsabläufe flüssiger erscheinen lassen kann. Je nach Bildmodus und Softwareversion stehen dafür unterschiedliche Vorgaben und manuelle Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Gerade beim G6 ist es sinnvoll, die Einstellungen nicht ausschließlich auf maximale Helligkeit auszurichten. Die gesteigerte Lichtleistung des Panels bietet zwar zusätzliche Möglichkeiten bei der HDR-Wiedergabe, entscheidend bleibt aber auch die korrekte Darstellung heller und dunkler Bildbereiche. Wer Filme möglichst originalgetreu wiedergeben möchte, sollte deshalb mit einem neutralen Bildmodus beginnen und nur gezielte Anpassungen vornehmen.
Auch im Bereich der Akustik wird ein breites Portfolio an Einstellungen geboten. Zunächst lässt sich auswählen, über welchen Weg die Audioausgabe erfolgen soll. Dazu zählen beispielsweise die internen Lautsprecher, eine über HDMI angeschlossene Soundbar oder ein anderes externes Audiosystem. Die verfügbaren Optionen richten sich nach der gewählten Verbindung und den angeschlossenen Geräten.
Mittels der verfügbaren Klangparameter lässt sich die Wiedergabe zusätzlich anpassen. Je nach Einstellung können Frequenzbereiche verändert und unterschiedliche Klangmodi ausgewählt werden. Auch Dolby-Atmos-Funktionen (Flex Connect) und die Anpassung an die Aufstellung des Fernsehers können eine Rolle spielen. Wie bereits bei den Bildeinstellungen wird damit ein breites Spektrum für den einfachen oder anspruchsvolleren Alltagsbetrieb abgedeckt. Auf der nächsten Seite widmen wir uns den Praxiswerten und Messergebnissen.
Das allgemeine Handling des LG G6 lässt sich anhand des vertrauten Bedienkonzepts und der umfangreichen Ausstattung einordnen. Die Kombination aus webOS und Magic Remote ermöglicht den Zugriff auf die zahlreichen Anwendungen und Einstellungen. Insbesondere die Pointer-Steuerung erleichtert die Navigation durch die Benutzeroberfläche. HDR-Inhalte von Streaming-Anbietern profitieren von den Möglichkeiten des Panels, wobei die tatsächliche Darstellung vom jeweiligen Inhalt und den gewählten Einstellungen abhängt.
Neu ab diesem Jahr ist die Möglichkeit (gilt auch für G5 und C5-Modelle aus 2025), hier per Funk in Form von Dolby Atmos Flex Connect auf die LG Sound Suite zuzugreifen. In einem separaten Artikel haben wir das System ausführlich vorgestellt. Wichtig zu wissen: Wenn man die H7 Soundbar verwendet, muss der TV auf dem Stand definitiv hochgestellt werden, da der Klangriegel sonst in das Bild ragt.
LG H7 Soundbar - Bestandteil der "Sound Suite" Familie
Der G6 könnte aktuell zum Zocken nicht besser geeignet sein. Ob nun in der Darstellung der aktuellen Konsolen- oder PC-Generation. Auch werden NVIDIA G-Sync sowie AMD FreeSync mit unterstützt, was gerade für angeschlossene PCs von Interesse sein sollte. Bei einem entsprechend potent aufgestellten System ist sogar eine Bildwiederholrate von 165 Hz möglich. VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode), was speziell für die Konsolen Xbox Series X und PlayStation 5 (Pro) spannend sein dürfte, werden ebenfalls unterstützt.
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Natürlich möchten wir unsere Aussagen auch mit Messwerten untermauern und greifen auf eine verlässliche und transparente Bewertungsgrundlage bei den Messungen zurück. Bei allen Messungen kamen der VideoForge Pro Pattern Generator und der C6 HDR 2000 Colorimeter von Portrait Displays zum Einsatz. Damit ist es möglich, den Monitor zu kalibrieren, zusätzlich können auch unter präzise definierten Angaben verlässliche Vergleichsbasen geschaffen werden, um zum Beispiel Kontrast- oder Helligkeitswerte ermitteln zu können. Als Analyse-Tool wird Calman Ultimate verwendet.
Die Farbdarstellung wurde im Filmmaker-Modus gemessen und diese ist im direkten Vergleich zum Vorgänger noch einmal eine Ecke besser und präziser. Im ColourChecker präsentierte sich der TV bereits out of the Box und ohne zusätzliche Kalibrierung mit einem durchschnittlichen dE2000 Wert von 1,62 – nachweisen.
SDR ColourChecker (sRGB Profil) - 30% Helligkeit
Die Helligkeitswerte wurden in Calman Ultimate gemessen und dokumentiert. Wie nachfolgend zu sehen, hat man abermals die Lichtleistung gesteigert. Schaut man sich jetzt aber den Verlauf der EOTF-Kurve bei der GreyScale Tracking Messung an dann fällt auf, dass dieser ganz leicht „übersteuert“ und die HDR-Bereiche marginal zu hell darstellt. Bislang bzw. bis zum Testzeitpunkt gab es dafür noch keine Abhilfe in Form eines Firmware-Updates oder dergleichen, um hier noch das letzte Quäntchen an Präzision zu erlangen.
HDR-Greyscale - Filmmaker Mode
Im ColourChecker präsentierte sich der TV bereits out of the Box und ohne zusätzliche Kalibrierung mit einem durchschnittlichen dE2000 Wert von 0,81 – besser geht es schon kaum noch!
