Das Konzept des Gerätes ist relativ einfach und schnell erklärt, aber gleichzeitig auch wieder sehr innovativ bzw. die Möglichkeiten, die sich damit ergeben. Als Ausgangsbasis dient hier eigentlich ein „gewöhnlicher“ IPS-Monitor aus dem LG-Fundus, der mit dem webOS24-Betriebssystem bespielt wurde und zugleich auch eine Touch-Funktion bietet. Dies ist funktional betrachtet, einer der größten Unterschiede zu den weiteren Modellen, die man ebenfalls mit diesem Standfuß erwerben kann.
Touch-Display – alles lässt sich über diverse Eingaben und Wischeffekte wie am Smartphone steuern
Der „Swing“ nimmt allerdings den größten Anteil des gesamten Produktes ein und bietet dem Anwender eine sehr hohe Flexibilität. Dadurch ist es möglich, das Display in der Höhe, der Neigung, aber auch in der horizontalen Achse zu verstellen. Im Grunde genommen findet sich immer die perfekte Einstellung für den jeweiligen Einsatzzweck. Zudem ist der TV auch mobil, da im Standfuß mehrere Rollen verbaut sind und man das Gerät damit bequem herumschieben kann, sofern es benötigt wird.
Im selbigen Konstrukt befindet sich auch das Netzteil, welches man hier elegant verstaut hat, sodass lediglich ein kleines Kabel ausgeführt wird und für die Stromversorgung dann über die Steckdose notwendig ist. Einen Akku hat der „Swing“ allerdings nicht. Darüber kommt dann eine Abdeckung, welche das cleane Design des Produktes aufrechterhält.
Das Display selbst wird dann über die von LG im Allgemeinen praktizierte „Click-Lösung“ bzw. per VESA 100×100-Aufnahme befestigt. In dieser Achse sitzt auch das Drehelement, welches die Pivot-Funktion bereitstellt, also das Display auch hochkant zu stellen. Das Betriebssystem reagiert ebenfalls darauf und richtet sich flexibel und schnell darauf aus.
Auf Rückseite dann auch verkleidet und nichts mehr sichbar - sofern man möchte
Die Verarbeitung des großen Schwingarms kann als sehr solide und hochwertig eingestuft werden. Die Höhenverstellung sowie auch die Horizontalausrichtung gehen sehr leicht von Statten und benötigen keinen großen Kraftaufwand. Das Display selbst ist im Übrigen mit einem Hochglanz-Finish versehen, was im Umkehrschluss auch sehr anfällig für die Spiegelungen und Fingerabdrücke ist – bei einem Touch-Gerät vielleicht doch nicht ganz so gut.
Um auch seitlich den perfekten Einstellwinkel finden zu können, bietet das Drehelement auf der Rückseite einen Drehbereich von bis zu 180° zu jeder Seite. Mehr Flexibilität geht in diesem Bereich schon gar nicht mehr. Beispielsweise für Bürotätigkeiten eine sehr willkommene Eigenschaft.
Perfekter Arbeitsbegleiter und Multitalent – der LG Swing
So flexibel der Monitor auch sein mag, so vergleichsweise bescheiden Klingt das Gerät. Mit zwei 5 Watt leistenden Membranen hat man hier keine Akustikwunder verbaut, was natürlich sehr schade ist. Gerade in Anbetracht der forcierten Multimedia-Tauglichkeit wären hier etwas leistungsstärkere „Tröten“ passender gewesen.
Für allgemeine Tätigkeiten im Office-Umfeld und für die Nutzung aller anderen Genres sind diese vollkommen ausreichend, aber bei der Filmdarstellung oder dem Gaming ist das Klangerlebnis flach und ohne Nuancen – sehr schade, wie wir finden.
Das Anschlusspanel ist überschaubar aber auch modern gehalten. Gleich drei Mal USB-C hat man untergebracht. Zwei von den Ports agieren dabei als Downstream und einer als Upstream, ergo hat das Gerät einen USB-Hub integriert bekommen. Des Weiteren lässt sich bspw. auch ein Notebook anschließen, das Bildsignal übertragen und natürlich auch mit bis zu 65 Watt Output aufladen.
Des Weiteren finden sich noch zwei HDMI-Ports (2.0) an der Rückseite. Einer der beiden ist eARC-kompatibel, der zweite „nur“ ARC-fähig. Direkt darunter befindet sich noch der Anschluss für die Stromversorgung, die sich ja bekanntlich im massiven Standfuß befindet. Sollte die Fernbedienung einmal nicht zur Hand sein, kann man auch mit dem kleinen Steuerkreuz das Display steuern. Jenes findet man im Übrigen auch an jedem TV der letzten und aktuellen Generationen von LG vor.
Am oberen Bildrand befindet sich noch ein sog. POGO-Anschluss, hier kann man zum Beispiel eine Webcam anbringen. Diese ist aber nicht im Lieferumfang enthalten.
Der Käufer bekommt eine kleine, übersichtliche Fernbedienung mitgeliefert – was natürlich sehr erfreulich ist, wenn man u.a. die Geschichte rund um die aktuelle LG-Fernbedienung der 2025er-Modelle kennt (…) Allerdings handelt es sich dabei nicht um die erfolgreiche Magic Remote, die zugleich auch eine sehr angenehme Ergonomie vorzuweisen hat.
Die Grundfunktionen sind ausreichend und die wichtigsten Streaming-Anbieter wurden ebenfalls mit auf der Fernbedienung mit Hotkeys versehen. Wem diese nicht zusagt, der kann auch die klassische Magic Remote verwenden, denn diese funktioniert ohne großes Pairing sofort.
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