Test: LG OLED C2 - Gaming- und Filmreferenz auf 42 Zoll

LG OLED C2 newsMit dem LG C2 auf 42 Zoll (OLED42C27LA) springt das koreanische Unternehmen in das nächste Level, wenn es um die Darstellung von Content auf OLED-Panel geht. Das kompakte Gerät kommt nicht minder ausgestattet daher und wurde bereits lang erwartet. Welche Unterschiede im Vergleich zu den größeren Familienmitgliedern es zu beachten gilt und was der TV im Spielebereich zu leisten vermag, das haben wir ausführlich auf den nächsten Seiten erörtert.

 

 

LG OLED C2 03

Klein aber fein - der LG OLED42C27LA - mit dunkelgrauem Gehäuse

Die Modellpflege für die 2022er-OLED-Generation von LG fällt bisweilen sehr vielschichtig aus und man muss sich dabei als Käufer mehr auf die technischen Details konzentrieren, als das sie sofort ersichtlich werden. Aber blicken wir zunächst auf die grundlegenden Eckdaten. Die allseits beliebte C-Serie gibt es in diesem Jahr in sechs Größen: 42, 48, 55, 65, 77 und 83 Zoll. Damit deckt man großes Spektrum der Kaufinteressen ab, zumindest bei der Panelgröße. Bei den jeweiligen Versionen wird es auch zahlreiche Unterversionen geben, die teilweise sogar mit einem Drehfuß daherkommen. Unser 42-Modell wird es ebenfalls in drei verschiedenen Ausführungen geben:

 

 

Die anderen Ausführungen haben ebenfalls eine ähnliche Versionsvielfalt vorzuweisen, die wir hier aber nicht weiter erörtern wollen. Abgesehen vom Design sollen die Geräte auch deutlich beim Gewicht abgespeckt haben, was in vielerlei Hinsicht Vorteile mit sich bringen soll. Unter anderem weniger logistischer Aufwand, leichterer Transport bzw. Aufbau etc. Das erzielt LG mit einem anderem Materialmix, der aber nicht weniger wertig daherkommt, als man zunächst annehmen könnte. Wer die Vorgängerversionen bereits im Groben (oder im Detail) kennt, der wird eher eine Aufwertung feststellen. Das um das Panel gebaute Gehäuse wirkt hochwertig und passt sich gut ins Gesamtbild mit ein, sodass der TV im Allgemeinen wieder sehr schick daherkommt. Im Vergleich zu den größeren Ausführungen werden hier zwei Standfüße an den Seiten fest verschraubt, die zugleich noch eine weitere Funktion bekleiden (…)

In dieser TV-Generation bricht LG mit seinem gewohnten Namensschema und tauft das Betriebssystem nun webOS 22, stellvertretend für das aktuelle Kalenderjahr. Mit einher gehen teils bekannte, teils aber auch neue Funktionen, die das Leben für den Anwender abermals vereinfachen und KI gestützt agieren lassen soll. Mit dazu zählt auch der schon vom letzten Jahr angewandte „Bruch“ beim Aufbau der Menüoberfläche, aber im Verlauf des Artikels dann mehr dazu. Verantwortlich für die Bildberechnung sowie alle anderen Funktionen rund um die Funktionalität ist der Alpha 9 gen. 5 Prozessor, welcher bereits eine lange Tradition bei LG hat. Aber auch Funktionen wie ein neuer Upscaler, der abermals in seiner Funktion verbessert worden sein soll, haben in der neuen Generation Einzug gehalten.

LG OLED C2 42 Zoll Gaming 19

Das dynamische Tone Mapping ist bereits von anderen Produkten bekannt und will nun in den aktuellen Geräten in bis zu 5000 Teilbereichen des dargestellten Bildes jenes verarbeiten bzw. verbessern. In der Praxis sieht es so aus, dass entweder dunkle Bereich sichtbarer konturiert werden oder hellere Sequenzen oder weniger überblendet erscheinen. Einen großen Fokus hat man seitens der Entwicklung auch beim Thema Klang gelegt, was wieder mit dem Buzzword AI Sound Pro um die Ecke kommt und zahlreiche Funktionen in der Software mit integriert hat. In Summe soll so ein virtueller 7.1.2 Surround-Klang möglich sein.