HDR ColourChecker - Filmmaker Mode
Die P3- und BT2020-Farbräume werden ebenfalls auf einem sehr hohen Skalenwert präsentiert, wie man sie momentan auch in aktuellen OLED-TV-Modellen vorfindet. Mehr geht aktuell in diesem Segment kaum.
DCI-P3-Farbraum wird zu 99,5% abgedeckt - besser geht es nicht
BT2020 Farbraum zu 90,1 % abgedeckt
Bildtechnisch gibt es noch einen wirklich wichtigen Punkt, der den G6 im Vergleich zum G5 unterscheidet. Beim 2026er-Modell werkelt jetzt eine 12-Bit-Bildansteuerung, die letztlich und abgekürzt ausgedrückt dafür sorgt, dass die bisherige Bending-Schwäche bei der Bilddarstellung massiv reduziert bzw. beseitigt wurde (siehe nachstehendes Bild). Das wirkt sich in der Praxis deutlich auf die subjektiv empfundene Bildqualität aus und verbessert diese immens!
Im Vergleich zum G5 bietet der LG G6 insbesondere bei der Lichtleistung des Panels nochmals deutlich mehr „Kraft“. Damit rückt eine der wichtigsten Eigenschaften moderner OLED-Fernseher erneut in den Mittelpunkt. Zugleich wurde genau das immer als eine der „Schwächen“ genannt, sobald es in den Vergleich mit einem LCD-Gerät ging. Nachfolgend haben wir zwei Messbeispiele festgehalten, einmal im Filmmaker Mode und dann noch einmal, um zu zeigen, was technisch möglich ist, mit dem Vivid Mode.
HDR Brightness - Filmmaker Mode
Selbstredend geht es noch heller – und zwar mit dem Vivid-Mode. Hier wird das technisch Machbare aus den selbstleuchtenden Pixeln herausgeholt. So konnten wir Peaks von bis zu 4500 nits nachweisen – allerdings fiel die Leistungsfähigkeit des Panels danach ab (wie man am zweiten Screen sehen kann).
HDR-Brightness - Vivid Mode
| Peak Luminance - Filmmaker Modus |
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| Peak Luminance Window |
1% | 3148 nits |
| Peak Luminance Window | 2% |
3121 nits |
| Peak Luminance Window | 5% |
3086 nits |
| Peak Luminance Window | 10% | 2941 nits |
| Peak Luminance Window | 25% | 1261 nits |
| Peak Luminance Window | 50% | 674 nits |
| Peak Luminance Window | 75% | 509 nits |
| Peak Luminance Window | 100% | 448 nits |
Damit haben wir alle wichtigen Mess- und Teilbereiche abgehandelt und kommen auf der nächsten Seite zum finalen Testfazit.
Ganz klar, der LG G5 ist ein TV der absoluten Spitzenklasse. Die Farbdarstellung, die Bildqualität und nicht zuletzt auch die notwendigen Helligkeitswerte des Panels fügen alles zu einem erstklassigen Gesamtbild zusammen. Im Vergleich zum G4 erhält man als Anwender keine evolutionäre Fortentwicklung im Bereich der Optik oder Verarbeitung. Warum auch das verändern, was gut ist? Der Kern bleibt klar die Panelthematik bei der 2025er Modellreihe.
Die gemessene Spitzenhelligkeit von rund 2700 nits stellt in der Praxis einen beachtlichen Wert dar, den die meisten sogar schon für zu hell erachten könnten. Für eine differenzierte HDR-Darstellung sind dies aber neue Sphären, in die man sich vorwagt.
Kritik könnte man bei der Wahl der neuen Fernbedienung anbringen: Diese muss nicht unbedingt besser sein. Im Test machte sich das fehlende Nummernpad bemerkbar, auch die eingeschränkte Ergonomie kann angekreidet werden. Im Laufe der nächsten Wochen soll dann die „klassische“ Magic Remote auch einzeln erhältlich sein. Auch das Fehlen von DTS muss aus Kundensicht nicht unbedingt verstanden werden – der Hersteller wird sicher seine Gründe dafür haben. Warum aber so etwas Banales bei einem Premium-TV weggestrichen wird, ist nicht immer nachvollziehbar.
Abgesehen von diesen Mankos geht das Zusammenspiel aus Features, der hervorragenden Haptik und Design des TV-Gerätes zusammen in einem großen Habenwill-Gefühl auf. Das WebOS-Betriebssystem offeriert alle erdenklichen Apps. Einziges Manko aktuell: Der TV verlangt zwanghaft einen LG-Account, sonst gelangt man nicht in den App-Store. Das muss nicht wirklich sein, wie wir finden.
Ein nettes Nebenfeature: Ab der Modellgeneration 2024 unterstützen LG-TVs auch die Hue Sync App, mit der man gewissermaßen „Ambilight“ nachrüsten kann. Der vermutlich zweitwichtigste Aspekt ist der Preis – denn die G5-Geräte werden bereits jetzt zu vergleichsweise guten Konditionen angeboten. Hier empfehlen wir den Blick in unsere Angebots-Kategorie.
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LG G6 - 55 Zoll (OLED55G67LW) + DSG10TY 1622,- EUR |
| 165 Hz, ~3300 Nits, webOS 26 |
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LG G6 - 65 Zoll (OLED65G67LW) + DSG10TY 1892,- EUR |
| 165 Hz, ~3300 Nits, webOS 26 |
LG G5 OLED (OLED65G49LS)