All das klingt schon einmal sehr vielversprechend und ist quasi auf die Nutzung im Wohnumfeld gemünzt. Das 42 Zoll Modell aber vereint gleich noch einen weiteren Faktor, worauf viele sehnlichst gewartet haben – nämlich die Nutzung als reine Gaming-Station entweder für die Konsole oder den PC – an einem dedizierten Tisch versteht sich. Dank Auflösungsskalierung und guter Proportionen sowie hoher Pixeldichte von 105 PPI eignet unser Testgerät dafür bestens. Die Darstellung zeigt es bereits wunderbar, in welchem Umfeld der TV / Monitor sich wohl fühlt. Nachfolgend haben wir nochmal die wichtigsten Parameter bzw. technischen Details aufgelistet, bevor es auf der nächsten Seite mit der Detailbetrachtung des TVs weitergeht.

 

LG OLED C2 (OLED42C27LA) im Überblick
 Bezeichnung  LG OLED42C27LA
Verfügbare Größen  42 und 48 Zoll
 (C-Reihe insgesamt: 42", 48", 55", 65", 77, 83")
Preis  1400,- EUR (UVP)
 1200,- EUR (Straßenpreis)
Garantie  2 Jahre (gegen Aufpreis mehr)
Hersteller-Homepage  www.lg.com
Maße  mit Standfuß: 93,2 x 57 x 4,1 cm (B x H x T)
 ohne Standfuß:
93,2 x 54 x 4,1 cm (B x H x T)
Gewicht  9,3 Kg
weitere Daten
Auflösung  3840 x 2160 Pixel 
10-Bit-Panel  Ja
Format  16:9
HDR  HDR10, HLG, Dolby Vision
Betriebssystem  webOS 22
VESA-Standard  300x200
Farbe  Schwarz
Konnektivität
Audio  2.0 Kanal
 20 Watt Gesamtleistung
Anschlüsse  ▪ 4x HDMI 2.1 (4K 120hz / eARC)
 ▪ 3x USB 3.0
 ▪ 1x CI+ Slot 2.0 / 1.4 (Common Interface)
 ▪ 1x SAT-Tuner (F-Buchse)
 ▪ 1x RF-Stecker (Terrestrisch)
 ▪ 1x RJ45-Netzwerkport
Tuner-Anzahl / Typ  2x DVB-T/​-T2/​-C/​-S/​-S2 HEVC (H.265)
Leistungsaufnahme  Idle: unter 0,5 Watt
 52 kWh/1000 Stunden (Herstellerangaben)
weitere Features
Ausstattung  ▪ WLAN 802.11 ax integriert
 ▪ WiFi 6
 ▪ HbbTV, DLNA
 ▪ UHD-Upscaler
 ▪ USB-Recorder
Audio-Codecs AC4, AC3(Dolby Digital), EAC3, HE-AAC, AAC, MP2,
MP3, PCM, WMA, apt-X

 


Detailansichten des TVs

Wie einleitend schon geschrieben, hat man seitens LG das Design auffällig geändert, zumindest wenn man genau hinsieht und sich auch in der LG TV-Welt auskennt. Die markanteste „Änderung“ dürfte zunächst das Standfußdesign sein, welches in Form von zwei einfach angeschraubten Ständern realisiert wird. An dieser Stelle müssen wir nochmal die drei verschiedenen Farbvariationen nennen, die auch je nach Händler verfügbar sind. Wie und was genau, das lässt sich für den Kunden nicht trivial nachvollziehen, jedoch sollte man darauf achten. Unser C27 hat ein dunkelgraues Gehäuse vorzuweisen. Der C28 ist dann in Weiß gehalten und die dritte Ausführung, der C29, kommt zwar ebenfalls mit einem weißen Chassis aber einem drehbaren Standfuß daher.

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Die verbauten Füße lassen das Gerät filigran wirken und erlauben es auch davor noch etwas zu stellen. Allerdings dürfte es vermutlich auf Grund der geringen Aufbauhöhe immer etwas Schwierigkeiten mit etwaigen Soundbards geben, die teilweise ins Bild hineinragen. Hier sollte man im Vorfeld unbedingt messen, sofern man das Gerät nicht an die Wand baut.

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Standfüße werden einfach an das Gerät rangeschraubt

Wirklich schick und zugleich auch deutlich stabiler wirkt nun das Gehäuse um das Panel selbst, was zum Teil nicht nur statische, sondern sicher auch thermische Beweggründe haben wird. Bei den vorherigen Generationen war dies mehr oder weniger sehr eigenständig für sich verantwortlich und wirkte sehr filigran bzw. auch anfällig, jetzt hat man das Ganze schick eingefasst – vermutlich aus genannten Gründen. Ganz subjektiv gesprochen, gefielen die Ausführungen ohne diesen Rahmen deutlich besser, aber das ist nur eine persönliche Einschätzung.

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In der Tiefe macht der C2 im Allgemeinen nun einen nochmals aufgeräumteren Eindruck als vorher. So wurden beispielsweise alle Kabelausführungen seitlich platziert und jetzt zusätzlich mit einem Cover versehen. Die Kabelstränge werden letztlich dann durch eine Öffnung nach außen geführt. Kleine Kabelhalter die man rückseitig randrücken kann liefert LG zusätzlich noch mit. Ganz pfiffig ist auch die Lösung im Bereich der Füße, auch hier hat man das „maximale“ aus dem möglichen Kabelmanagement herausgeholt und kann so geschickt die Stränge verlegen, ohne das sie nervig im Sichtbereich zum Vorschein kommen.

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Kleine Kunststoffeinschübe ermöglichen eine saubere Kabelführung, sodass diese unter dem Panel nicht sichtbar sind

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Bei den Anschlüssen bekommt man wieder das „volle Programm“ geboten. Die vier HDMI 2.1 Ports stellen in dieser Modellgeneration auch die vollen 48 Gbit/s Bandbreite bereit, auch wenn aktuell die 40 Gbit/s immer noch ausreichend sind, wie wir ja in den vergangenen Jahren hinreichend thematisiert und LG ordentlich Kritik dafür eingesteckt hat. Ein kleines aber wichtiges Detail stellt der Kopfhörerausgang dar, diesen haben nämlich nur das 42 und 48 Zoll Gerät spendiert bekommen. Die größeren Ausführungen müssen sich ohne zufriedengeben. Die Abdeckung wird ganz einfach mittels Halteclips dann darüber gepackt und verdeckt sauber die Anschlusssektion. Allerdings könnte es etwas knirsch werden, sollte man diesen Bereich wirklich voll verkabeln und dann die Stränge durch die kleine Öffnung führen (…)

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Die gesamte Rückseite des TVs wirkt aber auf Grund dessen sehr aufgeräumt, hat keinen abgesetzten Sockel- bzw. Technikbereich und wirkt einfach solide. Die VESA 300 x 200 Aufnahmepunkte stellen den abschließenden Aspekt in diesem Abschnitt dar. Last but not least, die CI+ Aufnahmestelle hat man sehr zur Freude der Usability auf die Oberseite des Gehäuses positioniert, sodass man auch bei einer möglichen Wandmontage ganz einfach rankommt. Wie in den Nahaufnahmen zu sehen, wurden in diesem Segment auch noch ein paar kleinere optische Perforierungen mit integriert, die dem Gerät zu Gesicht stehen.

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Verwendung als PC-Monitor / Impressionen

Selbstverständlich kann der C2 in der vorgestellten Ausführung auch als PC-Monitor verwendet werden. Inwiefern dies im Desktop-Einsatz vollkommen bedenkenlos vollzogen werden kann, dass lassen wir einmal stehen. Der Denkansatz geht dabei eher in die Richtung des Zocker-Displays, welches die maximale Bildqualität bieten soll. Mit einer Pixeldichte von 105 PPI ist man auch gut aufgestellt und genießt dann logischer Weise auch noch die Vorzüge der selbstleuchtenden OLED-Pixel.

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Gleiches Muster kann man natürlich auch im Umfeld der Xbox Series X und der Playstation 5 fortführen, welche als Gaming-Zentrale herhalten können und darüber hinaus auch noch zahlreiche weitere Funktionen bieten. Die Darstellungen sollen diesbezüglich ein paar Ideengebungen sein und zeigen, wie sich der 42-Zoll-Ableger proportional ins Gesamtbild mit einfügt.

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Fernbedienung

Die Fernbedienung (Magic Remote) in dieser Form, wie auch hier beiliegend, hat LG nun schon das zweite Jahr in Folge in Verwendung. Die Ergonomie ist in der Tat gut, funktional gehalten und einfach genial in der Ausführung, wozu das passende Gegenstück die Mauszeigersteuerung am TV selbst ist. Hinzu kommen die Sprachassistenten von Google und Amazon welche per direkter Spracheingabe Inhalte abrufen können. Grund zur Kritik gibt es aber dennoch zu nennen. Im direkten Vergleich zu den „älteren Versionen“ ist diese zwar etwas kleiner geraten, was auch okay ist, auch für größere Hände, allerdings fühlt sich die Masse des Kunststoffes nicht mehr ganz so wertig an. Was allerdings echt bescheiden ist, dass man den Pause- und Play-Button nun gänzlich gestrichen hat. Diese Funktion muss nun über das Rad in der Mitte geregelt werden.

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Leider stellt auch die LG Premium Remote keine Alternative dar, sofern man es auf diese Tasten reduziert. Wer es allerdings unter dem Aspekt der Materialgüte betrachtet, wird sicher diese Fernbedienung zukaufen. Funktionell ist die „neue“ Magic Remote wieder einmal sehr gut unterwegs und macht die Steuerung des TVs zum freudigen Kinderspiel, allerdings dürfte LG hier aber mal etwas Drang zur Allgemeine Güte verspüren lassen – dann da ist gefühlt noch Luft nach oben. Auf der nächsten Seite geht es weiter mit dem webOS 22 Betriebssystem, der Einrichtung sowie der allgemeinen Steuerung dessen.

 


Betriebssystem webOS 22

Das Betriebssystem bricht in diesem Jahr mit dem bekannten Namensschema und orientiert sich dabei an das Vorstellungsjahr dessen. Es beerbt also das webOS 6.0 aus dem Jahre 2021. Die Steuerung und Anwendung dessen sollte hinlänglich bekannt sein, setzt voll auf die Magic Remote mit der Pointer-Steuerung und steht auch generell voll umfänglich vernetzt mit zahlreichen Schnittstellen da. Aber beginnen wir zunächst einmal der Reihe nach (…)

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Ersteinrichtung

Die Ersteinrichtung führt den jeweiligen Anwender sehr detailliert, aber dennoch einfach und zielgerichtet durch die einzelnen Schritte, sodass alle wichtigen Parameter bereits an dieser Stelle dem Gerät hinzugefügt werden können. Dabei sind die Screenshots teilweise selbsterklärend und benötigen keine weitere Analyse. Wer möchte, der kann auch bereits schon hier die „AI-Funktionen“ von LG aktivieren, die sich rund um die automatische bzw. KI-gestützte Bild- und Tonverbesserung drehen.

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Ein weiteres neues Features stellt die „Stets bereit“ Funktion dar, welche dann zum Tragen kommt, wenn der TV ausgeschaltet ist. In diesem Modus werden u.a. Bilder angezeigt bzw. ist er bereit für eine Spracheingabe, sodass bspw. direkt ein spezieller Content aus einem Streaming-Dienst gestartet werden kann. Ob diese Funktion wirklich sinnhaft ist, muss jeder für sich selbst erörtern bzw. dann in der Praxis am besten testen.

 

Grundlegender Aufbau der Menüstruktur

Die einstige im Sockelbereich angeordnete App-Übersicht der ersten OLED-Generationen ist inzwischen einer Vollbildanzeige gewichen, sicherlich auch zum Missfallen vieler. Jedenfalls kann man diesen Umstand nicht ändern sondern nur eher versuchen sich daran zu gewöhnen. LG bietet hier auch die Möglichkeit, sich den „Home-Bereich“ bis zu einem gewissen Grad zu personalisieren. Dies kann auch mit weiteren Profilen geschehen die man laden kann, ähnlich wie in den Streaming-Apps selbst. Ob man jetzt nun die ganzen LG-Channels, oder eine direkte Vorschau der aktuellen Highlights von Prime oder Netflixs benötigt, muss jeder selbst entscheiden (…) im direkten Vergleich schien der Aufbau in webOS 5.0 (LG OLED CX – zum Testbericht) noch deutlich strukturierter und weniger überladen.

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Im Bereich der weiteren Gerätesteuerung bzw. Quelleingangskontrolle wird man mit dem sogenannten Home Dashboard glücklich. Hier lassen sich alle im Netzwerk erkennbaren Schnittstellen oder entsprechende Netzwerkkomponenten ansprechen, beispielsweise auch AirPlay 2 Geräte oder ein Netzwerk-Share in Form einer NAS durchsuchen. Die Dateiansicht ist nämlich zum Glück gleichgeblieben. Mit ein wenig Eingewöhnungszeit geht das aber alles sehr fix von Statten und man findet sich immer schneller zurecht.

Sehr viel Auswahl hat man auch bei den verfügbaren Apps. Hier hat LG über den eigenen App Store mittlerweile eine breite Front an Anwendungen zur Auswahl. Die wichtigsten sind übrigens ab Werk auch schon vorinstalliert. Halten wir fest: die Möglichkeiten der Funktionalitäten sind enorm, können zum Einstieg in dieses Metier aber auch leicht überfordern.

 


Menüpunkte für Settings

Kurz gesagt, die Menütiefe des webOS 22 TVs ist enorm! Dies gliedert sich in vier Obermenüs die dann letztlich nochmals sehr tief verschachtelt viele weitere Funktionen bereithalten. Die Einstellungen rund um das Bild sind weitestgehend von den Vorjahren bekannt und unterscheiden sich in den namentlichen Punkten nicht sehr. Die Feinjustierung hinsichtlich der Zwischenbildberechnung, Schärfe oder Kontrastwerte sind in gewohnter Manier wieder vorhanden. Hier gibt es keine großen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr.

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Wer übrigens nicht möchte, dass personalisierte Vorschauwerbung oder dergleichen im Home-Bereich ausgespielt wird, der muss sich durch die Tiefen der Menüstruktur klicken und die jeweiligen Tracking-Einstellungen deaktivieren. Gleiches gilt auch für Popups rund um das Thema AI seitens LG, was mitunter auch schon nervig sein kann. Wer den Zugang generell zum TV einschränken möchte, der packt ganz einfach einen vierstelligen und frei definierbaren Zahlencode aufs Gerät.

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Neu ist der Unterpunkt der „OLED-Panelpflege. Mit jeder Modellgeneration hat LG intensiv daran gearbeitet, einem möglichen Burn-In vorzubeugen. Hier hat man nochmals deutlicher hervorgehoben die Möglichkeit, die OLED-Pixel einer „Pflege“ zu unterziehen, wobei das aber auch ohnehin in automatischen Intervallen stattfindet. Auch die Energiesparoptionen lassen sich feiner definieren und anpassen. Nur wer diese komplett deaktiviert, kann auch wirklich nativ die OLED-Pixelhelligkeit anpassen – das mal als Info nebenbei.

 

 

Sound-Einstellungen

Im Bereich des Klangs bietet LG wieder zahlreiche Möglichkeiten, die wir auch schon größtenteils bei den Vorgängern gesehen haben. Wie zum Beispiel der 5-Band-Equalizer oder aber auch die Wahl des Aufstellortes (Wandmontage oder Füße), sodass der Klang daran angepasst werden kann. Auch lässt sich im Menü Dolby Atmos aktivieren, was ja wie wir wissen, in einer virtuellen 7.1.2 Wiedergabe münden soll. Ebenso lassen sich mehrere Klangprofile auswählen, die auch der entsprechenden Aufgabe beschriftet sind. Jetzt aber zum Klang selbst. Viel ist ja immer die Rede von ThinQ, AI, künstlicher Intelligenz usw. Fakt ist, dass die Klangdarstellung mit Hilfe dieser Parameter recht füllig am 42 Zoll Gerät klingt, aber nicht wirklich satt und gut situiert rüberkommen will. Subjektiv empfunden fehlt es hier ein wenig im Fundament. Für die normale Beschallung ist dies aber vollkommen in Ordnung. Wer sich beispielsweise eine LG DQP5 (zum Testbericht) dazu kauft, bekommt hier für vergleichsweise wenig Geld, sehr viel Klang.

LG webOS22 OLED C2 21 LG webOS22 OLED C2 27 LG webOS22 OLED C2 28 LG webOS22 OLED C2 29 LG webOS22 OLED C2 30 LG webOS22 OLED C2 31

 


Bildqualität - Kalibrierung

OLED-typisch stehen natürlich der perfekte Schwarzwert, sowie auch brillante Farben schon seit je her für die selbstleuchtenden Pixel im Panel. Neben den „nahezu perfekten“ Farben gesellt sich auch eine hohe Blickwinkelstabilität, welche oftmals ja schon fast außer Acht gelassen wird. Für die Farb- und Validierung setzen wir auf einen Verbund aus Portrait Displays C6 HDR2000 Messgerät sowie einen VideoForge Pro als Testbildgenerator. Im Zusammenspiel mit der dazugehörigen Calman Software lassen sich dementsprechend Stärken oder Schwächen eines TV-Gerätes aufzeigen. Für die Nachfolgende Messungen haben wir auf die LG AutoCal-Funktion zurückgegriffen sowie den Cinema-Modus als Farbprofil ausgewählt und die Helligkeit auf auf 115 cd/m² fixiert (15% Toleranz mit einberechnet).

LG C2 Post Calibration 02

Deutliche Unterschiede vor und nach Kalibrierung festzustellen - Cinema Profil

Bzgl. der ganzen Filmmodi bedarf es sicher noch ein, zwei Worte zur Erklärung. Speziell der Filmmaker Modus zielt darauf ab, dass die Farben so auf dem TV dargestellt werden, wie sich auch auf der Bluray (oder anderen Medien) hinterlegt wurden bzw. vom Filmemacher angedacht. Die anliegenden 115 cd/m² (oder nits) sind dafür aber auch nur für dunkle Kinoräume geeignet. In Wohnräumen braucht man daher deutlich mehr Leuchtkraft. Auch werden zusätzliche Bildverbesserer komplett deaktiviert, wie bspw. die TruMotion-Funktion (Zwischenbildberechnung) die eine flüssigere Darstellung zur Folge haben und eben nicht in 24p wie beim Filmmaker Modus den Film darstellen.

LG C2 Post Calibration 01

Rein subjektiv empfunden dürfte ich vermutlich zu den Filmbanausen zählen, die die Helligkeit auf maximal stellen und einen guten Mittelwert bei der Zwischenbildberechnung ansetzen. Macht man das, spielt der LG C2 seine Stärken vollends aus. Ob nun in dunklen Nachszenen des DC-Comic-Universums, oder Action-geladener Schlachtszenen der Marvel-Gegenstücke – beides ist imposant, farbprächtig und szenengewaltig dargestellt. Die Messungen zeigen, dass eine Kalibrierung durchaus notwendig war / ist bzw. Sinn macht, da die Farbdarstellung deutlich in verschiedene Richtungen abdriftet. Der C2 in 42 Zoll stellt bekanntlich, wie sein 48 Zoll Pendant, eine Ausnahme in dieser C-Modellreihe dar. Zwar betitelt LG das Ganze als „Evo Panel“, allerdings haben die beiden Ausführung nicht die Helligkeitsgesteigerten EX-Panel verbaut, wie die größeren Ausführungen. Aber dazu kommen wir gleich nochmal detaillierter.

Mal fernab von Messwerten und Testbildern betrachtet, ist die Bild- und Farbinterpretation des C27 wirklich als brillant zu bewerten. Intensiv, knackscharf und sehr gut dosiert. Was auch auffällt, dass das Bending speziell in helleren und dunklen Farbdarstellung deutlich minimiert werden konnte. Dafür verantwortlich sein soll laut LG eine Schritt-für-Schritt-Behandlung der dargestellten Bilder. Der Effekt ist deutlich sichtbar und verfehlt nicht seine Wirkung. Die Bild-Zuspielung erfolgte im Übrigen entweder über die bekannten Streaming-Anbieter sowie auch mittels unseres Panasonic UB9004, der bereits vor einiger Zeit als Referenz-UHD-Player seinen Weg in die Testräumlichkeiten gefunden hat.

 

 

Peak Luminance / max. Helligkeit

Im Gegensatz zu den größeren Panel-Ausführungen ist das 42 Zoll Gerät in seiner Maximalhelligkeit gewissermaßen „begrenzt“. Jetzt kommt das aber, auf Grund des vermeintlich geringen Sitzabstandes bei einer Nutzung als Monitor und des hohen PPI-Wertes von ~105 PPI relativiert sich dies schon wieder ein wenig. Wie wir seit einigen Monaten wissen, erhält das 42 Zoll Modell ab der zweiten Jahreshälfte auch die mit Wasserstoff-Isotop Deuterium versehenen EX-Panel. Im Falle der Panel-Größen ab 48 Zoll bedeutet dies sogar mehr Spitzenhelligkeit. Bei unserem Testmodell ist dies aktuell und auch künftig kein Thema, da dem Gerät die zusätzliche Kühlkomponente für den „Brightness Booster“ fehlt. Auswirkungen soll diese Änderung aber beim Verbrauch und der Langlebigkeit des Panels haben. Wer aktuell den Kauf plant, sollte den sukzessiven Wechsel von LG noch abwarten und auf die „neue Revision“ warten. Die ermittelten Werten sprechen für sich und attestieren dem Gerät dennoch vergleichsweise hohe Spitzenhelligkeiten.

 

Peak Luminance
Peak Luminance Window
1% 764 nits
Peak Luminance Window  2%
763 nits
Peak Luminance Window 10%
730 nits
Peak Luminance Window 18% 543 nits
Peak Luminance Window 25% 385 nits
Peak Luminance Window 50% 238 nits
Peak Luminance Window 75%  190 nits
Peak Luminance Window 100% 126 nits

 

 

Response Time / Input Lag / Gaming

Das Thema Input Lag kann man quasi als Paradedisziplin bezeichnen. Denn das was hier gezeigt wurde bedarf wohl keiner weiteren Worte. Speziell für das Spieleerlebnis relevant, wurde selbst bei der 60p-Darstellung ein Spitzenwert ermittelt. In den drei Teilbereiche ließ sich ein Wert von 2,2 ms bis 16,7 ms ermitteln, wohlgemerkt im „Spiele Optimierer Modus“. Die Weiteren Einstellung wurden weitestgehend unberührt belassen. Einzig der sogenannte „Boost Modus“ in der Game Bar wurde zusätzlich aktiviert, was dann letztlich in diesem Wert mündete.

LG OLED C2 Input Lag 05 LG OLED C2 Input Lag 06LG OLED C2 Input Lag 07 LG OLED C2 Input Lag 08

Mit aktiviertem Boost-Modus bis zu 2,2 ms möglich - Spitzenwert!

Im Standard-Bildmodus konnte ein Wert von 80,6 ms ermittelt werden, was ein zu erwartender Wert darstellt. In Summe kann dem Gerät mehr als nur die Spieletauglichkeit in diesem Segment nachgewiesen werden. Die 120p-Darstellung konnten wir nicht prüfen, soll aber laut Aussagen von LG nochmals besser sein, wobei dies aber wohl schon im absoluten „Grenzbereich“ liegen dürfte. Ein Top-Ergebnis bleibt es dennoch!

LG OLED C2 Input Lag 04

Im Standard-Modus beträgt der Input Lag 80,6 ms

 


 

Best Fit - groß in Bild auf geringem Raum

Wie schon einleitend angerissen, sind die Anwendungsgebiete recht vielfältig beim 42 Zoll OLED anzusehen. Erstmals hat die C-Serie nun auch die besagte Größe mit im Lineup und man kann sich nun die vermeintlich beste Bildqualität auch auf beschränktem Platz ins Haus holen. Ob der Aufstellort dabei das kompakte Wohnzimmer ist, der Schlafbereich oder doch nur die Küche, das bleibt jedem selbst überlassen. Mit der LG DQP5 Eclair hat das Unternehmen zugleich auch eine Dolby Atmos Soundbar im Angebot, die gemessen an ihrer Größe ihresgleichen sucht. Zusammen mit dem C27 bietet diese Kombo aktuell eine extrem potente Bild- und Klanglösung, die ganz weit vorn bei der Leistungsbeurteilung mit einzuordnen ist.

LG DQP5 Eclair Soundbar 13

LG DQP5 Eclair Soundbar 14

Auf Grund der flexiblen Verwendung und Nutzung von Funkstrecken wird hier die Anwendung nochmal deutlich vereinfacht an den Nutzer gebracht. Wer jetzt aber gänzlich anders denkt und sich das Gerät als Gaming-Monitor-Ersatz anschafft macht keineswegs etwas falsch. Vergleichbare 34 oder 38 Zoll Derivate, freilich mit 160 Hz oder mehr bei Bildwiederholrate ausgestattet, kosten auch noch deutlich mehr. Hier bietet der LG eine sehr interessante Alternative an. Natürlich mit ALLM (Auto Low Latency Modus), VRR und einer 120 Hz Darstellung versehen. Jenes wird auch über ein dediziertes Gaming-Menü nochmals untermauert, in dem sich auch die AMD FreeSync Premium Modi als auch Nvidias G-Sync Funktionalitäten aktivieren lassen.

LG OLED C2 42 Zoll Gaming 14

LG OLED C2 42 Zoll Gaming 03

Gepaart mit einem potenten Desktop-Lautsprecher-System kann sich hier die perfekte audiovisuelle Gaming-Oase erzeugen lassen, die nicht am PC endet, sondern mit den aktuellen Konsolen von Sony (PS5) und Microsoft (Xbox Series X) perfekt fortgeführt wird. Denn auch diese greifen die genannten Gaming-Funktionen wohlwollend auf. Damit kommen wir auf der nächsten Seite zum finalen Abschluss in Form des Fazits.

 


 

Fazit

Der LG OLED C2 (OLED42C27LA) ist zweifelsfrei ein erstklassiges TV-Gerät mit sehr, sehr vielen positiven Aspekten. An dieser Stelle wollen wir dies aber gar nicht mehr alles sezieren, denn der TV bietet ein nahezu perfektes Bild welches im Detail nochmal sichtbar aufgewertet wurde, knackscharfe Darstellungen und sehr gut austarierte Farbinterpretationen an den Tag legt. Extrem umfangreich ist das Gerät auch bei den allgemeinen Einstellungen ausgestattet. Wenn man sich darauf konzentriert, lässt sich bereits hier sehr viel einstellen um das perfekte Zusammenspiel aus TV und Wohnumfeld zu generieren. Als Buzzwords lassen sich hier u.a. AirPlay 2, diverse LG ThinQ Applikationen und die dazu gehörige Spracheingabe nennen. Der Fernseher ist nicht nur bei der Bilddarstellung pfiffig unterwegs, nein er ist auch noch verdammt „schlau“.

Aber auch als Gaming-Derivat ist das 42 Zoll Gerät bestens geeignet. Alle wichtigen Modi und Features (volle 48 Gbit/s HDMI 2.1 Bandbreite, ALLM, VRR) werden mit unterstützt und ein dediziertes Gaming-Overlay schaltet per Schnellzugriff noch weitere Funktionalitäten und Anpassungsmöglichkeiten mit frei. Das Zusammenspiel scheint im ersten Moment komplex zu sein, dafür aber umso besser. Die Messungen und Tests erbrachten hier einen erstklassigen Input-Lag von bis zu 2,2 ms bei 4K – 60p. Apropos Messungen, die Peak Luminance konnte kann sich immer noch sehen lassen, auch wenn sie im Vergleich zu den „besseren“ Evo-Panels etwas hintenanstehen muss, was aber wie im Artikel erörtert logische Konsequenzen sind. Aber dies ist in dem vermeintlich attestierten Umfeld wo der TV zum Einsatz kommen wird, wohl ein nicht gänzlich entscheidender Faktor.

Mit einer UVP von 1400 Euro und einem aktuellen Straßenpreis von rund 1200 Euro steht der TV zwar immer noch preislich hoch im Kurs, dürfte aber sicher in den nächsten Wochen noch ein wenig im Preis nachgeben. Auf Grund seiner erbrachten Leistung sowie zahlreicher Details attestieren wir dem C2 in 42 Zoll bzw. dem exakten Modell LG OLED42C27LA unseren Top Produkt Award. Käuflich erwerben kann man das Gerät u.a. auch direkt bei Amazon.

 

LG OLED C2 - maximale Bildqualität auf 42 Zoll

Ein nahezuu perfektes Bild auf geringster Größe mit tadelloser Gaming-Tauglichkeit, 05.07.2022
Pro
  • leichter Gehäuseaufbau, geringes Gewicht
  • hochwertige und stabile Anmutung
  • sehr gute Bild- und Farbdarstellung
  • hohe Spitzenhelligkeit
  • intuitive und leichte Bedienung mit Magic Remote
  • voll Spieletauglich dank geringem Input Lag
  • zahlreiche Gaming-Optionen dank Extra-Menü
Contra
  • Klang könnte etwas besser sein
  • webOS wirkt leicht überladen
LG OLED C2 03

 

LG C27 award k

 

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